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Bei elektroosmotischen Entwässerungsapparaten mit feststehenden Elektroden und gleichbleibendem Volumen, der Entwässerungsräume, denen das zu entwässernde Gut gewöhnlich unter Druck zugeführt wird, hat sich gezeigt, dass namentlich bei grösseren Abmessungen der Apparate leicht eine Durchbiegung der die Entwässerungsräume begrenzenden Elektroden eintritt. Das Durchbiegen der Elektroden hat zur Folge, dass sich die Kammern ungleichmässig füllen und dass ein'ungleichmässiger Stromdurchgang, unter Umständen Kurzschluss,, und damit eine ungleichmässige Entwässerung in den verschiedenen Kammern bzw. den einzelnen Stellen der Kammern eintreten kann.
Die Erfindung vermeidet nun diesen Übelstand dadurch, dass man an den innerhalb der Elektrodenrahmen liegenden Flächen der die Kammern bildenden Elektroden, sogenannte Distanzbolzen in Form von Rahmen, Gitter usw. isoliert gegen die eine Elektrode anbringt.
Durch diese Distanzbolzen wird ein gleichbleibender Abstand der Elektroden gewährleistet und ein Durchbiegen derselben verhindert. Man kann die Distanzbolzen gleichmässig auf einer oder beiden Elektroden verteilen. Die Form der Bolzen bzw. die dieselben bedeckende Isolierschicht wird derartig gewählt, dass sie der Füllung und Entleerung des Gutes möglichst wenig Widerstand bieten, Da im allgemeinen der entwässerte Kuchen Neigung hat, auf derjenigen Elektrode fester zu haften, an welcher sich das Wasser abscheidet, so ist es häufig zweckmässig, die Distanzbolzen auf derjenigen Elektrode zu befestigen, an welcher sich die feste Substanz unter dem'Einfluss des elektrischen Stromes abscheidet.
Man hat bei elektroosmotischen Entwässerungsapparaten mit horizontaler Elektrodenanordnung, bei denen das zu behandelnde Gut in den einzelnen Kammern durch das Gewicht der darüber lastenden Kammer gleichzeitig einer mechanischen Pressung ausgesetzt wird, bereits vorgeschlagen, an der Aussenseite der unteren Elektroden der einzelnen Kammern Zwischenstücke anzubringen, welche auf der Aussenseite der''verschieblichen oberen Elektrode der jeweils nächsten Kammer aufruhen. Bei dieser bekannten Anordnung dienen aber die Zwischenstücke nicht wie bei der Erfindung zur Sicherung des Abstandes zweier zur gleichen Kammer gehörigen Elektroden und sind nicht an den innerhalb der Kammern gelegenen Elektrodenflächen angebracht.
In vielen Fällen können gemäss der Erfindung die Zuführungsstützen für das Gut in der Weise ausgebildet werden, dass sie die Aufgabe von Distanzbolzen übernehmen. Zu diesem Zwecke können die Zuführungsstutzen natürlich in geeigneter Weise mit Isoliermaterial bedeckt sein. In ähnlicher Weise wie bei kammerartig ausgebildeten Apparaten mit feststehenden Elektroden kann die Neuerung auch bei Apparaten mit beweglichen Elektroden, z. B. bei den nach. von Transportbändern *o, dgl. durchgebildeten bekannten Apparaten angebracht werden.
Die Zeichnungen geben einige Ausführungsbeispiele wieder. Fig. i zeigt einen Schnitt und eine Ansicht einiger Elemente einer sogenannten Kammerpresse. K stellt einen Kathodenrahmen dar. An den Anoden A, welche kammerartig ausgebildet sind und die seitlichen Füllöffnungen F aufweisen, sind die Distanzbolzen D, welche aus Isoliermaterial hergestellt sind, durch Schrauben befestigt, Auch die Schraubenköpfe sind durch Isolierplatten j
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isoliert.
Die Distanzbolzeitsind, um der Füllung und der Entleerung der Kammer möglichst geringen Widerstand zu bieten, wie ein abgestumpfter Kegel ausgeführt und die Isolation ist mit abgerundeten Kanten zur Vermeidung von vorspringenden Ecken versehen,
In Fig. 2, welche ebenfalls einige Elemente einer Kammerpresse mit Anoden und Kathoden K darstellt, ist die Zuführung für das zu entwässernde Gut derartig ausgebildet, dass sie gleichzeitig die Aufgabe der Distanzbolzen erfüllt. Die Distanzbolzen D sind hier mit Durchbohrungen versehen, welche die Füllkanäle darstellen, in welche die Füllöffnung F münden. Durch die isolierende'Schicht J wird Kurzschluss vermieden.
Die isolierenden Teile sind kegelförmig bzw. abgerundet ausgeführt, um die Entleerung des Gutes zu erleichtern, PATENT-ANSPRüCHE : 1i1 Elektroosmotischer Entwässerungsapparat, dadurch gekennzeichnet, dass an den innerhalb des Elektrodenrahmens liegenden Flächen der Elektroden Distanzstücke, z. B. in.
Form von Stiften, Rahmen u. dgl., isoliert gegen eine Elektrode angeordnet sind.