AT84694B - Verfahren zur Herstellung von Betonschiffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Betonschiffen.

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AT84694B
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Ingenieure L Kauf U H Brunner
Josef Bauer Ing
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  Verfahren zur Herstellung von Betonschiffen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Betonschiffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die vorher aus armiertem Beton fast durchwegs in einheitlicher Form hergestellten Aussenhaut-und Bodenplatten unter Belassung lichter, vertikaler Stossfugen in eine dem Schiffe entsprechende Form bzw.

   in die den Plattengängen entsprechenden Stellungen verlegt und hierauf die Spanten, Vorder-und Achtersteven sowie die den Längsverband bildenden Stringer-und Bodenrahmen derart einbetoniert werden, dass sie ein starres zusammenhängendes Ganzes bilden, das die Platten der Aussenhaut und des Bodens beiderseits erfasst und   in.   Stellung   hält,  
Die Spanten und Steven erhalten hierbei T-förmigen Querschnitt, deren Gurtteile die Platten von aussen umfassen, während sich die innen liegenden Stege hinter den die lichten Stossfugen der Platten erfüllenden Teilen verbreitern und mit diesen verbreiterten Teilen die Platten von innen umfassen. 



   Zur Erzielung einer glatten Aussenhaut werden die Platten an ihren längs der Spanten und Steven liegenden Stössen abgesetzt, so dass an allen diesen Stössen breite Rinnen entstehen, in welche die Gurtteile der T-förmigen Querschnitte der Spanten und Steven Platz finden. 



   In der Zeichnung ist ein im Sinne dieses Verfahrens hergestelltes Betonschiff in einem Spantenquerschnitte und einer teilweisen, nach A-A der Fig.   1   geschnittenen Draufsicht gezeigt. Fig. 3 zeigt den Stoss zweier Platten an einem Spant in grösserem Massstabe. 



   Der Erfindung gemäss werden vorerst die zur Bildung der Aussenhaut und des Bodens erforderlichen Platten n   bzw. - nl   aus armiertem Beton hergestellt. Diese Platten n, nl sind durchwegs grundsätzlich gleichgebaut, zeigen jedoch verschiedene Flächenform, je nachdem sie zur Bildung normal verlaufender Teile der Aussenhaut und des Bodens oder zur Bildung des Hecks oder Buges dienen. 



   Die Platten sind in der Richtung des von Spant zu Spant laufenden Querschnittes gesprengt, so dass sie mit den Flächen 3 gegen die Spanten schief abfallen ; diese parallel zu den Spanten a, b laufenden Flächenstreifen 3 (Fig. 2 und 3) gehen durch schief nach einwärts unterschnittene Absätze 2 in die mittleren Flächenpartien der Platte über. An ihren senkrecht zu den Spanten stehenden Kanten sind die Platten durch gegen die Innenfläche vortretende Flanschen t   (Fig. 1)   verstärkt und an den Aussenflächen der letzteren halbrinnenförmig ausgenommen, so dass durch den Zusammenstoss zweier Flanschen t nach aussen offene, schmale Rinnen o entstehen. 



   Die so geformten Platten n, nl werden in die dem zu bauenden Schiffe entsprechende Form bzw. in die den Plattengängen entsprechenden Stellungen so verlegt, dass sie an den senkrecht zu den Spanten laufenden, von den Flanschen t begrenzten Seiten voll zusammenstossen, während zwischen je zwei, im selben Plattengange liegenden Platten n (bzw. ni) ein Zwischenraum v (Fig, 3) von einigen Zentimetern verbleibt, an welchen sich beiderseits eine breite, an ihren Rändern 2 unterschnittene und gegen die Mitte vertiefte Rinne anschliesst ; die gleiche Verlegungsart findet auch längs der   Vorder-und Achtersteven g, f   statt.

   Zwischen dem tiefsten Plattengange der Aussenhaut und den seitlichen Begrenzungs- 

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 linien des ganzen Bodenplattensystems wird ein zur Bildung des Bodenrahmens   lz   bestimmter Zwischenraum ausgespart. 



   Nach dem in diesem Sinne erfolgten Versetzen der Platten werden die längs der Spantenlinien zwischen den Platten n bzw.   Mi   liegenden Zwischenräume v   (Fig.   3) sowie die an den Aussenseiten der Platten liegenden Rinnen   u   bzw. die den Gurten b, q der Spanten und Steven entsprechenden Hohlräume mit Beton   ausgestampft,   hierauf die zur Bildung der im Innern des Schiffes liegenden Stege q, r der Spanten und Steven erforderlichen Formen in Stellung gebracht und mit Beton ausgegossen.

   Dabei werden die im Schiffsinnern liegenden Querschnitte der Stege a, r breiter gehalten als die zwischen den Platten belassenen lichten Zwischenräume v, so dass die Platten n bzw.   n1   zwischen den Gurten b, q und den verstärkten Teilen der Stege b, q festgehalten werden und damit ein den Aussendruck aufnehmendes Widerlager erhalten. In gleicher Weise wird hierauf der Stringerrahmen   In   und der Bodenrahmen   h   gegossen, wodurch ein die Plattengänge beiderseits umfassendes starres Rippengebilde entsteht. 



   Nach Fertigstellung dieser Arbeiten werden die senkrecht zu den Spanten liegenden Stösse der Platte n,   1tl   durch Ausfüllen der in den Stössen liegenden, nach aussen offenen Rinnen o mit Zement abgedichtet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Betonschiffen, dadurch gekennzeichnet, dass die vorher aus armiertem Beton in einheitlicher Form hergestellten Aussenhaut-und Bodenplatten unter Belassung lichter, vertikaler Stossfugen in eine dem Schiffe entsprechende Form bzw. in die den Plattengängen entsprechenden Stellungen verlegt und hierauf die Spanten, Vorderund Achtersteven sowie die den Längsverband bildenden Stringer-und Bodenrahmen derart einbetoniert werden, dass sie ein starres zusammenhängendes Ganzes bilden, das die Platten der Aussenhaut und des Bodens beiderseits erfasst und in Stellung hält. - 2.
    Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanten und Steven T-förmigen Querschnitt erhalten, deren Gurtteile die Platten von aussen umfassen, während sich die innen liegenden Stege hinter den die lichten Stossfugen der Platten erfüllenden Teilen verbreitern und mit diesen verbreiterten Teilen die Platten von innen umfassen.
    3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die. Platten zur Erzielung einer glatten Aussenhaut an ihren längs der Spanten und Steven liegenden Stosskanten abgesetzt sind, so dass an allen diesen Stössen breite Rinnen entstehen, in welchen die Gurtteile der T-förmigen Querschnitte der Spanten und Steven Platz finden.
    4. Stringer-und Bodenplatten zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass diese in ihrem von Spanten u Spanten laufenden Querschnitte gesprengte Form besitzen und beim Übergänge der Mittelpartie in die der Sprengungentsprechenden, schief abfallenden Randstreifen nach einwärts unterschnitten abgesetzt sind, so dass durch Zusammenstoss je zweier dieser Kanten breite, an ihren Rändern unterschnittene und gegen die Mitte vertiefte Rinnen entstehen.
    5. Stringer-und Bodenplatten zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass diese an ihren senkrecht zu den Spanten stehenden Kanten durch gegen die Innenfläche vortretende Flanschen (t) verstärkt und an den Aussenflächen dieser Flanschen (t) halbrinnenförmig ausgenommen sind, so dass durch den Zusammenstoss zweier Flanschen (t) nach aussen offene, schmale, tiefe Rinnen entstehen, zur Aufnahme eines abdichtenden Betongusses.
AT84694D 1919-01-07 1919-01-07 Verfahren zur Herstellung von Betonschiffen. AT84694B (de)

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