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Vorrichtung zur Vermeidung des Zutrittes von staubiger Luft in das Innere von Verbrennungskraftmaschine, insbesondere bei Motorpflügen.
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Verwendung feiner Siebe vor der Ansaugöffnung des Rohres tritt aber mit der Zeit eine Verstopfung der Sieblöcher durch hängengebliebene, gröbere Schmutzteile ein, so dass die Motorleistung dadurch ungünstig beeinflusst wird. Schliesslich ist auch der Vorschlag gemacht worden, den Luftvorwärmer, welcher das Auspuffrohr umgibt, zu einer grossen Kammer mit kleinen Eintrittsöffnung, n auszugestalten, damit die mithineingerissenen Unreinigkeiten sich in dieser Kammer niederschlagen können und vom Vergaser nur noch staubfreie Luft aus der Kammer entnommen wird.
Hiebei hat man aber ausser Acht gelassen, dass infolge der stossweisen, den Kolbenhüben entsprechenden Saugwirkung innerhalb des Vorratsraumes Wirbelungen erzeugt werden, welche dem Niederschlagen des Staubes entgegenwirken und dass der eingedrungene Staub aus der Kammer vor allem dann unmittelbar in die Maschine eingesaugt wird, wenn ein Teil der Zufuhrlöcher durch darin festgeklemmte grössere Verunreinigungsstücke verstopft und dadurch die Luftzufuhr nach der Kammer zu beschränkt
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Jahreszeit, von einer mit Staub und Erdteilchen geschwängerten Luft stets umgeben sind, wird also der Staubzutritt zur Maschine durch die bekannte Einrichtung einer Vorratskammer, welche gleichzeitig Staubniederschlagskammer sein soll, keineswegs sicher verhindeit.
Nach der Erfindung erfolgt der Luftzutritt aus dem Freien in den Vorraum über einen Siebfilter von grosser Fläche aber kleinsten Öffnungen, so dass Staubteilchen nicht durchgehen können. Demgemäss erhält die Maschine ihren Luftbedarf in stossweisem Ansaugen aus einer Reinluftkammer, die so bemessen ist, dass sie die erforderliche Luftmenge für jeden Ansaughub stets vorrätig hält. Der Ersatz der Reinluft geschieht in der Weise, dass infolge des in der Vorratskammer nach jedem Saughub entstehenden Unterdruckes neue Luft langsam und fast ununterbrochen durch den Filter nachdringt. Die Durchgangs- öffnungen des Filters sind so bemessen, dass in der Zeit vom Einsetzen eines Saughubes bis zum Beginn des folgenden, die erforderliche Luftmenge hindurchströmen kann.
Ist auf diese Art der Zutr : tt von staubiger Luft in das Motorinnere, insbesondere in den Zylinderraum mit dem augesaugten Brennstbffluftgemisch verhindert, so führt bei den bekannten Ausführungen zum Motorgehäuse immer noch ein zweiter Weg, auf dem ebenfalls Staubteile hineingelangen können. Auf dem Kurbelgehäuse sind bei den bekannten Ausführungen Abzugsschlote aufgesetzt, die den Zweck haben, einerseits etwaige Überdruckluft aus dem Kurbelgehäuseinnern auszustossen, während andrerseits bei Auftreten eines Unte :druckes im Kurbelgehäuse durch diese Abzugsschlote Luft aus dem Freien eingesaugt wird.
Wird diese eingesaugte Luft aus der staubhaltigen Umgebung des Motorpfluges entnommen, so zieht sie eine Verunreinigung des Schmieröles im Kurbelgehäuse nach sich. Werden alsdann mit dem Öl Staubteile den stets durch neue Ölzufuhr geschmierten Pleuelstangenlagern zugeführt, so tritt auch hier ein Verschleiss derselben ein. Nach der ErfLtdun kommen nun die Abzugsschlote in Fortfall, und das Kurbelgehäuseinnere wird ebenfalls an die Reinluftleitung angeschlossen. Durch dieses zweite Hilfsmittel ist dann auf alle Fälle der Zutritt von staubiger Luft in das Motorinneie verhindert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung, und zwar in Fig. i und 2 die Vorder-und Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und in Fig. 3 eine Draufsicht dargestellt.
Innerhalb einer gegen Regen und sonstige schädliche äussere Einflüsse abgeschlossenen, unten offenen Glocke, bestehend aus dem Mantel a und dem Deckel o, liegt ein besonders
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gearteter, ebenfalls nach unten offener Filter. Dieser besteht aus dem Mantel b von geeignetem, feinen Gewebe und dem Deckel bl, der zur Vergrösserung der Filterfläche auch zum Teil aus Gewebe bestehen kann. Die Versteifung nnd Abdichtung der Filterglocke b, b1 gegen die äussere Glocke a, o kann auf beliebige Weise geschehen. Die Zeichnungen zeigen z. B. einen an der äusseren Glocke befestigten Flanschenring a2, einen diesen untergreifenden Versteifungsring al, um den der Filterstoff mittels eines Drahtes o. dgl. festgebunden ist, und ein unter den Versteifungsring fassendes Kreuz r.
Dieses ist mittels der durchgehenden Stange p mit dem Filterdeckel b1 und der Glockenhaube o verbunden und wird durch Anziehen der oberen Schraubenmutter auf der Stange p gegen den Versteifungsring al gepresst. q, q sind Streben zur Befestigung des Filtergefässes am Motorpflug. Der Stoffmantel b kann zur Vergrösserung der Filterfläche lose, wellenförmig eingespannt werden.
Die Aussenluft kann nur durch den Filterstoff hindurch in den Vorratsraum zwischen der Filterglocke b, b1 und der Aussenglocke a, o eintreten ; dieser Raum bildet also eine abgeschlossene Reinluftkammer.
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geben. Dieses Gehäuse ist einerseits an den Stutzen s des Kurbelgehäuses S1 angeschlòssen, andrerseits setzt es sich in das Rohr i und das daran anschliessende Roh. e g fort, an welches die beiden Leitungen h und d angeschlossen sind. Leitung h führt nach dem gegen die Aussenluft abgeschlossenen Vorwärmer 1 mit innerem Auspuffrohr n, dessen Stutzen n1 mit dem Auspuff der Maschinenzylinder verbunden sind.
Von dem Vorwärmer l führt der Rohranschluss e nach dem Abzweigrohrstück/, während die Leitung d unmittelbar darin mündet, Rohrstück f ist an die Reinluftkammer a angeschlossen. In die beiden Abzweigungen des Stutzens g sind Klappen o. dgl. eingeschaltet, um in bekannter Weise jede der beiden Leitungen ganz oder teilweise absperren zu können. Je nach der Stellung der Klappen tritt nur kalte Reinluft durch die Leitung f, d, g, i oder warme Reinluft duich d : e Leitung J, c, 1, h, g,. i oder ein Gemisch von kalter und angewärmter Reinluft durch
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gaser und über das Einströmrohr t zum Zylinder.
Dadurch, dass über den Filter die Luft zur Reinluftkammer unabhängig von der augenblicklichen Saugwirkung der Maschine ununterbrochen nachdringt, ist es möglich, mit einem nicht allzu grossen Reinluftbehälter auszukommen, wie er bei dem Fahrzeug noch bequem mitgeführt werden kann und tlotzdem ein sehr feinmaschiges Sieb zu verwenden.
Ist dazu noch die Strömungsgeschwindigkeit, mit der die Luft das Sieb passieren muss, verringert, so ist ein Verstopfen des Filters und damit eine Behinderung der Luftzufuhr ausgeschlossen, weil Staubteilchen in das feinmaschige Sieb auch nicht teilweise eindringen und sich dort festsetzen können. Andrerseits wird aber der an den Aussenwandungen des Siebes abgeschiedene Staub durch die Erschütterungen bei der Fahrt stets abgeschüttelt.
Der Anschluss des Kurbelgehäuseinnern an die die Vergaserstutzen umschliessende,
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infolge Undichtigkeit zwischen Kolben und Zylinder ein geringer Teil des hochgespannten Brennstoffluftgemisches aus dem Zylindenaum hineinströmt. Bewegt sich der Kolben während der Verdichtung aufwärts, also entgegen der Spannkraft des Gemisches, so. zwängen sich bei kleinen Undichtigkeiten Gemischteilchen hindurch, da ihre Strömungsenergie voll zur Entfaltung kommen kann und der Weg der Durchzwängung infolge der entgegenkommenden Bewegungsrichtung des Kolbens verkürzt wird. Dass auf dem gleichen Wege auch verbrannte Gase in grösserem Masse ins Kurbelgehäuse gelangen und auf dem weiteren Wege über Vergaser zur Maschine das Sauggemisch verschlechtern könnten, wird nicht so leicht eintreten.
Denn wenn auch zur Zeit der Explosion die Spannung der Gase am höchsten ist, so wird doch vom Augenblick an, wo der Kolben abwärts geht, und seine Bewegungsrichtung in die Richtung der Strömungsenergie fällt der von den Gasen bei Durchzwängung zurücklegende Weg immer weiter verlängert. Kurz vor dem unteren Totpunkt, also kurz vor Hochgang des Kolbens, wo der Durchgangsweg wieder verkürzt wäre, wird der Auspuff geöffnet und den verbrannten Gasen ein bequemerer Austrittsweg geboten. Aber selbst auf die Gefahr hin, dass in Ausnahmefällen verbrannte Gase zur Maschine zurückgelangen und das Brennstoffluftgemisch verschlechtern würden, bringt die Fortlassung der Abzugsschlote und der Anschluss des Kurbelgehäuseinnern an die Reinluftleitung auf der anderen Seite bedeutende Vorteile mit sich.