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Es wird nun bei vorliegender Anordnung ein solcher selbsttätiger Sender angewendet, wetcher geeignet ist, der Richtung und Grösse der einzelnen Zeichenelomente iowie deren gegenseitiger Entfernung entsprechende Stromstösse in die Linie zu senden In der Empfangsstelle aber wird ein Empfänger angewendet, weicher die Stromstösse auf tom Schreibt) latte in einer nicht nor der Dauer der Stösse (wie hei dem gewöhnlichen Morse-Apparat), sondern auch deren Starke und Polarität entsprechend charakterisierten Linie aufzuzeichnen vermag. Derartige Empfänger sind in der Praxis zur Genüge bekannt : D. R. P. Nr. 113739).
Fig. 5 der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der Anordnung eines, den obigen Erfordernissen entsprechenden Senders und Empfängers, wobei vorausgesetzt ist, dass die Schrift auf der mittleren Zeile y begonnen wird (Fig. 3).
Von den Punkten mit verschiedener Polarität und mit verschiedenem Potential der Batterie 1 (Fig. 5) führen die Leitungen 2, 3, 4 und 5 zu mehreren voneinander isoliert auf die Welle 6 montierten Scheiben 7, 8, 9 und 10. Diese Scheiben bilaen gemeinsam mit dem Isoliermaterial zwischen ihnen eine auf geeignete Weise, z.
B. mittelst des kleinen Elektromotors 34 angetriebene rotierende Trommel, welche zur Beförderung eines perforierten Papierstreifens 11 dient. Über dem perforierten Streifen 11 ist eine Bürste 12 augeordnet, die in dem Momente, in welchem eine Perforation des Streifens unter dieselbe gelangt, in die mit der Bürste in Verbindung stehende Linie einen Stromstoss sendet, welcher der Polarität und Spannung der den betreffenden Theil der Trommel bildenden Scheibe entspricht, wobei die Dauer dieses Stosses -- eine gleichmässige Geschwindigkeit dos Streifens vorausgesetzt-durch die Länge der Perforation bestimmt wird. Diese Stromstösse gelangen an der Empfangsstelle in die Wickelung eines mit dem Spiegel 15 versehenen optischen Telephons 75 und kehren dann über die Erde oder über eine zweite Leitung zum Nullpunkte der Batterie zurück.
Vor dem optischen Telephon ist eine Lichtquelle 14 angeordnet, deren Lichtstrahlen durch den concaven Spiegel 15 des Telephons auf dem mit gleichmäl3iger Geschwindigkeit in der Pfeilrichtung fortbewegten lichtempfindlichen Papiorblatte 16 concentriert werden, wodurch auf demselben eine dem Charakter der in das Telephon gelangenden Stromstösse entsprechende Linie entsteht. 77 ist eine Spule mit Selbstinduction und 18 ein Condensator.
Gelangen vom Sender Stromstösse von geringer Spannung in die Linie, dann wird der Ausschlag des Telephonspiegols und somit auch der Ausschlag der durch das Telephon registrierten Linie klein sein. Die Richtung des Ausschlages hängt von der Polarität des Stromstosses ab. Die Dauer des Stromstosses kommt in der durch das Telephon registrierten Linie dadurch zum Ausdrucke, dass der von der Bewegungsrichtung des Papieres abweichende Ausschlag länger oder kürzer ist. Demnach muss der Papierstreifen des Senders behufs Aufzeichnung des gothischen Buchstahens dip in F'ig. 2 dargestellte Perforation besitzen.
Es kommt zuerst eine längere Perforation, welche über die mit einem Punkte mittlerer Spannung der Batterie in Verbindung stehende Scheibe des Senders xu liegen kommt. Es folgt dann ein kleiner Zwischenraum, welcher dazu dipnt, um inzwischen den beweglichen Thoil des Empfängers (Telephon) in seine ursprüngliche Lage zurückkehren zu lassen. Hernach folgt eine kürzere, über eine Scheibe von geringerer Spannung liegende Perforation, welche einen geringeren Ausschlag des Telephonspiegels von kürzerer Dauer verursacht. Unmittelbar nach dieser Perforation folgt eine mit der ersten Perforation identische dritte Perforation, welche eine Scheibe von mittlerer Spannung passiert und einen längeren Stoss in die Linie sendet, welcher den in seine ursprüngliche Lage zurückgekehrten Spiegel dazu veranlasst, das dritte Element des gothischen Buchstaben @ aufzuzeichnen.
Auf ähnliche Weise lassen sich durch die richtige Wahl der Lage, der Länge und der gegenseitigen Entfernung der Perforation, die einzelnen Zeichcnclemente dos ganzen Alphabetes aufzeichnen. In Fig. 4 ist die-Anordnung der zum Aufzeichnen der in Fig. 3 abgebildeten ersten sechs Buchstaben des gothischen Alphabetes erforderlichen Perforationen veranschaulicht : Beginnt man die Schrift in der obersten oder untersten Zeile, x bexw. z (Fig. l
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bezw. Intensität, sowie die Dauer derselben wechselt.
Es ist hieraus, sowie aus der Zeichnung ersichtlich, dass die Registrierung. der einzelnen Schriftzeichen nur wenige-im Durchschnitte nicht mehr als dreiPerforationen erfordert. Für den Fall, dass gewisse coinplicierteresellriftzeichen registriert werden soll. müssen die betreffenden Zeichen selbstverständlich auf eine grössere Anzahl
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von Elementen zerlegt werden, und die Länge, sowie das gegen eitige Verhältnis der Perforationen muas dem Charakter der zu rgistrterenden Elemente entsprechend gewählt werden.
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quer liegende, sondern auch in der Richtung der Zeilen laufende Elemente, d. h.
geschlossene (in sich selbst zurückkehrende) Linien vorkommen, werden die einzelnen Schriftzeichen-Elemente in zwei miteinander einen Winkel bildende Componenten zerlegt, und es wird für die Absendung von separaten, dem Charakter dieser Componenten entsprechenden Stromstösse Sorge getragen. In diesem Falle sind demnach zwei Sender von gleicher Construction erforderlich, von denen jeder für sieh geeignet ist, Stromstösse auszusenden, die dem Charakter der einen, bezw. der anderen Componente entsprechen.
Diese beiden Sender werden vortheilhaft derart nebeneinander angeordnet und von- einander elektrisch isoliert, dass ein und derselbe perforierte Papierstreifen gleichzeitig aber beide Sender läuft und die Absendung von Stromstössen für beide Componeuten vermittelt.
Die Anordnung des Schreibapparates an der Empfangsstelle ist in diesem Falle eine derartige, dass die eintreffenden Stromstösse zwar für sich zur Geltung kommen, doch stehen die einzelnen Theile des Empfängers in einem solchen gegenseitigen Verhältnisse, dass die durch dieselben in Empfang genommenen Componenten gemeinschaftlich in einer resultierenden Linie registriert werden.
Die in Fig. 5 veranschaulichte Anordnung ist daher in diesem Falle insoferne abgeändert (Fig. 11), dass auf der Aufgabestation zwei voneinander isolierte Batterien. bexw. Batterietheile 5. 3 und 33 und zwei mit denselben an Stelle von verschiedener Polarität und Spannung in Verbindung stehende Scheibengruppe 19 und 20 angewendet werden, welche somit zwei isolierte Sender darstellen.
L'her jede Scheibengruppe sind separate Bürsten 21 und 22 angeordnet. Der Einfachheit halber sind die voneinander isolierten Scbeibengruppen in einer auf die gemeinschaftliche Welle 23 montierten Trommel vereinigt und auch die Perforationen sind auf einem gemeinschaftlichen Streifen 24 angeordnet. Von jeder Bürste führt eine besondere Leitung zu den optischen Telephonen 25 bezw. 26 der Empfangsstelle und der Strom kehrt von hier über die Erde, über eine gemeinsame oder über getrennte Rückleitungen. 27 und 28 zu den Nullpunkten der betreffenden Batterien zurück.
Das von der Lichtquelle 30 ausgehende Strahlenbündel fällt zuerst auf den Spiegel des einen Telephons 26, von hier auf den Spiegel des Telephons 25 und wird durch denselben auf das in der Pfeilrichtung fortbewegte lichtempfindliche Papierblatt 31 reflectiert, auf welchem die Schwingungen der einzelnen Telephone in einer resultierenden Linie aufgezeichnet werden. Selbstverständlich liegen die Schwingungsebenen der Spiegel der optischen Telephone gegeneinander im gleichen Winkel, den jene beiden Componenten einschliessen, in welche die einzelnen Scbriftzeichenelemonte zerlegt wurden. In dem durch Fig. 11 veranschaulichten Falle liegen die Sc1lwingungsebenen der Telephonspiegel senkrecht zueinander.
Behufs eingehender Erläuterung des Vorganges soll nachfolgend mit Bezug auf Fig. 7 das Entstehen des lateinischen a beschrieben werden, wobei bemerkt wird, dass die Pfeile e die Richtung der Schwingungen des Spiegels von Empfänger 25, Pfeil f aber die Richtung der Schwingungen des Spiegels vom Empfänger 26 andeutet (Fig. 11).
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Papieres'31, BeiHiufig in dem Momente, wo die hierdurch entstandene Linie bis zum Punkt A gelangt, erreicht ein Stoss den Empfänger 26, welcher eine Schwingung des Spiegels verursacht, die den Lichtstrahl in der Richtung des Pfeilosf abzulenken trachtet.
Infolge der combinierten Einwirkung beider Ablenkungen gelangt der Lichtstrahl nach Punkt). Hier wird der Impuls, welcher auf den Empfänger 25 einwirkt, unterbrochen : die Einwirkung des Stromstosses auf den Empfänger 26 dauert unterdessen noch an, jedoch wird die Richtung des Lichtstrahls durch die Bewegung der infolge ihrer elastizität in die Ruhelage zurückkehrende Telephonmembrane des Empfängers 25 moditiciert und es
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brochen und die Membrane des Telephons 26 trachtet in ihre Ruhelage zurückzugelangen und den Lichtstrahl nach Punkt h zu lenken,
während der Spiegel des Telephons 25 infolge der Elasticität seiner Membrane den Lichtstrahl nach Punkt q zu lenken sucht. Die beiden Einwirkungen erzeugen nun eine resultierende Ablenkung des Lichtstrahles nach Punkt k, woselbst der Lichtstrahl seine Ausgangslinie erreicht. Ein narlhfolg'udor ausschliesslich auf den Empfänger 25 einwirkender Stromstoss lenkt den Lichtstrahl ach Punkt 1 ab, von wo derselbe durch Elastizität der Telephonmembrane zur Ausgangslinie
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zurückkehrt.
Inzwischen hat, sich das lichtempfindliche Papier in der in Fig. 11 angeieuteten Richtung mit entsprechender Geschwindigkeit fortbewegt, wodurch die angemessene Entfernung der einzelnen Schriftxeichonetemente voneinander zustande kommt.
Um eine möglichst deutliche und lesbare Reproduction der Schriftzeichen zu erzielen, ist es nothwendig, dass die den einzelnen horizontalen und verticalen Componenten der Schriftzeichenelemente entsprechenden Stromstösse in bestimmten Zeitintervallen erfolgen, derart, dass die Zusammenwirkung derselben im geeigneten Moment beginne, bezw. auf-
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- eine bestimmte Art der Perforation vorausgesetzt-durch die Lage der Bürsten des Senders bedingt wird und durch Verstellung derselben reguliert werden kann.
Um aber diese "Phasendifferenz" auch auf die Empfangsstelle regulieren zu können, kann man die Capacität des einen oder des anderen der beiden zu je einem der Telephone parallel geschalteten ('ondensatoren 41 in entsprechendem Masse modificieren oder aber es werden den Empfängern regulierbare Selbstinductionsleiter 35 vorgeschaltet. Gegebeuenfalls können jedoch auch beide Reguliervorrichtungen gleichzeitig zur Anwendung kommen.
Fig. 9 veranschaulicht in möglichst getreuer Copie mehrere miteinander nach Art der gewöhnlichen Schrift in Verbindung gebrachte Schriftzeichen, die mit der Anordnung nach Fig. 11 geschrieben wurden. Fig. 10 aber veranschaulicht den diesen Schriftzeichen entsprechend perforierten Papierstreifen.
Bei der soeben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung, welche das Aufzeichnen geschlossener Schriftzeichen elemente gestattet, können die beiden Empfänger derart vereinigt werden, dass (bei Anwendung des optischen Telephons) die Membrane)) der beiden Telephone mit einem einzigen Spiegel derart in Verbindung stehen, dass jede
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imstande sind. In diesem Falle wird die Verwendung eines zweiten Spiegels natürlich überflüssig.
In Fig. 14,15 und 16 ist eine darartige Ausfübrungsform des Empfängers in
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kiinnen.
Eine derartige Modification der Anordnung besitzt eine noch grössere Wichtigkeit in dem Falle, wenn a) s Empfänger an Stelle des optischen Telephons ein Apparat mit
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Uerorder"von Thomson oder der "Russschreiber" von Siemens & Halske. Die beiden schwingenden Theile -- beispielsweise des "Syphon Recorders" stehen in diesem Falle mit einem einzigen gemeinschaftlichen Heber in Verbindung ; die Übertragung der Bewegung geschieht selbstverständlich unter demselben Winkel, welchen die Componenten der Schriftzeichenelemente einschlossen.
Da vorliegende Erfindung zur möglichst raschen Beförderung telegraphischer Nach-
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Hewegungsrichtung des lichtempfindlichen Papieres kreuzenden und Ausschläge des Lichtstrahles verursachenden Theile 25 des Empfängers in einer Schleife geschaltet ist und der andere Thei ! 2C des Senders mit dem Mittelpunkte des Selbstinductionsleiters 29 in Verbindung steht, während der entsprechende Theil 2 ( ; des Empfängers, welcher die zur Hewegungsrichtung des Papieres parallelen Ausscbläge des Lichtstrahles verursacht, in eine vom Mittelpunkte der Wickelung des Empfängertheiles 25 ausgehende Leitung eingeschaltet ist, als Rückleitung aber die Erde dient.
Diese Schaltung hat den Vortheil, dass die Schleife inductionsfrei ist, die andere Leitung aber geripgen Widerstand und geringe Selbstindl1ctjon besitzt
Es soll endlich noch bemerkt worden, dass der Sender, wie in Fig. 13 schematisch abgebildet, auch derart construiert sein kann, dass die einzelnen Punkte der Batterie nicht mit den, die Tlieile der Trommel bildenden Scheiben, sondern mit der erforderlichen Anzahl gegeneinander isolierter Bürsten 36, 37, 38, 39, M in Verbildung stehen, in
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Selbstverständlich können an Stelle der gelochten Papierstreifen auch alle jene Mittel verwendet werden, welche zur selbstthätigen Abgabe von Stromstössen im allgemeinen Gebrauche stehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Beförderung und Wiedergabe telegraphischer Nachrichten in Form gewöhnlicher Schriftzeichen, gekennzeichnet durch die Combination eines selbstthätigen Senders, welcher für jedes einzelne aufzuzeichnende Schriftzeichenelement, d. h. für jede von einem beliebigen Niveau ausgehende und auf dasselbe Niveau zurückkehrende
Linie einen einzigen Stromstoss, bezw. eine möglichst geringe Anzahl von Stromstössen absenden. welche eine der Richtung, Grösse und gegenseitigen Entfernung der Elemente entsprechende Polrichtung, Stärke und Aufeinanderfolge aufweisen, mit einem Empfänger, z. B. einem optischen Telephon, von solcher Beschaffenheit, dass es auf der Empfangsstelle die eintreffenden Stromstösse in einer, deren Charakter entsprechenden zusammenhängenden
Linie aufzeichnen kann.