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Vorrichtung für Drosselmaschinen zum selbsttätigen Festklemmen des gerissenen Garnes und zum selbsttätigen Durchführen desselben durch das Streckwerk zum Wiederandrehen.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung der im Patente Nr. 83745 beschriebenen Vorrichtung für Drosselmaschinen. Bei der durch dieses Patent geschützten Vorrichtung fand eine mit dem Fadenführerhebel verbundene Gabel Anwendung, die bei Fadenbruch zwischen das hintere Rollenpaar eintrat und gleichzeitig durch Anlegen an eine feste, vor diesen Walzen 111 gelegene Klemmbacke den Faden festklemmte. Wenn hierbei nach Fadenbruch zufolge des Weiterlaufens der übrigen Rollen der festgeklemmte Faden weiter gezogen wurde, so erfolgte oftmals das zweite Reissen zwischen Klemmstelle und dem hintersten Walzenpaar, so dass es in einem derartigen Falle umständlich war, das Fadenende wieder durch die Rollen hindurch zu leiten.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung eine Vorrichtung in Vorschlag gebracht, die dadurch eigenartig ist, dass durch Antrieb des Fadenwächters bei Bruch des Fadens eine Platte in die Berührungsstelle des der Hand des Arbeiters am meisten abgekehrten, also hintersten Walzenpaares sich einschiebt, die nach Garnbruch das zweite Reissen des Fadens mit Sicherheit zwischen den Walzen zustande kommen lässt mit der Wirkung, dass nach Wiederingangsetzung der Einrichtung mit oder ohne Zuhilfenahme eines den Zwischenraum zwischen dem mittleren und hintersten Rollenpaare überbrückenden T-förmigen Führungsbleches das Fadenende selbsttätig die Walzen durchläuft, um ohne Zutun des Arbeiters dessen Hand zu erreichen.
Das erwähnte Führungsblech ist nicht unerlässlich nötig für die Erfindung, da das durch den Walzenanpressungsdruck versteifte Fadenende freischwebend wie eine Nadel die Rollen verlässt, um so gut wie sicher die nächste Rolle zu erreichen.
Die Anordnung der Klemmplatte am eigentlichen Fadenwächterhebel selbst kann eine verschiedene sein. Sie kann gelenkig in einem über den Drehpunkt des eigentlichen Fadenwächters hinaus sich erstreckenden Arm drehbar gelagert sein, sie kann aber auch mit dem Fadenwächterhebel starr verbunden sein. Im letzteren Falle muss sie kreisförmig gebogen sein. Im ersteren ist sie gegen Herabfallen zu sichern, was erfindungsgemäss dadurch geschieht, dass sie in einem Schlitz der Gleitschiene geführt und getragen wird. Bei Verwendung einer mit dem eigentlichen Fadenwächter aus einem Stück bestehenden Klemmplatte liegt erfindungsgemäss der Drehpunkt des Fadenwächterhebels in der Ebene, welche die Achsen der Rollen 111, 111 enthält.
Ein zu weites Einziehen der Platte wird dadurch verhindert, dass irgend ein Ansatz, sei es, dass dieser auf der Klemmplatte oder am oberen Arm des eigentlichen Fadenwächters liegt, in der weiter unten angegebenen Weise mit den Rollen in Berührung tritt.
Da die Führungsgleitschiene (Luntenschiene) eine sehr bedeutende Länge hat und nur von einem Ende aus angetrieben wird, so ist es zweckmässig, zu vermeiden, dass sie zu sehr durch die grosse Anzahl Fadenwächter belastet wird ; ausserdem ist zwischen dem Querbalken des Gestells und der Gleitschiene nur ein sehr beschränkter Raum vorhanden, der das Einmontieren der Apparate erschwert.
Um diesen- Übelständen abzuhelfen, wird erfindungsgemäss der Fadenwächter an dem festen Balken des Gestells der Drosselmäschine angebracht, welcher die Lagerarme für die oberen Druckrollen miteinander verbindet, so dass er von der Bewegung der Führungsgleitschiene ganz unabhängig ist, was einen erheblichen Vorteil bedeutet,
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Um das Einziehen der Klemmplatte sicher herbeizuführen und zugleich beim Reissen des einen Fadens den anderen in keiner Weise zu beeinflussen, wird erfindungsgemäss die obere Druckrolle 111 in zwei Teile geteilt und zugleich derart ausgebildet, dass beim Anheben der einen die andere unbeeinflusst bleibt.
Die Teilung ist erforderlich, damit die Rolle nur sich selbst parallel beim Anheben bewegt wird, wobei man den Vorteil erreicht dass das Vorgarn unter gleichmässigem Gewichtsdruck der geteilten Rolle verbleibt. Eine Schrägstellung würde ausserdem eine sichere Klemmung nicht zu erreichen gestatten.
Die Zeichnung dient zur Veranschaulichung der Erfindung.
Fig. i zeigt das Gestell des an der Führungsgleitschiene befestigten Fadenwächters,
Fig. 2 eine Vorderansicht mit niedergeschwungener Klemmplatte.
Die Fig. und 7 stellen Seitenansichten des in die Drosselmaschine einmontierten Fadenwächters dar.
Die Fig. 4 und 8 zeigen die Führungsgleitschiene in Vorderansicht, die Fig. 4 mit anmontiertem Fadenwächter.
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Fig. 9 zeigt die Drosselmaschine nach Abhub der oberen Rollen 1) 11, 111 mit dem Fadenwächter rechts in Ruhelage und links in Arbeitslage.
Fig. 10 stellt eine Vorderansicht der oberen und unteren Rollen 111) 111, links bei gerissenem Faden dar.
Fig. 10 a stellt dieselbe Ansicht dar bei ungerissenem Faden.
Fig. 10 b stellt eine Durchschnittsansicht der Rollen und des Rollenkernes,
Fig. 10 c und 10 d stellen Ansichten des Rollenkernes dar.
Bei der Ausführungsform nach Fig. I bis 4 stellt 1 das untere, 2 das obere Maschinengestell dar, welches den Querbalken 3 trägt, der die Lagerarme für die Einführdruckrollen verbindet. An der Gleit- und Führungsschiene 4 ist das Traggestell (Fig. I) für den Fadenwächter befestigt. Das Traggestell besitzt, wie ersichtlich, einen abgebogenen Arm, der das Lager für einen Bolzen 6 bildet, der mit dem Fadenwächter fest verbunden ist. An Stelle des Bolzens können vorspringende flache Zapfen zur Verminderung der Reibungsfläche angewandt werden. Der Fadenwächter besteht aus dem auf dem Faden ruhenden Hebel 9 mit einer über dem Drehpunkt liegenden Verlängerung 7, an welcher die Klemmplatte 8 angelenkt ist. Diese besitzt die aus Fig. 2 ersichtliche Gestalt.
Sie kann im Verlängerungsteil 7 hin und her geschoben werden, so dass bei zwischen den Rollen 111, 111 festgehaltener Klemmplatte 8 nach wie vor die Gleit-und Führungsschiene samt den Traggestellen die bekannte hin und her gehende Bewegung ausführen kann. Die Klemmplatte durchsetzt einen Schlitz 11 der Führungsschiene, so dass das freie Ende der Klemmplatte 8 nicht ständig auf den Rollen 111, 111 aufliegt. Durch Öffnungen 10 läuft der Faden hindurch.
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Führungsblech bezeichnet, das die Möglichkeit des eventuellen Hineinfallen des Fadenendes zwischen die unteren Rollen Il und 111 verhüten soll.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 bis 9 ist der Fadenwächter insofern vereinfacht, als Klemmplatte und Fadenwächterhebel aus einem Stück bestehen und der Fadenwächter an dem Querbalken 3 befestigt ist, der die Lagerarme für die Einführdruckrollen verbindet. Die Gleitschiene (Luntenschiene) 4 dient lediglich zur Fadenführung. Das Gestell 5 für den Fadenwächter ist etwas widerstandsfähiger gehalten und so bemessen, dass die Achse des Drehungsbolzens in die Ebene der Achsen der Rollen 111, III zu liegen kommt. Es ist durch Vermittlung eines U-förmigen Umfassungsstückes 19 mit dem Querbalken 3 verschraubt, kann aber auch mit dem U-förmig oder sonstwie gestalteten Teile aus einem Stück bestehen und am Balken 3 in beliebig anderer Weise befestigt sein.
Eine Warze 16 auf dem Teil 8 oder ein Ansatz 17 am Teil 7 begrenzen die Einzugsbewegung der Klemmplatte 8. Ein Führungsblech 15 führt das durch Reissen des Fadens zwischen den Rollen 11 und 111 entstandene Fadenende den Rollen 11, 11 zu.
Eine verschiebbare Kugel 18 dient zum Auswuchten des Fadenwächterhebels. Die Drehachse des Fadenwächters wird der Höhe nach zweckmässig in einer Entfernung von der Berührungs-
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der Mittelachsenebene der beiden Rollen von der diesen Rollen zugekehrten Fläche des Querbalkens 3 des Maschinengestells. Die Aussparung 12 ermöglicht hier die vollkommen freie Bewegung des Klemmgliedes 8. Die Wand des Ansatzes 19 gibt alsdann dem Fadenwächter eine Bewegungsbegrenzung und, da die Teile 7 und 8 das Übergewicht gegenüber dem Hebelarm 9 haben, eine Stütze, wodurch der Fadenwächter beim Abspannen des Vorgarnes beim Stehenbleiben der Maschine, als auch beim Anspannen desselben beim Wiederingangsetzen derselben, an dem Ansatze 19 anliegen bleibt, wodurch auch ein sehr empfindliches Garn nicht übermässig beansprucht wird.
Bei normaler Arbeitslage übt der Fadenführerhebel durch den Zug des Garnes auf die Wand des Ansatzes einen gelinden Druck aus. Im Falle des Garnbruches sinkt der federnde Drahtarm nieder. Durch dieses Sinken und die hervorgerufene Gegenreaktion wird die Klemmplatte emporgeschwungen, bis sie im Kontakt mit den Einzugsrollen gelangt.
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braucht. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 9 ist die Klemmplatte 8, die aus einem elastischen Stahlstreifen besteht, kreisförmig gebogen, so dass sie, dem Kreisbogen dieser Klemmplatte folgend, beim Reissen des Fadens und Freifall des federnden Fadenführerhebels zwischen die Rollen gelangt und von denselben eingezogen wird, bis sie die obere Rolle in die Höhe hebt und von der unteren Rolle abtrennt, wobei sie den Faden an die obere Rolle anpresst.
Die obere Rolle 111, welche sich über zwei Vorgarnfäden erstreckt, wird gegenwärtig durchgehend aus einem Stück verfertigt. Das Gewicht der Rolle bei durchgängig 44 bis 45 mm Durch- messer beträgt 5 keg. Um dieses Gewicht beim Abheben im Interesse eines guten Eingriffes der Klemmplatte zu vermindern und um den einen Faden ganz unabhängig vom anderen zu machen, da das einseitige Abheben eine ungenauere Arbeit am anderen Faden hervorrufen könnte, um ferner eine parallele Verschiebung'hervorzurufen und um einen immer gleichmässigen Druck der Rolle beim Durchgang des Vorgarnes herbeizuführen, ist folgende Einrichtung getroffen worden, die dem Übelstande abhilft und die gleichfalls einen Teil der Erfindung bildet.
Die obere Rolle 111 ist in zwei Teile 11-la und llIb (Fig. 10 bis 10 c) geschnitten und konzentrisch ausgehöhlt. In diese Aushöhlung, deren Durchmesser um etwas grösser zu nehmen ist als der Durchmesser des Kernes 13 (Fig. 3 und 7), wird der Kern, der an beiden Enden die nötigen Zapfen trägt, eingelegt. Der Kern wird. sich infolgedessen exzentrisch zur Rolle einlegen (siehe Zwischenraum 14 in Fig. 3 und 7). Diese Durchmesserdifferenz ist so zu bemessen, dass sie etwas grosser genommen wird als die Hubhöhe der Rolle durch die eingezogene Klemmplatte.
Ausserdem kann noch der Durchmesser der Aushöhlung in der Rolle, von den inneren Seiten der Rollen an gerechnet, noch bis zu einer gewissen Tiefe, etwa ein Viertel der Rollenlänge, erweitert werden, damit beim Hube der einen Rolle (samt durchgehendem Rollenkerne) die zweite in keiner Weise in Mitleidenschaft gezogen wird.
An der inneren Seite einer der Rollen wird eine Scheibe von äusserst geringer Stärke in einer entsprechenden Vertiefung der Rolle so angebracht, dass sie etwa zur Hälfte aus der Rolle heraustritt, damit sich die Rollen selbst nicht aneinander reiben, falls sie, entweder beim normalen Umlaufe oder beim Anheben der einen Rolle durch die Klemmplatte, gegeneinander rücken sollten.
Diese Scheibe (19) kann auch, statt besonders eingesetzt zu werden, in der Seitenfläche der einen Rolle abgedreht werden ( ?). Um das seitliche Ausgleiten der Rollen aus dem Kerne zu vermeiden, werden gleichfalls in entsprechende Vertiefung mit genügendem Spielraum in den. äusseren Seitenwänden der Rollen dünne Scheiben 19', (Fig. 10 c) auf den Kern aufgesetzt, deren Durchmesser denjenigen des Kernes um etwas überragt, oder es werden durch die Zapfen entsprechende Splinte 22 getrieben (Fig.'10 d). Es genügt, den inneren Kern in einer Stärke anzuwenden, die gleich den üblichen Stärken der Rollenzapfen ist ; es brauchen die Zapfen dann nicht besonders abgedreht zu werden (Fig. 10 a).
Durch Anwendung zweier Rollen mit innerem Kern werden auch die Vorderkanten der Zapfenlager weniger abgenutzt, da der Kern den Umdrehungen der Rollen nicht folgt.
Bei Anwendung der beschriebenen Vorrichtungen werden an den Putzwalzen IV und V, die zu diesem Zweck mit Plüsch oder Tuch bezogen werden, ausser dem von den Rollen 1, 1 und 11 gesammelten Wollstaube (Wollfluge) hich nur Stücke des Vorgarnes von minimaler Länge ansetzen können. Die Putzwalzen werden also viel seltener der Reinigung unterliegen. Das gerissene Stück
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Vorderausziehrollen I.
I reisst, im Teile, welcher lose und ungedreht in Kontakt mit der unteren Rolle verbleibt.
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I. Vorrichtung für Drosselmaschinen nach Patent Nr. 83745, dadurch gekennzeichnet, dass durch Antrieb des Fadenwächters bei Bruch des Fadens eine Platte in die Berührungsstelle des der Hand des Arbeiters am meisten abgekehrten, also hintersten Walzenpaares sich einschiebt.
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zustande kommen lässt mit der Wirkung, dass zur Wiederingangsetzung der Einrichtung mit oder ohne Zuhilfenahme eines den Zwischenraum zwischen dem mittleren und dem hintersten Rollenpaar überbrückenden T-förmigen Führungsblechs das Fadenende selbsttätig die Rollen durchläuft, um ohne Zutun des Arbeiters dessen Hand zu erreichen.