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Pessar.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Pessarium, der unter dem Namen"Sterilet" im Gebrauche befindlichen Art, welches sich von dem obgenannten jedoch dadurch unterscheidet, dass das Stylum mit dem Teller eine gelenkige Verbindung aufweist. Durch diese Anordnung erhält dieses Pessar aber erst einen hervorragenden medizinischen Wert.
Die bisher gebräuchlichen Pessare hatten den Nachteil, dass zufolge der starren Verbindung von Stylum und Teller die Einführung schwierig und für die Patientin schmerzhaft war. Dieser Nachteil wird durch die vorliegende Erfindung behoben.
Der besondere Zweck des Pessars gemäss vorliegender Erfindung besteht darin, jene Lage- veränderungen oder Knickungen der Gebärmutter, welche häufig als Schwangerschaftshindernisse auftreten, zu beheben. Durch das Tragen dieses Pessars werden, wie wiederholte Anwendung schon bewiesen hat, die Patientinnen von jenen Beschwerden befreit, die sonst keine makroskopische Grundlage aufweisen. Der artikulierte (gelenkige) Teller wirkt als konstanter Reiz auf den Gebärmutterhals bei unregelmässiger, nicht harmonischer Wirkung des Muskelzuges, indem der Druck, der einseitig auf den äusseren Muttermund ausgeübt wird, einen Reflex und eine allgemeine Konzentration der gesamten Muskulatur auslöst. Auf diese Weise wird der Tonus des Organs immer erhalten und als direkte Folge wird die früher gestörte Funktion normal.
Wenn dieses erreicht ist, wird das Pessar nicht mehr getragen und die erwünschte Schwängerung tritt in den meisten Fällen binnen kurzer Zeit ein.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Fig. i zeigt das Pessar in einer Seitenansicht. bei welcher der Teller mit dem Gelenke im Schnitt dargestellt erscheint. Fig. 2 zeigt eine um 900 verdrehte Ansicht von Fig. I und Fig. 3 den Teller ohne Stylum in Innenansicht.
Der Teller 7 (Fig. i und 2) besitzt innen einen konischen Ansatz 2 zur Aufnahme des Gelenkes. Dieses ist in einfachster Weise so hergestellt, dass sämtliche Teile desselben ohne Schwierigkeit auseinandergenommen oder zusammengesetzt werden können, ein wichtiges Moment, da es stets absolute Reinhaltung aller Bestandteile verbürgt.
Zu diesem Zwecke ist ein in den konischen Ansatz 2/ gut passender Pfropfen 3 vorgesehen,
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den Drehbolzen 6 mit dem Stylum J verbindende Hals < durchtreten kann, wobei der Bolzen 9 durch die denselben noch übergreifenden Kanten der Bohrung 4 in-seinem Lager festgehalten bzw. in fester Drehverbindung mit dem Pfropfen 3 gehalten wird.
Um nun die Verschwenkung des Tellers 1 am Stylllm zu ermöglichen, ist senkrecht zur Bohrung eine Nute 9 ausgenommen, in welche sich der Hals 8 des Stylums einlegen kann und auf diese Weise die Verdrehung bzw. Verschwenkung des Tellers gestattet. Die Zusammensetzung dieses Pessars erfolgt einfach auf die Weise"dass nach Einführung bzw. Durchführung des Stylums durch den konischen Ansatz 2 der Drehbolzen in den konischen Pfropfen 3 seitlich eingeschoben und hierauf dieser fest in den konischen Ansatz 2 hineingedrückt wird. Die Auseinandernahme erfolgt in gleicher, jedoch umgekehrter Reihenfolge. Die Verbindung ist
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eine sichere und besitzt den grossen Vorteil der Einfachheit und somit der leichtesten Reinigungsmöglichkeit.
Die Einführung dieses Pessars kann. da der Teller (Fig. I) bis zum Stylum gekippt werden kann, in einfacher, leichter Weise und ohne fremde Beihilfe erfolgen. Zudem sind schmerzhafte Erweiterungen der beanspruchten Teile unnötig, da durch das Kippen das Volumen des Tellers um mehr als die Hälfte verkleinert erscheint.