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Selenzelle.
Die Erfindung betrifft Selenzellen jener Art, bei welcher zueinander parallele leitende Metallp@ättchen hochkant gestellt und kammartig ineinander greifend durch isolierende Plättchen voneinander getrennt und durch eine auf die Schmalseite aufgebrachte Selenschichte untereinander verbunden sind. Die tür eine gute Wirkung der Selenzelle einzuhaltenden Bedingungen suchte man dadurch zu erreichen, dass man die Metallplättchen mikroskopisch dünn machte und auf den isolierenden Piättchen mechanisch starr befestigte (D. R. P.
Nr. 204535). Die starre mechanische Befestigung der Metallplättchen auf den isolierenden Plättchen macht es zunächst notwendig, letztere verhältnismässig dick zu wählen, wodurch die Berührungsfläche zwischen Metall und Selen gegenüber jener zwischen Isolationsmaterial und Selen sehr klein ausfällt und somit eine verhältnismässig grosse Selenobe Sache not- wendig gemacht wild, um den Widerstand der belichtetsn Selenzelle in den wünschenswerten Grenzen zu halten, was wieder eine starke Konzentration des Lichtes ausschliesst.
Ausserdem aber ist bei diesen bekannten Selenzellen die Herstellung der Verbindung zwischen den Metallplättchen und den Zuleitungen nur durch gesonderte Fahnen möglich, die zwischen die mit Metal1 überzcgenen Flächen des einen und die metallfreie E@äche des nächsten Plättchens eingreifen müssen und diese Anordnung der Fahnen ist äusserst schwierig, denn entweder werden die mit Metall überzogene und die metallf eie Seite des Plättchens glatt gelassen, dann kann man zwar einen guten Kontakt zwischen den Fahnen und den Metallplättchen erzielen, aber die benachbaiten P. ättchen sind durch Zwischenräume voneirander getrennt, in welche Atmosphärilien und andere Verunreinigungen eindringen, die die Zelle alsbald unb :
auchbar machen, oder es wird die eine oder die andere Seite der Plättchen abgetreppt, um die Fahne aufnehmen zu können, dann besteht eine grosse Gefahr, dass der
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völlig zerreisst, ganz abgesehen davon, dass dann zwischen den Fahnen und den benachbarten Metallschichten Zwischen ; äume entstehen können und durch Eindringen von Verunra < nigungen in dieselben die Zelle in kurzer Zeit versagt.
Um diesen Mängeln zu begegnen, sind bei der vorliegenden Selenzelle Metallfolien ohne jede mechanische Befestigung auf Glimmerplättchen gelegt und die Fahnen werden
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gebildet, bestehen also in einem Stück mit den Folien.
In der Zeichnung ist eine Selenzelle gemäss der Erfirding in der Vorde ansicht und im Schnitt veranschaulicht.
Die Selenzelle wird aus zwei Scharen paralleler, hochkant stehender Metallplättchen 1, 2, von möglichst geringer Dicke aufgebaut, wobei die Plättchen der einen Schar zwischen die Plättchen der anderen Schar in bekannter Weise kammartig eingreifen und jedes Metall-
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gelegt, derart, dass die Enden der Metallplättchen der einen Schar auf der einen und die der Metallplättchen der anderen Schar auf der anderen Selts über die Enden der Glimmerblätter hinausragen und die so gebild ten Fahnen, die je ein Stück mit den Metallplättchen bilden, in leitenden Schienen 4, 5 festgek'emmt sind, die als Zuleitungen dienen.
Dieses, aus zwei Scharen kammartig ineinandergreifender Metal1plättchen bestehende Gebilde, wird auf einer der Seiten, auf denen d : e Metallplättchen senkrecht oder hochkant stehen, abgeschl'ffen und sodann eine punkt ; ert angedeutete Selenschicht 6 auf diese Fläche aufgebracht.
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Da die Glimmerblätter nur lose auf die Metallplättchen 3 gelegt, also keiner mechanischen Beanspruchung ausgesetzt werden, so kann man sie so dünn halten, als es die Spaltbarkeit des G@immers gestattet. Man kann also auf eine gegebene Breite der Selenzelle und bei gegebener Dicke der Metallfolien eine weitaus grössere Zahl Metallfolien
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erreichen. De Kleinheit des Selenüberzuges gestattet ein sehr stark zusammengedrängtes Licht zu vue'wenden und dadurch bei gegebener Lichtquelle die Reichweite der Vorrichtung, bei welcher die Zelle verwendet wird, weiter zu erhöhen.
Wenn man beispielsweise Mtellfolien von 0#0I mm Dicke und Glimmbrblättchen
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zehn Metallfolien decken, was für den praktischen Gebrauch vollkommen ausreicht.
Dadurch, dass die Metallplättchen glatt (ohnew Abtroppungen) auf del Glimmerblättchen liegen und je ein Stück mit ihren Fahnen bidon, entfallen alle Spalten in der Zelle und alle Quellen mangelhafter Kontakte, es ist somit die \" er1äss1ichkeit und Lebensdauer der vorliegenden Zelle weitaus grösser als die der bekannten.
Ausserdem wird durch die Kleinheit der Zelle ermöglicht, ('ne sehr rasche Abkühlung derselben zu erreichen, falls eine solche beim,, Formieren." gewünscht wird.
Das aus lose aufeinandergelegten Metallplättchen und Glimmerblättern bestehende Gebilde. kann in irgendeiner geeigneten bekannten Weise in einen Rahmen isoliert eingespannt werden.
Um ein gutes Anspannen der Zelle zu sichern, wird die Obi ! flache nach dem Abschleifen mittels feinen Schmiergelpapieres oder Sandst-ah] gebläse etwas aufgerauht, wie bei der Aufbringung von Lack- und ähnlichen Überzügen auf Metall üblich ist und dadurch
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dann ohne Tröpfchenbjldung erstarrt.