AT83991B - Schußsichere Bleche. - Google Patents

Schußsichere Bleche.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schusssichere Bleche. 



   Die Anforderungen, die man an Schilde gegen Infanteriegeschosse stellt, werden wegen der fortwährend wachsenden Durchschlagskraft der. Infanteriegeschosse ständig gesteigert ; gleichzeitig wird wegen einer möglichst weitgehenden Anwendbarkeit die Forderung nach geringerer Blechstärke immer allgemeiner. Es ist nun gelungen, einen Stahl zu finden, der diesen. eigentlich gegensätzlichen Anforderungen, das ist hohe Widerstandsfähigkeit gegen Durchschlagskraft der Infanteriegeschosse und geringe Blechstärke, bei entsprechender Behandlung im besonderen   Masse   entspricht. 



   Diese Legierung hat, abgesehen von den üblichen Beimengungen-das sind Spuren   \on   Chrom, Kupfer usw. - folgende Zusammensetzung : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 0'25 <SEP> bis <SEP> 0#50% <SEP> Kohlenstoff,
<tb> o'75 <SEP> i'30% <SEP> Mangan,
<tb> I'40 <SEP> 2'3o% <SEP> Silizium,
<tb> g'oo <SEP> 7'00% <SEP> Nickel.
<tb> 
 
 EMI1.2 
 aber der Kohlenstoffgehalt etwas höher, und zwar zwischen 0. 45 und 0. 70% gehalten werden muss. 



   Die Zähigkeit, die für die Schusssicherheit erforderlich ist, wird durch ein auf das Härten folgendes Anlassen erreicht. Die vorteilhafteste Anlasstemperatur liegt zwischen 23o und 400  C. 



  Die Zeitdauer des Anlassens kann man je nach der gewählten Temperatur nur nach Sekunden bemessen oder bis zu einer halben Stunde und darüber ausdehnen. 



   Eine entsprechende Wirkung wird auch erreicht, wenn das Blech in einem auf etwa 1500 bis 4500 C angewärmten Härtebad abgelöscht wird, ohne nachfolgendes besonderes Anlassen. 



  Es werden dann eben Härten und Anlassen vereinigt. Als   Härtebad   kann jede Salzmischung, jedes Metall oder jede Metallegierung verwendet werden, die bei den angegebenen Temperaturen flüssig ist. Insbesondere eignen sich Blei oder die Legierungen des Bleis mit Zinn oder Antimon. 



   Es ist eine wertvolle Eigenschaft dieser Legierung, dass das Gefüge, das bei der beschriebenen   Anlassbehandlung   entsteht, im Gegensatze zu den bei den meisten Stahllegierungen auftretenden   Anlassgefügen gegenüber Temperaturschwankungen   bei der Anlassbehandlung verhältnismässig unempfindlich ist. Bei Chrom-Nickelstählen und anderen Legierungen, die vielfach für schuss-   '.   ichere Bleche verwendet werden, genügen ziemlich niedere Temperaturgrade, um das Anlass   g : füge gänzlich   zu zerstören und die Härtung vollständig aufzuheben. Bestimmte Festigkeiten erreichen, die etwas unterhalb der nach dem Härten vorhandenen Festigkeit liegen und welche 
 EMI1.3 
 praktisch nicht durchführbar ist.

   Bei der vorliegenden Legierung kann sowohl der Anlasstemperatur wie der Anlassdauer ein weiterer Spielraum gelassen werden, ohne dass jenes Anlassgefüge, welches neben ausreichender Festigkeit die zweckentsprechendeste Zähigkeit gewährleistet, zerstört wird. 



  Dieser Umstand ermöglicht die praktische Verwendbarkeit im ausgedehnten Masse. 



   Ein so hergestelltes Blech hat beispielsweise bei 5¸   MM Dicke   dieselbe Widerstandsfähigkeit gegen Infanteriespitzgeschosse, wie Bleche, die heute zu solchem Zwecke hergestellt werden, mit einer Dicke von 6   MM.   



   Ein Zusatz von Silizium zu   Nickelstählen   ist zwar schon aus der   französischen   Patentschrift Nr. 344095 aus dem Jahre   1904   (Dion und Bouton) bekannt, und zwar wird durch diesen 

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 bezweckt bei perlitischen Nickelstählen eine Erhöhung der Festigkeit unter geringer Verminderung der Zähigkeitseigenschaften ; bei martensitischen Nickelstählen eine ganz besondere Erhöhung der Festigkeit ohne Verminderung des Schlagwiderstandes. 



   Im vorliegenden Falle handelt es sich abel nicht um die Erreichung einer hohen Festigkeit. sondern vielmehr um die Erreichung eines ganz besonderen Zweckes, nämlich der Widerstandsfähigkeit gegen Infanteriegeschosse. Diese Eigenschaft, dem Infanteriegeschoss Stand zu halten. wird nicht gekennzeichnet durch besonders hohe Festigkeit. Man kann nur sagen, dass eine besonders hohe Zähigkeit dafür erforderlich ist. Gerade die Zähigkeit wird nun bei den perlitischen Stählen der französischen Patentschrift Nr. 344095 durch den Siliziumzusatz herabgesetzt. Die perlitischen Stähle kommen aber hier allein in Betracht, da die vorliegenden Legierungen sämtlich perlitisches Gefüge besitzen. 



   Nach den Angaben der genannten Patentschrift könnten auch niemals schusssichere Bleche hergestellt werden, weil zur Erreichung der Schusssicherheit, abgesehen von der chemischen Zusammensetzung, eine ganz bestimmte, oben angegebene Wärmebehandlung nötig ist. Bleche, die trotz richtiger Zusammensetzung dieser bestimmten Wärmebehandlung nicht ausgesetzt werden, erfüllen niemals den beabsichtigten Zweck. Es handelt sich bei der vorliegenden Erfindung auch nicht um einen Nickel-Siliziumstahl, sondern um einen Nickel-Silizium-Manganstahl. Der Mangangehalt in der angegebenen Höhe ist zur Erreichung des Zweckes notwendig. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
 die neben den üblichen Beimengungen 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 0#25 <SEP> bis <SEP> 0#50% <SEP> Kohlenstoff.
<tb> 



  0'75'J <SEP> 1'30% <SEP> Mangan,
<tb> 1#40 <SEP> # <SEP> 2#30% <SEP> Silizium <SEP> und
<tb> 3'oo <SEP> 7'oo% <SEP> Nickel
<tb> 
 enthält, und   bei @hrer Herstellung nach dem Härten zwecks Analassens auf eine Temperatur   bis zu 450  C erwärmt werden.

Claims (1)

  1. 2. Schusssichere Bleche nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Nickelgehalt durch o'o bis 2'30% Chrom ersetzt ist und der Kohlenstoffgehalt o'. g bis 0#70% beträgt.
    3. Schusssichere Bleche nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei ihrer Herstellung statt des Härtens und Anlassens nur ein Härten in einem auf 1500 bis 4500 Cerwärmten Härtebad erfolgt.
AT83991D 1915-04-12 1915-04-12 Schußsichere Bleche. AT83991B (de)

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