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Verfahren zum Auswaschen loser Filtermasse.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auswaschen loser und an einer Aufwärtsbewegung nicht behinderter Filtermasse durch von unten nach oben eindringendes Waschwasser, insbesondere auch ein Verfahren, bei dem das gesamte für das Auswaschen durch Pressluft, Pressgas, Gefälle o. dgl. in Bewegung zu setzende Wasser während der Filterperiode in der Nähe der Filtermasse so angewandt wird, dass es in der Auswaschperiode nur weite Querschnitte zu passieren hat (D. R. P. Nr. 196918 und Nr. 202402).
Die Waschwassermenge, die zu diesem Zweck angesammelt werden muss, kann zuweilen derart gross sein, dass sie einen untunlich grossen Sammelraum verlangt. Das ist besonders dann nachteilig, wenn es sich um grosse Filteranlagen handelt, die aus einer Gruppe an sich schon grosser Einzelfilter bestehen. Es müssen dann an jedem Einzelfilter übermässig grosse Sammelräume für das Waschwasser vorgesehen werden, wenn man nicht dazu übergehen will, das Auswaschen in kürzeren Pausen zu wiederholen, was aber den Hauptvorteil des Verfahrens, nämlich den ordnungsmässigen Filterbetrieb möglichst wenig zu stören, wesentlich beeinträchtigen würde.
Die Erfindung gibt nun ein Mittel an die Hand. um bei Filtergruppen die vollkommene Auswaschung der Einzelfilter in kürzester Zeit bewirken zu können, ohne dass es nötig wäre, an jedem Einzelfilter einen übermässig grossen Sammelraum für das Waschwasser vorzusehen. Ausserdem entstehen noch die Vorteile einer erheblichen Vereinfachung und Verbilligung der Anlage sowie der Möglichkeit, jeden Einzelfilter zu jeder beliebigen Zeit auszuwaschen, ohne dass auf die Ansammlung des Waschwassers für das betreffende Einzelfilter gewartet werden müsste.
Zur Erzielung dieser Zwecke wird der Erfindung gemäss während der Filterperiode das Waschwasser von allen oder mehreren Einzelfiltern einer in unmittelbarer Nähe liegenden, gemeinschaftlichen Sammelstelle zugeführt und dann jeweils zum Auswaschen für nur ein Einzelfilter benutzt, indem es in bekannter Weise mittels Gasdruckes oder Gefälles durch die Filtermasse dieses Einzelfilters getrieben wird. Auf diese Weise ist stets eine genügende Wassermenge vorhanden, um auch bei stärkster Verschlammung das Einzelfilter auswaschen zu können, ohne dass unter jedem Einzelfilter ein grösserer Raum für das Waschwasser erforderlich wäre.
Sollte die Auswaschung eines Einzelfilters zu aussergewöhnlicher Zeit, etwa kurz nach der Auswaschung desselben oder eines anderen Einzelfilters nötig sein, so ist auch dann die erforderliche Wassermenge zur Verfügung, da die Sammelstelle von allen Einzelfiltern aus gespeist wird. Dass sich der Bau der Filteranlage, soweit die Auswascheinrichtung in Betracht kommt, erheblich vereinfacht, liegt auf der Hand.
In der Zeichnung ist unter Fortlassung der hier unwesentlichen Einzelheiten in beispielsweisen Ausführungen und bruchstückweise einen zur Ausführung des Verfahrens dienende Filteranlage veranschaulicht.
Fig. i ist die Oberansicht,
Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-B und
Fig. 3 ein Schnitt nach Linie C-D der Fig. i.
Die im Grundriss rechteckigen Einzelfilter, von denen in Fig. 1 bruchstückweise drei hergestellt sind, sind unter sich getrennt, haben aber an ihren Schmalseiten einen gemein-
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samen Rohwasserkanal a, einen gemeinsamen Waschwasserbehälter c und einen gemeinsamen Reinwasserbehälter r. Vom Rohwasserkanal a aus wird das Rohwasser durch die Stutzen e und die Rinnen b über die Filterbeete f verteilt Das Reinwasser geht durch die Rohre 111. die Geschwindigkeitsregler g und schliesslich in den Reinwasserbehälter r.
Aus dem Reinwasserkanal n wird das Auswaschwasser durch ein Rückschlagventil v aus jedem Einzelfilter entnommen und im Waschwasserbehälter angesammelt, der durch natürliches Gefälle gefü11t oder, wenn höher angeordnet, durch eine Vakuumpumpe mittels des Rohres o unte"ver- mindertem Luftdruck gehalten wird. Das Rückschlagventil v ist auf einer drehbaren Klappe k angeordnet, die mittels der Spindel p und der Stange t geöffnet und geschlossen werden kann. Der Einfachheit halber sind ausser den Wassergeschwindigkeitsreglern g alle anderen Regelvorrichtungen in der Darstellung fortgelassen.
Soll ein Einzelfilter ausgewaschen werden, so wird an diesem das Auslassventil w geschlossen, die Klappe k mittels der Spindel p geöffnet und aus einem Windkessel Pressluft durch das Rohr 1t eingelassen, nachdem gegebenenfalls die Saugleitung o abgestellt ist. Alle Rückschlagventile v der übrigen Einzelfilter schliessen sich ; das Waschwasser wird durch den Kanal n unter das auszuwaschende Filterbeet gedrückt, durch den durchlässigen Filterboden h gleichmässig verteilt und von unten nach oben durch die Filtermasse getrieben. Es reisst in bekannter Weise den abgelagerten Schlamm los und ergiesst sich dann über die Filterwände in die Schlammkanäle s, um dann durch den Schlammkanal x weiter abgeführt zu werden. Währenddem bleiben alle übrigen Einzelfilter in ihrer Filtriertätigkeit unberührt.
Nach genügender Auswaschung wird die Klappe k des betroffenen Einzelfilters geschlossen, der Luftdruck bei u abgestellt und das Ventil w sowie die Leitung o zur Vakuumpumpe geöffnet. Dann öffnen sich auch von selbst die Rückschlagventile v zur Wiederansammlung des Waschwassers in dem Waschwasserraum c, so dass in kürzester Zeit die zum Auswaschen eines weiteren Einzelfilters erforderliche Wassermenge zur Verfügung steht.
Der Waschwasserraum kann auch höher angelegt sein, in welchem Falle dann keine Druckluft erforderlich ist und freies Gefälle als treibende Kraft benutzt werden kann. Das Waschwasser könnte auch aus den Röhren 1n oder aus dem Reinwasserbehälter r z. B. durch Pumpe zur Auffüllung des Waschwasserbehälters während der Filterperiode entnommen werden. Die Einzelfilter können nicht nur, wie dargestellt, nebeneinander, sondern auch übereinander angeordnet sein. Zweckmässig wird man für sämtliche Einzelfilter einen gemeinschaftlichen Waschwasserbehälter vorsehen ; doch könnte die Einrichtung auch so getroffen werden, dass nicht die Gesamtheit, sondern nur eine beliebige Anzahl der Einzelfilter an einen gemeinschaftlichen Waschwasserbehälter angeschlossen ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Auswaschen loser Filtermassen durch von unten nach oben eindringendes Waschwasser, das während der Filterperiode in der Nähe der Filtermasse angesammelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Filterperiode von einer beliebigen Anzahl von Einzelfiltern Waschwasser einer in unmittelbarer Nähe liegenden gemeinschaftlichen Sammelstelle zugeführt und dann jeweils zum Auswaschen für nur ein Einzelfilter benutzt wird.