AT8497U1 - Warmhaltegerät - Google Patents
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Abstract
Ein Warmhaltegerät (1) weist eine sich nach oben erstreckende Umfangswand (2a, 2b) auf, die in ihrem oberen Randbereich eine Öffnung (9) definiert, in die ein Behälter (10), insbesondere Gastronormbehälter, eingehängt werden kann. Eine im unteren Randbereich der Umfangswand (2a, 2b) befindliche Halterung (5) für Wärmequellen, insbesondere Kerzen oder Teelichter (7), ist in das Warmhaltegerät (1) einschiebbar und herausziehbar. Weiters umgibt die Umfangswand (2a, 2b) den Behälter (10) mit einem Zwischenraum (11), damit erwärmte Luft die Seitenwände und den Boden des Behälters umströmen kann.
Description
2 AT 008 497 U1
Die Erfindung betrifft ein Warmhaltegerät zum Warmhalten von in einem Behälter, insbesondere Gastronormbehälter, befindlichen Suppen, Saucen und anderen Speisen.
Die Erfindung betrifft weiters eine Kombination aus einem erfindungsgemäßen Warmhaltegerät 5 und einem darin eingehängten Behälter, insbesondere Gastronormbehälter.
Herkömmliche Warmhaltegeräte, die in der Gastronomie unter dem Namen „Bain-Marie“ bekannt sind, weisen eine Wanne auf, in der sich ein Wasserbad befindet, das elektrisch beheizt wird. In dieses Wasserbad werden so genannte Gastronormbehälter eingehängt, in denen sich io Speisen befinden, die warm zu halten sind. Die Gastronormbehälter sind in verschiedenen Tiefen bis 20 cm vorgesehen. Nachteilig an diesen bekannten „Bain-Maries“ ist ihr hoher Stromverbrauch, da das Wasserbad zunächst stundenlang auf eine vorgegebene Warmhaltetempera-tur (zwischen 65 und 75 °C) aufgeheizt werden muss und anschließend auf dieser Temperatur gehalten werden muss, unabhängig davon, wie viele Gastronormbehälter in das Wasserbad 15 eingehängt sind. Da beim Entnehmen der Speisen aus dem Gastronormbehälter immer wieder Speisen und Flüssigkeiten in das Wasserbad gelangen, muss die „Bain-Marie“ aus hygienischen Gründen täglich gewaschen und gesäubert werden.
Es ist die Aufgabe der Erfindung ein Warmhaltegerät bereitzustellen, das die Nachteile des 20 Standes der Technik vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Warmhaltegerät gelöst, das eine sich nach oben erstreckende Umfangswand aufweist, die in ihrem oberen Randbereich eine Öffnung definiert, in die ein Behälter, insbesondere Gastronormbehälter, eingehängt werden kann. Im 25 unteren Randbereich der Umfangswand befindet sich eine Halterung für Wärmequellen, insbesondere Kerzen oder Teelichter.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es auf billigste Weise Säfte und Speisen bei 65 bis 75 °C warm zu halten. Die Erfindung vermeidet die Verwendung eines Wasserbades und damit ho-30 hen, unnötigen Stromverbrauch. Ebenso erspart man sich das tägliche Waschen und Säubern des Warmhaltegeräts und somit viel Arbeitszeit des Küchenpersonals. Man erspart sich weiters das Umleeren von Speisen und Flüssigkeiten in andere Gastronormgeräte, das beim Stand der Technik notwendig ist, um das Wasserbad ökonomischer zu nutzen. Als Wärmequellen werden bevorzugt Kerzen, und dabei insbesondere Teelichter verwendet. Die Anzahl der Teelichter 35 richtet sich dabei nach der Menge und Dichte der warmzuhaltenden Flüssigkeiten oder Speisen.
Einfache Handhabbarkeit des erfindungsgemäßen Warmhaltegeräts und insbesondere der leichte Austausch der Wärmequellen wird ermöglicht, indem die Halterung für die Wärmequel-40 len als Lade ausgebildet ist, die durch einen Schlitz in der Umfangswand in das Warmhaltegerät geschoben und daraus herausgezogen werden kann.
Um für den einzuhängenden Behälter, insbesondere Gastronormbehälter, eine stabile Auflage bereitzustellen, ist es weiters zweckmäßig, wenn die Umfangswand an ihrem die Öffnung defi-45 nierenden oberen Rand Laschen aufweist, die als Auflagen für einen Behälter, insbesondere Gastronormbehälter, fungieren. Für die Luftzufuhr und -abfuhr sind in zumindest einer Umfangswand des Warmhaltegerätes Schlitze ausgebildet. Zur Abfuhr der erwärmten Luft kann die Umfangswand an ihrem oberen so Randbereich Ausschnitte bzw. Vertiefungen aufweisen. Für eine hohe Lebensdauer und gute Hygieneeigenschaften sowie leichte Reinigung des erfindungsgemäßen Warmhaltegeräts ist in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, das Warmhaltegerät aus Edelstahlblech oder einem anderen nicht brennbaren Material zu fertigen. 55
Claims (8)
- 3 AT 008 497 U1 Die Erfindung umfasst auch die Kombination aus einem Warmhaltegerät, wie oben definiert, und einem in die Öffnung des Warmhaltegeräts eingehängten Behälter, insbesondere einem Gastronormbehälter mit genormten Maßen, wobei sich diese Kombination dadurch auszeichnet, dass die Umfangwand des Warmhaltegeräts einen solchen Querschnitt aufweist, dass sie den 5 Behälter mit einem Zwischenraum umgibt. Durch diese Maßnahme kann die im Warmhaltegerät erwärmte Luft den Boden und die Seitenwände des Behälters umströmen, wodurch eine gute und gleichmäßige Wärmeabgabe an den Behälter garantiert ist. Um ein Anbrennen der in dem Behälter befindlichen Speisen und Flüssigkeiten zu verhindern, io ist in einer Fortbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Umfangswand des Warmhaltegeräts eine solche Höhe aufweist, so dass zwischen den Wärmequellen und dem Boden des Behälters ein ausreichender Abstand besteht. Die Erfindung wird nun anhand eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels unter Be-15 zugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen ist das erfindungsgemäße Warmhaltegerät in folgenden Ansichten dargestellt: In Fig. 1 in Vorderansicht, in Fig. 2 in Seitenansicht von links, in Fig. 3 in Seitenansicht von rechts, in Fig. 4 in Rückansicht und in Fig. 5 in Draufsicht. 20 Das erfindungsgemäße Warmhaltegerät 1 weist eine sich nach oben erstreckende Umfangswand auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus zwei Hälften 2a, 2b besteht, die jeweils aus Edelstahlblech in die gewünschte Form gebogen und an Falzen 8, 8’ zusammengefügt werden, z.B. durch Zusammenstecken. Die beiden Hälften 2a, 2b der Umfangswand definieren 25 in ihrem oberen Randbereich eine Öffnung 9, die so bemessen ist, dass ein Behälter 10, der vorzugsweise als Gastronormbehälter ausgebildet ist, eingehängt werden kann (siehe Fig. 1), wobei die Umfangswand einen solchen Querschnitt aufweist, dass zwischen den Seitenwänden des Behälters 10 und der Umfangswand 2a, 2b ein Zwischenraum 11 definiert ist, in den die erwärmte Luft aufsteigen und somit ihre Wärme an den Boden und die Seitenwände des Behäl-30 ters 10 abgeben kann. Damit der Behälter 10 mit seinem oberen Rand gut im Warmhaltegerät 1 sitzt, sind am oberen Rand der Umfangswand 2a, 2b Laschen 6 ausgebildet, die als Auflagen für den Behälter 10 fungieren. Im unteren Randbereich der Umfangswand 2a, 2b befindet sich eine als Lade 5 ausgebildete 35 Halterung für Wärmequellen, insbesondere Kerzen oder Teelichter 7. Die Lade 5 kann durch einen Schlitz 12 in der Umfangswand 2a, 2b in das Warmhaltegerät geschoben werden, wo sie in einer Endstellung einrastet und daraus herausgezogen werden. Die Frischluftzufuhr erfolgt durch in Bodennähe in der linken und rechten Seite der Umfangs-40 wand ausgebildete Schlitze 3, 3'. Die von den Teelichtern 7 erwärmte Luft steigt auf, umströmt den Behälter 10 und kann durch Ausschnitte 4 am oberen Rand der Umfangswand 2a, 2b ins Freie strömen, wodurch ein Hitzestau vermieden wird. Damit ein Anbrennen der in dem Behälter befindlichen Speisen verhindert wird, ist die Höhe der 45 Umfangswand 2a, 2b des Warmhaltegeräts 1 so bemessen, dass zwischen den Teelichtern 7 und dem Boden des eingehängten Behälters 10 ein ausreichender Abstand d besteht. Wenn der Behälter 10 als Gastronormbehälter ausgebildet ist, so ist zu erwähnen, dass diese eine maximale Tiefe von 20 cm aufweisen. Wenn die Höhe der Umfangswand 2a, 2b mit etwa 26 cm festgelegt wird, so ist der Abstand d, der bei einer angenommenen Höhe des Teelichts 7 von so ca. 2 cm ca. 4 cm beträgt, noch ausreichend. Ansprüche: 1. Warmhaltegerät (1), gekennzeichnet durch eine sich nach oben erstreckende Umfangs- 4 AT 008 497 U1 wand (2a, 2b), die in ihrem oberen Randbereich eine Öffnung (9) definiert, in die ein Behälter (10), insbesondere ein Gastronormbehälter, eingehängt werden kann, sowie durch eine im unteren Randbereich der Umfangswand befindliche Halterung (5) für Wärmequellen, insbesondere Kerzen oder Teelichter (7).
- 2. Warmhaltegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) für Wärmequellen als Lade ausgebildet ist, die durch einen Schlitz (12) in der Umfangswand (2a, 2b) in das Warmhaltegerät (1) geschoben und daraus herausgezogen werden kann.
- 3. Warmhaltegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (2a, 2b) an ihrem die Öffnung definierenden oberen Rand Laschen (6) aufweist, die als Auflagen für einen Gastronormbehälter (10) fungieren.
- 4. Warmhaltegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer oder mehreren Umfangswänden Schlitze (3, 3') zur Luftzufuhr und -abfuhr ausgebildet sind.
- 5. Warmhaltegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand an ihrem oberen Randbereich Ausschnitte (4) bzw. Vertiefungen aufweist.
- 6. Warmhaltegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Edelstahlblech oder aus einem anderen nicht brennbaren Material gefertigt ist.
- 7. Kombination aus einem Warmhaltegerät (1) gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 und einem in die Öffnung (9) des Warmhaltegeräts eingehängten Behälter (10), insbesondere Gastronormbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangwand (2a, 2b) des Warmhaltegeräts einen solchen Querschnitt aufweist, dass sie den Behälter (10) mit einem Zwischenraum (11) umgibt.
- 8. Warmhaltegerät-Behälter-Kombination nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (2a, 2b) des Warmhaltegeräts eine solche Höhe aufweist, dass zwischen den Wärmequellen (7) und dem Boden des eingehängten Behälters ein Abstand (d) besteht, der so bemessen ist, dass ein Anbrennen der in dem Behälter befindlichen Speisen verhindert wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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2005
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