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Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander einstellbaren Scheiben.
Der christliche Jahreskalender entsteht durch die Einordnung des wechselnden Kirchenjahres in das mit Ausnahme des Schaltjahres stets gleichbleibende bürgerliche Jahr. Daher ist alljährlich ein neuer Kalender notwendig.
Wohl hat man kalendarische Apparate konstruiert, durch welche man die Monatstage eines jeden Jahres auf die Wochentage verteilen kann, aber die Hauptsache fehlte : nämlich die Einordnung der beweglichen kirchlichen Feste und Zeiten an ihrem Datum im Jahreskalender.
Diese Aufgabe löst zum ersten Male in einfachster Weise der Gegenstand der Erfindung.
Die Erfindung beruht auf der Erwägung, dass der unregelmässige Wechsel des Jahreskalenders nicht so sehr von der Verschiebbarkeit des Osterfestes, sondern vielmehr von der ungleichen Länge des kirchlichen und. bürgerlichen Jahres abhängt. Das bürgerliche Jahr ist entweder um ein oder zwei Tage länger oder um sechs bzw. fünf Tage kürzer als das kirchliche Jahr.
Geht man von der letzten Tatsache aus, so lässt sich eine mechanische Nebeneinanderordnung beider Jahre und das ist die Grundlage für den erstrebten wirklichen Dauerkalendernur durch einen künstlichen Ausgleich der Länge beider Jahre erzielen, d. h. es müssen dem kurzen bürgerlichen Jahre die fehlenden sechs bzw. fünf Tage in der Form einer Lücke oder Raumersparung hinzugefügt werden ; dann. kann das kirchliche Jahr sofort beweglich angebracht und mit dem bürgerlichen Jahre mechanisch zusammen geordnet werden. Diese Nebeneinanderordnung und Parallelstellung könnte auf zwei parallelen Geraden oder auf zwei parallelen, d. h. kon- zentrischen Kreisen erfolgen. Aus praktischen Gründen empfiehlt sich letztere Anordnung.
Der Erfindungsgegenstand besteht aus konzentrischen, gegeneinander einstellbaren Kreisen (Scheiben oder Ringen), auf denen in gleich grossen Tagesfeldern die Monate des bürgerlichen Jahres und die Wochen des kirchlichen Jahres in der Weise nebeneinander angeordnet sind, dass zwischen dem ersten und letzten Monatstage auf dem einen Kreise soviel Raum freibleibt wie die an Zahl überschiessenden Wochentage auf dem anderen Kreise einnehmen.
Dieser Gedanke wird in folgenden drei Ausführungsarten der Erfindung verwirklicht. i. Ausführungsart (Fig. I bis 4).
Die Träger der konzentrischen Kreise sind einseitig bedruckt.
Ein feststehender, in 37I Einheitsfelder geteilter Kreis enthält die 365 Monatstage des Gemeinjahres bzw. die 366 Monatstage des Schaltjahres, während zwischen dem 31. Dezember und dem i. Januar sechs Felder im Gemeinjahr und fünf Felder im Schaltjahr leer bleiben.
Für die Monate März bis Dezember einschliesslich gilt für das Gemein-und Schaltjahr eine Tagesreihe, während für Januar und Februar zwei Reihen vorgesehen sind.
Der bewegliche konzentrische Kreis enthält in ebenfalls 371 gleichen Feldern lückenlos die Wochentage von 53 Wochen, unter denen die kirchlichen Tage und Zeiten von Septuagesima bis zum 23. Sonntage nach Trinitatis als solche gekennzeichnet sind, während die übrigen Sonnund Wochentage durch ihre Lage als Trinitatis-, Advents-, Weihnachts-oder Epiphaniastage erkennbar sind.
Gebrauchsregel :
Stelle Ostern auf seinen Monatstag, dann legen sich dadurch von selbst alle anderen Tage des Jahres auf ihren Monatstag.
Es ergibt sich dann z. B. für das Jahr I9I9 folgendes : Schiebt man den Ostersonntag auf den 20. April, so liegt der Sonntag Septuagesima am 16. Februar, Aschermittwoch am 5. März,
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am I9. Juni, der vierte Adventssonntag am 21. Dezember usw.
2. Ausführungsart (Fig. 5 bis 8).
Die Träger der Kreise sind einseitig bedruckt, wie bei der Ausführungsart i.
Der feststehende Kreis wie in Ausführungsart i.
Der bewegliche Kreis setzt sich aus Bogen zusammen, deren Träger zwei konzentrische, gegeneinander einstellbare Sektoren sind, die von ihren Bogen bei jeder Zusammenstellung zusammen stets 53 Wochen sichtbar lassen.
Der grössere Sektor enthält einen Kreisbogen mit 315 Feldern für die 45 Wochen zwischen Septuagesima und der Woche nach dem 27. Sonntage nach Trinitatis einschliesslich unter Numerierung und Benennung sämtlicher Sonn-und Festtage dieser Zeit.
Der kleinere Sektor enthält 9I Felder für die 13 Wochen zwischen dem ersten Adventssonntag und dem letzten Epiphaniassonntag unter Benennung der ersten vier Sonntage als Advents-
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Hemmung zu vermeiden, enthalten beide Sektoren an ihrem Ende, also hinter der 27. Trinitatis-. woche bzw. der sechsten Epiphaniaswoche, noch einen leeren, nicht bedruckten Raum, der immer, auch bei der äussersten Verschiebung der Sektoren gegeneinander, unter dem Anfang des sich darüber schiebenden anderen Sektors bleibt.
Gebrauchsregel.
Stelle Ostern auf seinen Monatstag und den ersten Adventssonntag auf den ersten Sonntag nach dem 26. November.
Beispiele :
1916 (Schaltjahr).
Ostern am 23. April, Septuagesima 20. Februar, Aschermittwoch 8. März, Kaifreitag 21. April, Himmelfahrt 1. Juni, Pfingstmontag 12. Juni, Fronleichnam 22. Juni.
Der erste Sonntag nach dem 26. November ist der 3. Dezember, auf den also der erste Adventssonntag fällt. und durch diesen werden alle Tage zwischen dem ersten Adventssonntag und Septuagesima auf ihren Monatstag gebracht, z. B. der dritte Adventssonntag am I7. Dezember, der erste Sonntag nach Dreikönige am 9. Januar, dei vierte nach Dreikönige am 30. Januar.
1913 (Gemeinjahr).
Ostern am 23. März, Septuagesima I9. Januar, Aschermittwoch 5. Februar, Karfreitag 21. März, Himmelfahrt i. Mai, Pfingstsonntag 12. Mai, Fronleichnam 22. Mai.
. Der erste Sonntag nach dem 26. November ist der 30. November, auf den also der erste Adventssonntag fällt, und durch diesen werden alle Tage zwischen dem ersten Adventssonntage und Septuagesima auf ihr Datum gebracht ; z. B. der zwei Adventssonntag am 7. Dezember, der vierte Adventssonntag am 21. Dezember, der erste nach Epiphanias am 12. Januar.
3. Ausführungsart.
Die Träger der konzentrischen Kreise sind auf beiden Seiten bedruckt.
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und Rückseite je ein Paar konzentrische Kreise.
Auf der Vorderseite enthält der Kreis auf der Standscheibe in 196 Feldern die Monatstage vom 1. Januar bis zum 30. Juni einschliesslich, während zwischen dem 30. Juni und dem i. Januar eine Lücke von im Gemeinjahr I5, im Schaltjahr 14 Tagesfeldern leer bleibt. Für
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Januar und Februar vorgesehen.
Der Kreis auf der beweglichen Scheibe enthält 196 Felder für 28 Wochen. in. denen die Tage von Septuagesima bis zum Herz Jeu-est (am Freitag nach dem ersten'Sonntag nach Trinitatis) gekennzeichnet sind, während die übrigen. Sonn-und Festtage durch ihre Lage als Epiphanias-bzw. Trinitatissonntage zu erkennen sind.
Auf der Rückseite enthält der Kreis auf der Standscheibe wieder 196 Felder für die 184 Monatstage zwischen dem i. Juli und 31. Dezember, wobei zwischen dem 31. Dezember und dem i. Juli eine Lücke von zwölf Tagen bleibt. Der Unterschied zwischen Gemeinjahr und Schaltjahr spricht hier nicht mehr mit.
Der Kreis auf der beweglichen Scheibe enthält 196 Felder für 28 Wochen, welche durch ihre Lage als Trinitatis-bzw. Adventszeit zu erkennen sind.
Die Reihenfolge der Monate und Wochen auf der Rückseite muss der auf der Vorderseite entgegengesetzt sein, so dass, wenn man z. B. einen Uhrzeiger anbrächte, der über die Tage ihrer Reihenfolge nach hinwegginge, dieser auf der Rückseite sich linksherum drehen würde und, wenn er auf der Vorderseite wäre, rechtsherum ginge.
Gebrauchsregel.
Stelle das Osterfest auf seinen Monatstag.