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Notenpapier für Orchesterpartituren.
Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf Notenpapier für Orchesterpartituren. Das Wesen der Neuerung besteht darin, dass die Entfernung der einzelnenen Systeme voneinander dem Tonumfang der Instrumente angepasst ist, deren Stimmen auf diesen Systemen eingetragen werden sollen. Hierbei ist es zweckmässig, den Linienabstand innerhalb einzelner Systeme grösser als innerhalb anderer Systeme zu machen.
Die Neuerung wird durch die Zeichnung veranschaulicht.
Der gesamte bedruckte Raum ist in etwa 1900 eingeteilt. Als ein Grad ist hierbei der Abstand zwischen zwei Linien innerhalb eines der engen Systeme gedacht. Bei den breiten Systemen sind die einzelnen Linien li/40 voneinander entfernt. Um für die richtige Entfernung der einzelnen Systeme voneinander Beispiele zu geben, sei folgendes bemerkt :
Der tiefste und schon selten verwendete Ton der 2. Flöte ist h. Der höchste noch brauchbare Ton der I. Oboe, deren System unterhalb des Systems der 2. Flöte liegt, ist f. Da zwischen den beiden Noten noch eine Linie verbleiben muss, so ist ein Abstand von 60 zwischen den beiden genannten Systemen gewählt.
Bei der 2. Klarinette ist der tiefste Ton e. Beim I. Fagott ist der höchste Ton a (in Bassnoten geschrieben). Wenn man auch zwischen diesen. beiden Noten eine Linie sich denkt, so sind 80 zwischen dem System der 2, Klarinette und dem System des I. Fagott notwendig.
Praktisch ist der vorhandene Raum reichlich gross bemessen, da es ja kaum vorkommen wird, dass ein hohes f in der i. Oboe zusammen mit einem tiefen h in der 2. Flöte geschrieben wird. Beide Instrumente werden sich gewöhnlich in entsprechend hoher oder tiefer Lage gemeinsam bewegen.
, Wie in der Zeichnung ersichtlich, sind die Systeme für Streichquartett (i. Geige, 2. Geige, Bratsche und Cello) breiter als die übrigen Systeme, d. h. der Abstand der einzelnen Notenlinien ist hier grösser. Diese Anordnung ist von Vorteil, da diese Stimmen häufig geteilt vorkommen. Die engen Systeme würden bei einer solchen Teilung vollständig versagen. Ausserdem hat die Verbreiterung gerade dieser Systeme den Vorteil, dass die im
Orchester wichtigsten Stimmen mit Deutlichkeit lesbar sind.
Die Teilungen in den vier Systemen der Hörner, Trompeten und Posaunen verlangen nicht ein breites System, da die Bewegung in diesen Stimmen ein klares Bild ohne die geringste Schwierigkeit ermöglicht, besonders bei strenger Durchführung des Streichens nach oben und unten.
In den weitaus meisten Fällen kommt man mit vier Systemen für den Gesang aus. Es ist praktisch unmöglich, alle denkbaren Fälle von vornherein bei der Herstellung eines für die Komposition bestimmten Notenpapieres zu berücksichtigen. Hier kann und darf es sich nur darum handeln, bei grösster Sparsamkeit an Raum die Rücksicht auf Format und die deutliche Lesbarkeit der beschriebenen Noten miteinander in Einklang zu bringen. Unter diesem Gesichtspunkt sind bei der vorliegenden Anordnung vier Systeme in einer Entfernung von 60 gewählt worden.
Das Notenpapier ist für die am meisten gebräuchliche Orchesterbesetzung hergestellt.
Bei kleinerer Besetzung ermöglicht das Papier leicht das Einziehen fehlender Stimmen.
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Aber auch bei grösserer Besetzung lassen sich z. B. die 3. Bläser leicht auf dem System der 2. Bläser einordnen. Es können auch in diesem Falle freibleibende Linien benutzt werden.
Beim Vordruck der Instrumente ist die Vorzeichnung der Schlüssel absichtlich fortgelassen. Viele Systeme wechseln den Schlüssel, und ausserdem pflegen die Schlüssel nur auf der ersten Seite vorgezeichnet zu werden. Es wird auf diese Weise ein unnötiges Durchstreichen von vorgedruckten Schlüsseln vermieden.
Die neue Anordnung der Systeme auf dem Papier erleichtert die Kompositionsarbeit ganz ausserordentlich und macht sich schon beim Schreiben der ersten Seite in überraschender Weise angenehm bemerkbar. Das fertige Partiturbild ist wesentlich harmonischer als bisher und erleichtert das rasche Auffassen der Partitur ausserordentlich.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Notenpapier für Orchesterpartituren, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung der einzelnen Systeme voneinander dem gebräuchlichen Tonumfang der Instrumente angepasst ist, deren Stimmen auf diesen Systemen eingetragen werden sollen.