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Verschluss für Schiebetüren, insbesonders an Eisenbahn-Güterwagen.
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bringung'von schwer offenbaren Vorhängeschlössern'mit oder ohne Plomben oder von Plomben allein beschränkten. Diese Mittel erschweren wohl die Wiedereinsetzung der Verschlusseinrichtung in den alten Stand, erschweren aber nicht erheblich das Öffnen der Türe selbst.
Vorliegende Erfindung bezweckt einen Verschluss zu schaffen, welcher das Öffnen oder Erbrechen des Verschlusses selbst ausserordentlich erschwert, wenn nicht ganz unmöglich macht, da derjenige, welcher den Verschluss nicht kennt, von aussen überhaupt nicht ermitteln kann, in welcher Weise er auch durch Einbruchswerkzeuge gewaltsam geöffnet werden kann, während selbst bei Kenntnis der Verschlussart das Öffnen mühevolle Arbeit mit besonderen Werkzeugen und während langer Dauer erfordert, die für die Beraubung meist nicht-zur Verfügung steht, um den Einbruch unbemerkt durchführen zu könnens
Die Erfindung selbst besteht darin, dass ein die Schiebetür und den Türrahmen durchsetzender Bolzen mit seinem Kopf in einer Eindrehung eines aussen anzulegenden Unterlagsblockes geschützt liegt und sein sich in das Wageninnere erstreckender Teil ent- .
weder selbsttätig, z. B. durch ein bekanntes, nach dem Einsetzen sich umschlagendes
Gelenkstück oder, falls der Bolzen bei einerseits offenem Wagen eingesetzt wurde, durch einen gewöhnlichen Splint o. dgl. gegen ein Herausziehen gesichert ist. Das Öffnen des Verschlusses kann nur durch Herausbohren des Kopfes und Durchstossen des Bolzens in das Innere des Wagens erfolgen. Voraussichtlich bietet der Verschluss infolge des deckenden Unterlagsblockes keine Angriffsfläche für ein Werkzeug.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung zur Darstellung
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beiden Verschlüssen und dem angelegten Bohrer.
In der Zeichnung bezeichnet a die Schiebetüre, b den Türrahmen, c den Verschlussbolzen, d dessen Kopf, e das Gelenk, an welches das kippbare Endstück. f angesetzt ist. g ist der Unterlageblock, der eine-Eindrehung h besitzt, so zwar, dass der Kopf d des Bolzens vollständig, d. h. ohne vorzustehen, hineinpasst, i-sind die Stützwinkel oder Winkelbeschläge an den Türrahmen, um einerseits'eine gute Führung für den Bolzen zu schaffen und den Widerstand gegen das Herausziehen zu erhöhen. k sind-angeordnete Begrenzungswinkel beiderseits des Bolzengelenkstückes, welche ein Verdrehen des Gelenkstückes verhindern.
Die Tür wird, nachdem beide Türen zugeschoben sind, mit dem Gelenkbolzen dadurch verschlossen, dass vorerst der Unterlagsblock g mit seiner Bohrung vor-die Bohrung in der Türe, die an einer beliebigen Stelle angebracht sein kann, jedoch zweckmässig schwer erreichbar an den oberen Winkelbeschlägon vorgesehen ist, gehalten und nun der Bolzen durchgesteckt. Das Gelenkstück f kippt dann um und sichert den Bolzen gegen das Herausziehen.
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Die Lösung des Verschlusses erfolgt in der Weise, dass, der Kopf d des Bolzens c zentrisch längs seiner ganzen Höhe mit einem Bohrer angebohrt wird, dessen Durchmesser mindestens so gross als der Durchmesser des Bolzens ist, so dass der über den Bolzen seitlich vorstehende Teil des Kopfes abfällt, wenn das gebohrte Loch über den Kopf hinausgeht. Hierdurch wird der Bolzen frei und kann nach innen durchgestossen werden.
Für das zentrische Bohren (mittels einer Brustleier, Bohrratsche o. dgl. ) wird zweck- mässig ein Bügel l (Fig. 5 und 6) benutzt, an dessen freien Schenkelenden kurze Zapfen m vorgesehen sind, mittels welcher der Bügel in Löcher n des Unterlagsblockes g eingesetzt wird. Der Bohrer o geht durch den Steg des Bügels hindurch und. wird dadurch in der Achse des Bolzens c geführt.
Um den Bolzen, c stets so einzusetzen, dass das Gelenk nach abwärts umkippen muss, kann entweder ein Teil des Bolzens (zweckmässig das Gelenkstück) und eine Stelle des Durchzugloches abgeflacht oder aber am Kopfe des Bolzens ein Markierungsstrich p (Fig. 1) vorgesehen sein.
Nach Lösung des Verschlusses wird der vom Kopfe gelöste Bolzen für die gleichen Zwecke unverwen'dbar. Um nun nicht immer die kostspieligen, mit Gelenk versehenen Bolzen unbrauchbar machen zu müssen, kann für jene Tür, welche zuerst geschlossen wird, während die andere noch offen ist, statt des Gelenkes ein einfacher Splint g verwendet werden (Fig. 5). Der Kopf dieses Bolzens wird mit A, jener des Gelenkbolzens mit B versehen. Wenn dies die Verhältnisse zulassen, erfolgt die Öffnung des Verschlusses an dem Bolzen A, so dass der Gelenkbolzen B unversehrt bleibt und wieder verwendet werden kann ; Die'selbsttätige Sicherung des Bolzens, gegen Herausziehen kann auch durch andere bekannte Mittel als das dargestellte (Gelenkstück), so z.
B. durch federnde, im inneren Türrahmen bzw. im Beschlage vorgesehenen Klauen erfolgen, welche im Einschnitte des angesetzten Bolzenendes eingreifen.