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Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern ruhender Objekte oder kinematographiseher Bilder.
Die vorliegende Erfindung hat Abänderungen des Apparates zur Aufnahme von Lichtbildern ruhender oder in Bewegung begriffener Objekte nach dem Patente Nr. 85502 zum Gegenstande, insbesondere hinsichtlich des Mechanismus zum dauernden Auslösen des Motors oder zum Auslösen des Motors für die zur Aufnahme eines einzelnen Bildes erforderliche Zeit, wobei der Motor das Filmband und den Verschluss oder die Blende mitnimmt.
In der Zeichnung ist Fig. i eine Seitenansicht des vollständigen Apparates, bei welcher eine Wand des Kastens fortgelassen ist, um die inneren Teile sehen zu können ; Fig. 2 ist eine Innenansicht der Kastenwand, auf der die Teile zur Steuerung des Motors angebracht sind.
Wie aus Fig. i ersichtlich, ist der Kasten 1', der den Antrieb enthält und der bei dieser Ausführungsform ein Ganzes mit dem den photographischen und kinematographischen Apparat umschliessenden Kasten 1 bildet, wie im Stammpatente mit einer Federtrommel 42 ausgestaltet, die mit Hilfe des Schlüssels 45 aufgezogen werden kann, und deren Zapfen in einer Richtung durch ein Sperrad 100 nebst Klinke 101 gesperrt ist. Der Zahnring 46 der Federtrommel 42 greift in einen Trieb 47 auf der Welle 47', welche den Antrieb besorgt und unter Vermittlung des Zahnrades 48 und des Vorgeleges 48', 48" einen Windflügelregler 49 treibt.
Auf dem Zapfen 47'sitzt noch ein nahe an der Wand 55 liegendes Schaltorgan, das bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Rad mit Sperrzähnen 51 besteht, mit welchen die Teile zum Betätigen des Motors in Eingriff zu treten vermögen. Diese Betätigungsorgane bestehen aus einem Winkelhebel102, der bei 103 an der Wand 55 gelagert ist und durch eine Feder 104 in solcher Stellung gehalten wird, dass die Klinke 105 an seinem Ende mit einem der Zähne 51 des Schaltrades 50 in Eingriff steht. Das Ende 106 des anderen Armes 102 greift unter einen Lappen 107 eines an der Wand 55 beweglichen Schlittens 108, dessen freies Ende nahe vor einem bei 110 mit. Schlitz 11 gelagerten Hebels 109 endigt, der durch eine Feder 112 in der Hochlage gehalten wird, in der ein Zahn 113 ausser Eingriff mit den Zähnen 51 des Rades 50 steht.
Der Arm 106 des Hebels 102 und der Lappen 107 des Schiebers 108 stehen unter der Einwirkung von Knöpfen 66 bzw. 71 und die gegenseitige Lage der Klinken 105 und des Zahnes 113, der Hebel 106 bzw. 109 ist so gewählt, dass sie zwei aufeinanderfolgenden Zähnen des Rades 50 entsprechen.
Drückt man auf den Knopf 66, so dreht sich bloss der Hebel 102 und die Klinke 105 kommt vom Rad 50 los, so dass der Motor sich frei drehen kann und der Apparat ununterbrochen fortarbeitet, bis man den Knopf 66 loslässt ; hierdurch können von einem in Bewegung begriffenen Objekt kinematographische Aufnahmen gemacht werden.
Drückt man auf den Knopf 71, so geht der Lappen 107 herab, der zunächst den Hebel 102 dreht und die Klinke 105 aushebt, dann aber stösst das untere Ende des Schlittens auf den Hebel 109 und dreht ihn herab, so dass sein Zahn 113 in die Bahn der Zähne 51 tritt, wodurch der Zahn 51 aufgehalten wird, der auf denjenigen folgt, welcher vorher vor dem Zahn 113 stand.
In diesem Falle wird also der Motor aufgehalten, nachdem er während des Zeitabschnittes gewirkt hat, der bei entsprechender Bemessung des Übersetzungsverhältnisses und des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen des Rades 50 zur Aufnahme eines einzelnen Lichtbildes ausreicht.
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Lässt man den Knopf'11 los, so gibt der Zahn 113 des Hebels 109 den Zahn 51 frei, mit dem er in Eingriff war, aber die Klinke 105 des Hebels 102 tritt mit einem anderen Zahn 51 in Eingriff, so dass der Motor gesperrt bleibt.
Bei der beschriebenen sehr einfachen Einrichtung kann das Rad 50 nicht durch den Zahn 113 gesperrt werden, bevor es nicht in Gang gesetzt worden ist, so dass es unnütz ist, hierzu Hilfsmittel vorzusehen. Gleichzeitig wird wegen der Form der Zähne 51 jede Reibung zwischen dem Zahn 113 und dem Rad 50 vermieden, bevor das Rad aufgehalten wird.
Um nicht den Finger auf den Knopf 66 gedrückt halten zu müssen, während man eine kinematographische Aufnahme macht, ist es empfehlenswert, auf der oberen Kastenwand einen Drehriegel 11 anzubringen, dessen Schrägfläche 115 über den Knopf 66 geschoben werden kann und dann den Knopf niedergedrückt hält.
Bei dieser Einrichtung ist der Motor dauernd mit dem photographischen und kinematographischen Apparat gekuppelt. Um den Apparat auch von Hand betätigen zu können, wie es z. B. beim Anfertigen von Positiven nötig ist, wird die Welle 47'über den Kasten 47"hinaus nach aussen verlängert, so dass man auf sie eine Kurbel 116 aufstecken kann (Fig. i). Bringt man den Drehriegel 114 mit dem Knopf 66 in Eingriff, das das Sperren des Rades 50 ausschliesst, so kann man die Kurbel 116 drehen und den Apparat von Hand betätigen.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern ruhender Objekte oder kinematographischer Bilder nach dem Patente Nr. 85502, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Welle des Antriebes mitgenommene Organ für gewöhnlich durch einen Hebel gesperrt ist, der sowohl von einem Knopf beeinflusst wird, um den Motor dauernd freizugeben, als auch von einem zweiten Knopf, der gleichzeitig einen zweiten Hebel in Sperrstellung rückt.