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FREDERICGODFREYHUGHESINMELBOURNE.
Patronengurt.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, das Laden von Magazinsgewchren und ähnlichen Handfeuerwaffen dadurch zu erleichtern, dass an einem umznhängenden Patronengurt die Patronen in geeigneter Weise in der für die benutzte Waffe erforderliche Anzahl gruppenweise, beispielsweise zu je fünf, angeordnet sind. so dass sie von dem Gurt
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nimmt das Laden immer noch eine beträchtliche Zeit in Anspruch, und es werden, insbesondere bei der Verwendung von Rahmen die Kosten dadurch erhöbt, dass die losen Rahmen zuletzt aus der Waffe herausgeschleudert werden und verloren sind. Auch liegt bei berittenen Truppen die Gefahr vor, dass sie ihre Patronen oder Patronenrahmen beim Reitenverlineren.
Die vorliegende Erfindung besteht im Wesentlichen darin, dass an einem Gurt eine Reihe von Patronenrahmen oder Haltern befestigt sind, in welchen die Patronen derart gehalten werden, dass die für jede Ladung der Waffe erforderliche Gesammtzahl von dem Gurt unmittelbar in das Magazin der Handfeuerwaffe hineingedrückt werden kann. Es enthält also jeder Rahmen die zur Füllung des Gewehrmagazins erforderliche Anzahl Patronen, bei einem Fünflader beispielsweise also fünf.
Die an dem Gurt befestigten Rahmen sind von einfacher Construction und können
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Rahmen so gestaltet, dass er mit seiner oberen Kante nach dem Geschossende der Patronen hin geneigt verlauft, um ihn dadurch dem verschiedenen Durchmesser der Patronen am Geschossende, bezw. am Hülsenboden anzupassen. An dem vorderen Ende, d. h. wo die Geschosse lo zu liegen kommen : ist der Rahmen mit einer kleinen Deckplatte oben geschlossen.
Unten ist dagegen an beiden Enden der Rahmen federnd umgebogen, so dass die Patronen nach unten nicht herausfallen können, ausser wenn von oben ein kräftiger truck auf die Patronenreihe ausgeübt wird, wobei die unteren Federn nachgeben und die Abwärts-
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 veranschaulicht einen Soldaten, im Begriffe, das Gewehr mitte1st der vorliegendenVorrichtungzuladen.
Fig. 1 a veranschaulicht denselben Vorgang, wobei noch eine S"chutzdecke über einer
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Fig. 3 ist eine vordere Ansicht desselben und
Fig. 4 ein wagrechter Schnitt.
Die Fig. 5 und 6 sind Querschnitte nach den Linien A-A bezw. B-/ von Fig. 3.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch eine etwas abgeänderte Ausführungsform.
Der Gurt a besteht aus Leder oder einem anderen geeigneten Stoffe und ist zweckmässig so bemessen und gestaltet, dass er nach Art eines Bandeliers über der Schulter
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bekannten Bandelieren trägt der Gurt jedoch nicht eine Patronentasche oder einzelne Ösen zum Einstocken von einzelnen Patronen, sondern ist mit einer Anzahl von Patronenrahmen b versehen, von denen jeder die für die Füllung des Gewehrmagazins erforderliche Anzahl (in der Zeichnung beispielsweise fünf) Patronen enthält.
Der einzelne Rahmen b ist aus Blech hergestellt, und die beiden Enden c und d
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Geschosse (bei e) bezw. für die Hülsenböden (bei cl) entstehen, welche zugleich das Heraus- fallen der Patronen nach vorne verhindern. Oben ist der Rahmen an dem vorderen (Geschoss-) Ende durch eine kleine Platte e abgedeckt, während die Umbiegung d oben nur schwach bei f nach einwärts gebogen ist, so dass dadurch wohl die Einführung der
Patronen von oben möglich, das Herausfallen jedoch verhindert ist. Es kann also jeder
Rahmen leicht und schnell aus einem Vorrathsbehälter, z. B. einer Patronentasche, gefüllt werden.
Die unteren Theile der Streifen c und d sind nach innen zu Federn 9 eingezogen, welche die l'atronenreiho tragen und das Herausfallen derselben nach unten verhindern, anderereits aber os ermöglichen, die Patronenreihe mit einem kräftigen Druck nach unten herauszupressen. Neben diesen Federn g besitzt der Rahmen am unteren Ende lappen- artige Ansätze h. welche so gestaltet sind, dass sie in die (jrowehrkammer sich einführen lassen und so dem Rahmen als Führung und. Halt dienen, wenn die Patronen in das
Magazineingedrücktwerden.
Die Befestigung der Rahmen an dem Gurt geschieht durch Bolzen, welche durch die Rückseite des Rahmens und durch den Gurt hindurchgeführt sind (Fig. 3 und 4). Selbst- verständlich können aber seitlich auch besondere Ansätze an dem Rahmen angeordnet sein, durch welche diese Befestigungsbolzen hindurchgeführt werden. Zur Verminderung des Gewichtes kann dann der mittlere Theil der Rückwand ausgespart sein. Dadurch, dass die Patronen an beiden Enden geführt sind, ist die Gefahr ausgeschlossen, dass dieselben an Kleidungsstücken hängen bleiben oder bei dem Eindrücken in das Magazin aus der
Reihe gerathen.
Praktische Versuche haben ergeben, dass mit dem Gegenstand der Erfindung das Laden des Magazines äusserst schnell und bequem ausgeführt werden kann, und dass auch das Neufüllen der Rahmen sehr schnell or sich geht.
Selbstverständlich brauchen die Rahmen nicht unbedingt mit dem Gurt vernietet zu werden, sondern man kann dieselben auch mit einem federnden Haken i (Fig. 7) vor- sehen, mittelst dessen dieselben über den Gurt gehängt werden. Ferner kann bei der l ! benutzung des Bandeliers auf dem Waffenrock ein Schutzstreifen durch Anknöpfen oder dergleichen befestigt werden, welcher natürlich an derjenigen Stelle, wo die einzelnen
Rahmen beim Weiterschieben des Bandoliers in die Ladestellung kommen, ausgespart sein UlUSS tFig. 1 a).
Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dass die beschriebene Erfindung in Verbindung mit fast allen Systemen von Magazin-Handfeuerwaffen angewendet worden kann. Dabei sind besondere lose Rahmen für jede Magazinladung nicht mehr erforderlich, wie es beispiels- weise ei dein bekannten Mauser-Magazingewehr erforderlich ist. Es wird also eine @ beträchtliche Summe für die Anschaffung einzelner Rahmen gespart, wozu noch der N'or- theil kommt, dass das Laden in erheblich kürzerer Zeit erfolgen und dadurch die Leistungs- fähigkeit einer Truppe beim Feuern erhöht werden kann.