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Fahrbare Knet-und Mischmaschine mit kippbarem Knettrog.
Es sind bereits transportable Knetmaschinen, insbesondere für die Feldbäckerei bekannt,- bei denen die Knetmaschine oben auf einer Protze montiert war. Da die Protze so hoch gebaut werden musste, dass unter der Achse genügend freien Raum verblieb, um beim Fahren in sandigem Boden usw. einen freien Durchgang von Hindernissen zu gestatten, kam der Schwerpunkt der Maschine sehr hoch zu liegen, was zur Folge hatte, dass die Protze beim Fahren leicht umkippte. Im übrigen war dadurch auch die Beschickung und Bedienung der Knetmaschine aufs höchste beeinträchtigt, so dass sich derartige Feldknetmaschinen nicht einführen konnten.
Die vorliegende Erfindung will bei einer solchen Feldknetmaschine die oben erwähnten Nachteile beseitigen, und zwar wird dies dadurch erreicht, dass der Knettrog und seine Antriebsteile kippbar auf einer Achse, z. B. der Radachse, angeordnet sind, so dass der Knettrog zur Arbeit dem Erdboden genähert werden kann und. dadurch für den Bäcker leicht zugänglich wird, beim Fahren jedoch hochgekippt werden kann, derart, dass unterhalb der Radachse keinerlei vorstehende Teile bestehen und daher etwaige Hindernisse beim Fahren frei hindurchgehen können. Gegebenenfalls lässt sich dieses Kippen der Maschine um die Achse noch weiter bewirken, was zur Folge hätte, dass der Knettrog in eine lotrechte Lage kommt, in welcher der Teig leicht herausbefördert werden kann.
Die somit resultierende niedrige Bauart verhindert jedes Kippen der Maschine bzw. des Gefährtes, während bei der Arbeit der Knettrog leicht zugänglich ist und im übrigen auch leicht bedient werden kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel verauschaulicht, und zwar ist
Fig. i ein senkrechter Schnitt durch die neue Feldknetmaschine in Arbeitsstellung,
Fig. 2 eine ähnliche Darstellung in Fahrstellung,
Fig. 3 eine ähnliche Darstellung in weiter gekippter Lage, um den Teig aus dem Knetbottich herauszubefördern.
Auf zwei Tragrädern 1, die durch die Radachse 2 verbunden sind, sitzen zwei eiserne
Wangen oder Backen 3, die mit Lagerteilen auf der Radachse 2 kippbar angeordnet sind. Es besteht aber auch die Möglichkeit, diese Wangen auf einer besonderen Kippachse anzuordnen. Diese Wangen sind die Träger aller Teile der Knetmaschine. Eine untere Querplatte 4, die bei der Arbeit auf dem Erdboden oder in der Nähe desselben liegt, stützt zunächst den Knettrog 5. In dem gewählten Ausführungsbeispiel ist dieser Knetlog drehbar ausgestaltet und mit einem Zapfen 6 in einem Lagerstück 7 gelagert, das mit der Platte 4 verbunden ist.
Es besteht aber auch Möglichkeit, den Knettrog 5 fahrbar auszugestalten, ähnlich so, wie es bei den gewöhnlichen Knettrögen der Fall ist, und diesen zur Arbeit
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oder durch eine Riemenscheibe 10 von einer Kraftquelle her angetrieben wird. Von dieser Welle 9 wird zunächst durch Zahnräder 11 und 12 der Knetflügel 13 angetrieben, der in üblicher Weise die im Knetbottich 5 untergebrachte Teigmasse knetet. Ausserdem wird durch ein auf der Knetflügelachse angebrachtes Zahnrad 14 durch Kette oder ähnliche Mittel ein Zahnrad 15 angetrieben, das auf einer Welle 16 sitzt. Diese Welle 16 wird von Lagerstücken 17 und 18 von verschiedenen Punkten der Wangen 3 getragen, und zwar verläuft sie derart, dass sie dicht unterhalb der Radachse 2 zu liegen kommt.
Durch ein Zahnrad 19 wird von der Welle 16 mittels des Zahrades 20 der Knetbottich 5 gedreht.
Selbstverständlich können die Antriebsorgane zur Bewegung des Knetflügels und gegebenenfalls zur Drehung des Knettroges mannigfaltigen Abänderungen unterliegen, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinträchtigen.
An der Maschine, und zwar zweckmässig ebenfalls an den Wangen 3 ist noch ein bei 21 kippbares Trittbrett 22 befestigt, welches durch eine Strebe 23, die bei 24 an den Wangen 3 befestigt ist, unterstützt wird. Auf diesem Trittbrett kann gegebenenfalls ein Antriebsmotor untergebracht werden, wenn der Antrieb der Knetmaschine von einer Kraftquelle aus erfolgen soll. Die Strebe 23 reicht zweckmässig bis zum Erdboden und trägt dann dazu bei, das unbeabsichtigte Kippen der Maschine zu verhindern. Beim Gebrauch der Knetmaschine werden die Tragräder 1 zweckmässig noch durch Bremsklötze 25 gehalten und gesichert,
Fig. i zeigt die Arbeitslage. der Knetmaschine.
Bei dieser liegt der Knettrog, weil er von der auf dem Erdboden oder in der Nähe des Erdbodens liegenden Platte 4 unterstützt
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wird, im bequemen Bereich der Bedienungsmanschaft. Steht eine Kraftquelle zum Antrieb nicht zur Verfügung, so kann der auf dem Trittbrett 22 stehende Bedienungsmann durch Kurbel 9 den Antrieb bequem bewirken. Wie schon erwähnt, kann der Knettrog auch selbständig fahrbar ausgestaltet sein, wenn dies erwünscht sein sollte.
Zum Fahren wäre dagegen die in Fig. i dargestellte Arbeitslage nicht geeignet, weil die unterhalb der Radachse liegenden Teile mit Hindernissen in Berührung kommen würden.
Daher wird zum Fahren die ganze Knetmaschine um die Kippachse gekippt und in die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht. Dies geschieht dadurch, dass die Wangen. 8 entweder um die Radachse 2 oder um eine besondere Kippachse, wenn diese vorgesehen ist, herumgekippt werden. Dieses Herumkippen kann entweder von Hand aus oder mittels eines besonderen geeigneten Getriebes geschehen. Durch ein solches Kippen der Wangen 3 kommt der Knetbottich in die in der Zeichnung dargestellte gehobene Lage,'und die Achse 16 nimmt dabei annähernd eine wagrechte Lage unterhalb der Radachse ein. Die Kurbel 9 kann zweckmässig entfernt werden. Bei 26 sind die Wangen derart abgeschrägt, dass in der Fahrlage dieser Teil 26 ebenfalls annähernd wagrecht liegt.
Mithin entsteht in der Fahrlage unterhalb der Radachse ein völlig freier Raum, der nicht nur das Befahren sandiger Wege gestattet, sondern auch das Passieren relativ grosser Hindernisse ermöglicht, ohne dass vorstehende Teile hinderlich sind.
Das Kippen der Wangen 3 kann aber noch weiter erfolgen, und zwar wie Fig. zeigt, so weit, dass der Knettrog eine annähernd lotrechte Lage einnimmt. In diesem Fall kann dann. eine Platte 27, welche die beiden Wangen 3 verbindet, als Tisch dienen und die aus dem Knetbottich heraustretenten Teigmasse direkt oder mit einer hier aufgelegten Unterlage aufnehmen. Eine an der Riemenscheibe 10 an Stelle der abnehmbaren Kurbel 9 befestigte Stützplatte 28 kann in dieser Lage die Maschine gegen den Erdboden abstützen.
Für das Fahren wird das Trittbrett 22 natürlich hochgekippt und liegt dann dicht unter der Radachse 2. In dieser Lage kann das Trittbrett vorzüglich als Schmutzfänger dienen, während die besondere Stütze 23 für die Transportlage abzunehmen und gesondert unterzubringen ist,
Die ganze Anordnung der Teile auf der Kippachse erfolgt derart, dass diese ganz oder nahezu'ausbalanciert sind. Zweckmässig liegt daher der Knettrog auf der einen Seite und die Antriebsteile auf der anderen Seite der Kippachse.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Fahrbare Knet-und Mischmaschine mit kippbarem Knettrog, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippachse des Knettroges entweder selbst die auf Fahrrädern gelagerte Radachse bildet oder dicht über der Radachse so angeordnet ist, dass der Knettrog in der einen Kipplage, auf der Erde stehend, bedient, in der anderen Kipplage entleert und in einer Zwischenlage auf den Fahrrädern transportiert werden kann.