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Steuernocken für Verbrennungskraftmaschinen.
Die Erfindung betrifft einen Steuernocken zum rechtzeitigen Öffnen und entsprechend langen Offenhalten der Ventile von Verbrennungskraftmaschinen und hat den Zweck, die Nockenscheibe so zu formen, dass sie trotz der durch Erwärmung verursachten Verlängerung der Ventilspindel regelmässiges Arbeiten sichert.
Bisher ist es üblich, mit Rücksicht auf die erwähnte Verlängerung der Ventilspindel, der kreisrunden Scheibe, an der der Nocken sitzt, kleineren Halbmesser zu geben als der Länge der nicht erhitzten Spindel entspricht und die Verbindung des Nockenteiles mit der Scheibe durch Tangenten zu begrenzen. Das hat zur Folge, dass der Nocken statt mit dem Endpunkte einer der erwähnten Tangenten mit einem weiter nach aussen liegenden Punkte stossweise auf die Ventilspindel auftrifft und das Ventil zu spät geöffnet und zu früh geschlossen wird.
Der Erfindung gemäss wird diesem Übelstande dadurch abgeholfen, dass die Scheibe an der Nockenbasis den rechnungsmässigen Halbmesser, sonst aber den der Verlängerung der Ventilspindel durch Erwärmung entsprechenden kleineren Halbmesser erhält, wobei beide Abschnitte durch kurze Rampen miteinander verbunden sind.
In der Zeichnung ist Fig. i eine Seitenansicht eines der Erfindung gemäss geformten Nockens und Fig. 2 ein Diagramm, das die Wirkungsweisen von Nocken der bisher üblichen und der erfindungsgemässen Form miteinander vergleicht, wobei die Nocken statt an kreisrunden Scheiben an geradlinigen Stangen angebracht gedacht sind.
Die strichpunktierte Linie a in Fig. i entspricht dem rechnungsgemässen Halbmesser der Nockenscheibe, den auch die den Nocken b tragenden Sektoren bl, b2 besitzen. Die eigentliche Begrenzungslinie der kreisförmigen Nockenscheibe ist mit al bezeichnet und bei cl und c2 durch kurze Rampen mit den auf einem Scheibensektor von grösserem Halbmesser aufsitzenden Seitenflächen des Nockens verbunden.
Im Diagramme Fig. 2 ist angenommen, dass nicht, wie in Fig. i, die Ventilspindel durch einen darüber befindlichen Nocken hinabgedrückt werde, sondern dass sie durch einen darunter befindlichen Nocken gehoben wird. Der obere Teil des Diagramms versinnlicht den Vorgang bei Nocken der bisher üblichen Form. Hier schlägt, nachdem der durch eine stark ausgezogene Gerade dargestellte kreiszylindrische Umfangsteil der Nockenscheibe die durch eine gestrichelte Linie dargestellte Endfläche der Ventilspindel in einem gewissen Abstande passiert hat, der Nocken mit einem Punkte A an die Ventilspindel, der um ein gewisses Mass von der Nockenbasis entfernt ist.
Das Ventil wird also später von seinem Sitze abgehoben und gelangt früher auf seinen Sitz zurück als den Arbeitsphasen der Kraftmaschine entspricht und durch das An- schlagen der Nocken an die Ventilspindeln wird starkes Geräusch verursacht.
Dagegen wird bei einer der Erfindung gemäss geformten Nockenscheibe zuerst durch Einwirkung der betreffenden Rampe cl oder C2 auf die durch Erwärmung verlängerte Ventilspindel das Spindelende in die Bahn des Endes B der Nockenbasis gebracht, und zwar in genauer zeit- licher Übereinstimmung mit der Arbeitsphase.
Die Länge der Ventilspindeln von Verbrennungskraftmaschinen, die durch solche Nocken gesteuert werden, ist in der Regel einstellbar. Um die Länge von Zeit zu Zeit zu prüfen und nach zustellen, bedient man sich einer Schiene, deren Dicke der ursprünglich vorgenommenen Ver,
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minderung des Halbmessers der Nockenscheibe entspricht. Diese Schiene wird auf die kalte Ventilspindel der abgestellten Maschine aufgelegt und die Nockenscheibe dann darüber gedreht.
Bemerkt man, dass der Nocken nicht mit einem Endpunkte seiner Basis, sondern einem weiter ausserhalb liegenden Punkte angreift, so muss die Spindel entsprechend verlängert werden.