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Die Erfindung betrifft eine mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschine mit kreisenden Zylindern und ungerader Zylinderzahl, bei der die Zylinder und die Kurbelwelle in entgegengesetzten Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten kreisen. Derartige Maschinen sind an sich bekannt, doch wird durch den Gegenstand der Erfindung die Anpassungsfähigkeit der Maschine an verschiedene Betriebsverhältnisse bei einer wesentlichen Vereinfachung der Konstruktion bedeutend erhöht.
Im Sinne der Erfindung besteht zwischen der Zylinderzahl, der Umdrehungszahl der Kurbelwelle und der Zahl der in je einem Zylinder während einer ganzen Umdrehung der Zylinder ausgeführten Kreisläufe ein bestimmter Zusammenhang, indem nämlich bei einer Zylinderzahl von 2 n + 1 die Zahl der während einer Umdrehung ausgeführten vollständigen Kreisläufe moi ist und das Verhältnis der Umdrehungszahlen der Zylinder und der Kurbelwelle gleich der Zylinderzahl ist ; dabei stehen die kreisenden Zylinder mit der Kurbelwelle in einer derartigen zwangläungen Verbindung, dass während der einem Takte entsprechenden Winkelverdrehung der Zylinder die Kurbelwelle sich in entgegengesetzter Richtung um einen diesen Winkel auf 1800 ergänzenden Winkel dreht. So z.
B. werden sich in jedem Zylinder einer siebenzylindrigen Viertaktmaschine während einer ganzen Zylinderumdrehung vier vollständige Kreisläufe. also 16 Hübe, abspielen, wobei das Verhältnis der Umdrehungszahl der Zylinder zur Umdrehungzahl der Kurbelwelle, d. h. die Übersetzung, gleich der Zahl der Zylinder, also gleich 7 ist.
Sollen z. B. während eines vollen Kreislaufes von 3600 sich vier Kreisprozesse abspielen. so muss jeder Zylinder während eines Kolbenhubes, der gerade eine Kurbelverdrehung von 180"
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diese Winkelverdrehung in einer zur Kurbeldrehung entgegengesetzten Richtung macht, muss sich die Kurbel, statt um 1800 nur um 180 - 220 30'= 157030'während eines Hubes verdrehen.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Zylinder verhält sich demgemäss zu jener der Kurbelwelle wie 22'5 : 157'5, also wie 1 : 7. Die Kurbelwelle dreht sich also siebenmal schneller als die Zylinder.
Dieses Verhältnis lässt sich übrigens in bestimmten Grenzen beliebig wählen und ist der Zahl der Zylinder anzupassen. Mit anderen Worten, man hat es in der Hand, das Umdrehung-
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z. B. durch die Zylinder eine sich langsam drehende Maschine oder dgl. antreiben, während an die Kurbelwelle eine sich rasch drehende Maschine gekuppelt werden soll, die sich 3, 5 oder 7mal schneller drehen soll, als die sich langsam drehende Maschine, so wird eine Maschine mit drei, fünf oder sieben'Zylindern gewählt.
Die Möglichkeit der Wahl der Zylinderzahl innerhalb weiter Grenzen bedeutet eine sehr schätzenswerte Eigenschaft der Maschine und erhöht deren Elastizität in nennenswerter Weise, wodurch die Maschine sowohl für Flugzeuge wie auch für Kraftfahrzeuge, Motorboote und für die verschiedensten industriellen Zwecke besonders gut verwendbar ist.
Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Fig. i ist ein Schnitt bzw. eine Ansicht nach der Linie A-B der Fig. 2, diese ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. i ; Fig. 3 stellt die Ausbildung der Ein-bzw. Austrittsöffnung der Zylinder und die Verbindung mit dem sich drehenden Ring dar ; Fig. 4 ist ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie E-F der Fig. 3 ; Fig. 5 zeigt einen Querschnitt nach der Linie G-H der Fig 3 ; die Fig. 6 und 7 stellen die Draufsicht der Fig. 3 bzw.- dar.
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In Fig. i sind die Zylinder einer siebenzylindrigen Verbrennungskraftmaschine mit kreisenden Zylindern mit I, die Welle mit 2, die Treibstangen mit 3, die Kolben mit 4. das die Zylinder verbindende, den Kurbelzapfen und die Übersetzung umschliessende Gehäuse mit 5, der Halsteil der Zylinder mit 6, der sich drehende Ring mit 7, die in den Halsteil 6 bzw. in den sich drehenden Ring eingesetzte Büchse mit 8, die auf dem übrigen Teile befindliche Bekleidung mit 8', der zweiteilige feststehende Ring mit 9', 9", der Kurbelzapfen mit io, der Kurbelarm mit Ir und die den Kurbelzapfen lose umgebende, zur gelenkigen Befestigung der Treibstangen dienende Büchse bekannter Konstruktion mit I2 bezeichnet. Auf der einen Seitenwand, z.
B. 5'. des Gehäuses 5 (Fig. 2) ist ein Zahnrad I3 mit innerer Verzahnung befestigt, das sich mit dem Gehäuse 5 bzw. mit den Zylindern gemeinsam dreht und mittels der in einer feststehenden Scheibe I4 frei drehbar gelagerten Zahnräder I5 (Fig. I und 2), deren Zahl im vorliegenden Falle drei ist, das auf die Welle 2 gekeilte Zahnrad I6 in entgegengesetzter Richtung dreht. Das Üher- tragungsverhältnis ist im vorliegenden Falle I : 7.
Die durchbrochenen Seitenwände I7, I8 dienen zur Lagerung der Welle 2, zur Befestigung der Teile 9', 9" des feststehenden Ringes, zur Führung des sich drehenden Ringes 7. 8 und zum Zusammenhalten der ganzen Maschine. Zu diesem Zwecke umgeben die Seitenwände I7, I8 die Welle 2 lagerartig ; die Ringflanschen I9, 20 ermöglichen die genaue Führung und Abdichtung des sich drehenden Ringes 7, wogegen die Flanschen 20, 2I mittels Schrauben oder dgl mit dem feststehenden Ringteil 9" verbunden sind. Die mit der Scheibe I4 aus einem Stück bestehende Hülse 22 ist mit der feststehenden Wand I7 verbunden.
Die Befestigung der Maschine auf dem Untergestell kann durch mit dem feststehenden Ring aus einem Stück bestehende Füsse bewirkt werden. Die Saugräume sind mit 23, die Auspuffräume mit 24 bezeichnet.
In Fig. i sind die zu den einzelnen Takten der vier ganzen Kreisläufe gehörenden Bögen mit I, 2, 3 und 4 bezeichnet, wobei I den Saugtakt, 2 den Verdichtungstakt, 3 den ; \usdehnunl-"- takt und 4 den Auspufftakt bedeutet. Jeder Zylinder führt während eines Taktes eine Verdrehung von 220 3o'im Sinne des Uhrzeigers aus, wobei durch die Zahntadübertragung I3. I5. I6 die Welle im entgegengesetzten Sinne um 157030'verdreht wird.
Die Fig. 3 bis 6 zeigen die Verbindung der Zylinder mit dem kreisenden Ring in grösserem Massstabe.
In den Halsteil 6 des Zylinders I, der in den kreisenden Ring 7 hineinragt (Fig. i) und diesen mitnimmt, ist eine Metallbüchse 8 eingepasst, die mit ihrem unteren Ende frei in den Verdichtungsraum ragt. Der obere, sich auf die Teile 7', 7"des kreisenden Ringes stützende Teil der Büchse besitzt die gleiche Breite als die entsprechende Fläche des nicht dargestellten feststehenden Ringes und des kreisenden Ringes 7. Dieser obere Teil der Büchse 8 ist auf beiden Seiten mit nach einwärts gebogenen Flanschen 25, 26 (Fig. 4) versehen, die in entsprechende Ausnehmungen der Teile 7', 7"des kreisenden Ringes eingreifen.
Die treppenartig ineinandergelegten Rippen 29, 30 (Fig. 5) der Ringteile 7', 7"umgeben die Zylinder büchsenartig (Fig. 4 und 5) und sind in der unmittelbaren Nähe des Halsteiles 6 der Zylinder durch Schrauben 27, 28 (Fig. 3) verbunden. Der Umfang des kreisenden Ringes ist durch Bandteile 8'verkleidet, die mit der Aussenfläche der Büchse 8 bündig sind.
Die Querschnittsabmessungen der Büchse sind entsprechend dem jeweiligen Verdichtung's- und Explosionsdruck derart gewählt, dass der auf den vollen Querschnitt wirkende Druck die Büchse mit entsprechender Kraft auf den stehenden Ring presst. Durch die auftretende Flieh-
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PATENT-ANSPRÜCHE : : i.
Mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschine mit kreisenden Zylindern und ungerader Zylinderzahl, bei der die mit der Kurbelwelle zwangläufig verbundenen Zylinder im entgegengesetzten Sinne wie die Kurbelwelle kreisen, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Zylinderzahl von 2 n + i die Zahl der während einer Umdrehung ausgeführten vollständigen Kreisläufe K-j-i und das Verhältnis der Umdrehungszahlen der Zylinder und der Kurbelwelle gleich der Zylinderzahl ist.
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