AT79176B - Reibungsbremse für Geschütze. - Google Patents

Reibungsbremse für Geschütze.

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Siegfried Ing Neutra
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  Reibungsbremse für Geschütze. 



   Die den Gegenstand der Erfindung bildende Reibungsbremse für   Geschütze   vermeidet die   Übelstände,   die sich bei den bisher vorgeschlagenen Reibungsbremsen gezeigt haben, die hauptsächlich darin lagen, dass die Bremsung zu schroff war und dass keine Regelung der Rück-   lauflänge   möglich war. Bei der neuen Reibungsbremse steht die auf der Wiege angeordnete Bremseinrichtung, die auf eine mit dem Geschützrohr verbundene Stange wirkt, unter dem Einflusse einer mit dem Geschützrohr verstellbar verbundenen, entsprechend geformten Druckschiene, durch die der Bremsdruck beim Rücklauf von einem gewissen Anfangswerte an durch ihre vermittelst einer geeigneten regelbaren Führung bewirkte Verstellung in dem jeweils nötigen Mass und Sinne geändert wird.

   Durch entsprechende Formgebung dieser   Dluckschiene   und durch die Art ihrer Verstellung beim Beginn des Rücklaufes und schliesslich auch durch die Regelbarkeit des Masses dieser Verstellung kann jede gewünschte Art der Bremsung beim Rückund   ül) ri-s aueh   beim Vorlaufe erreicht und auch die Länge des   Rücklaufes   geregelt werden. 



   Weitere Einzelheiten sollen an Hand der in der Zeichnung dargestellten   Auaführungs-   form der Reibungsbremse geschildert werden. 



   Fig. 1 zeigt das   Geschiitzrohr   mit Wiege und Bremse in einer schematischen Seitenansicht, wobei die   trogförmige Wiege   in einem lotrechten Schnitt veranschaulicht ist ; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Bremseinrichtung mit den ausserhalb der   Wiep : e n'elegeneu   Teilen und Fig. 3 einen Querschnitt der   BremsemrichtulLnn   in   grösserem   Massstab. 



     Das Geschützrohr trägt   an seinem hinteren Ende einen Ansatz 2 mit einem länglichen Schlitz 3, in welchen der Zapfen 4 der Bremsstange 5 hineinragt. Die Bremsstange 5, deren 
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   senkrecht zu   dessen Achse etwas verstellen. Diese Einstellbarkeit ist nötig, um die Lage der   Bremsstange   5 innerhalb der Wiege 6 trot. ihrer Verbindung mit dem Rohre 1 von der Ab-   nutzung   der   Führung   des Rohres auf der Wiege unabhängig zu machen, so dass also die 
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 kann.

   Um eine Verlängerung 9 des Zapfens 4, die hinten aus dem Schlitz 3 des Rohransatzes 2 herausragt, ist eine entsprechend starke Druckfeder 10 gewunden, die sich einerseits gegen den Rohransatz J und andererseits gegen die Unterlagsscheibe einer auf diese   Verlängerung   9 auf-   m'setzten Mutter 11 stützt, wodurch   die   Bremsstange 5 normalerweise riickwärts   gezogen wird und sich mit ihrer Schulter 12 gegen die Vorderseite des Rohransatzes 2 stützt. Solange sich 
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 dieser Block hat ebenso wie die Wiege 6 eine seitliche Durchbrechung, durch die die beiden Flanschen 14 und 15 nach aussen ragen.

   Der untere   Flansch 25 stützt   sich gegen ein an der Aussenseite der Wiege befestigstes Widerlager   18,   so dass bei Belastung des oberen Flansches 14 die Bremsmuffe 13 zusammengedrückt wird und die Stange 5 bremst. 



   Die Belastung des Flansches 14 muss nun bei Beginn und im Verlaufe der Rücklaufbewegung entsprechend geregelt werden, wobei auch auf die beim Rücklauf zunehmende Spannung der Vorholeinrichtung Rücksicht genommen werden muss, und dazu ist folgende Einrichtung getroffen :
Von dem Flansch 14 ragen bei der dargestellten Ausführungsform zwei Schraubenbolzen 19 aufwärts, denen entlang eine Platte   2,'0   senkrecht zur Achse der Bremsstange 5 gleiten kann, und diese Platte ist durch um die Schraubenbolzen 19 gewundene Druckfedern 21 gegen den Flansch 14 abgestützt, so dass sie also aufwärts dedrückt wird.

   Um die Spannung der Druckfedern 21 regeln zu können, stützen sie sich nicht unmittelbar gegen die Platte   20,   sondern gegen in die Platte 20 eingesetzte hohle Stellschrauben 22, deren obere Fläche gegen die auf die Bolzen 19 aufgesetzten Muttern 23 gedrückt wird. Je nach der Verdrehung der hohlen Schrauben 22 in dem einen oder dem anderen Sinne kann also die Spannung der Druckfedern 21 vergrössert oder verkleinert werden und man ist daher in der Lage, diesen Druckfedern am Anfange die gewünschte Spannung zu geben und sie späterhin, wenn sie ermüden sollten, entsprechend   nachzuspannen.   



   Auf der Platte 20 ist eine Rolle 24 gelagert, die, wenn sie niedergedrückt wird, die Platte   20   entlang der Schraubenbolzen 19 gegen den Flansch 14 hin bewegt, der infolge der dabei zunehmenden Spannung der Druckfedern 21 dem unteren beweglichen Flansch 15 genähert wird, wodurch der Bremsdruck entsteht. 



   Oberhalb der Rolle 24 ist nun eine Druckschiene 25 angeordnet, die mit ihrem vorderen
Ende an einem Rohransatz 26 angelenkt und mit ihrem hinteren Ende in einem Bogenschlitz 27 des hinteren Rohransatzes 2 geführt ist, so dass sie also um ihren vorderen Drehpunkt 28 auf- und abwärts geschwenkt werden kann. Diese Druckschiene wird infolge ihrer Verbindung mit dem Rohr 1 von diesem beim Rück-und Vorlauf mitgenommen und da sich dabei die Rolle 24 an ihrer unteren Fläche 29 abwälzt, so wird bei entsprechender Krümmung dieser Fläche 29 die Rolle 24 bei dieser Bewegung der Druckschiene 25 abwärts bzw. aufwärts bewegt, wodurch   der Bremsdruck vergrössert bzw. verkleinert wird.

   Würde diese Druckschiene 25 mit dem Rohr 2 unverstellbar verbunden sein, so wäre auch ihr Einfluss auf die Höhenverstellung der Rolle 24   stets gleichbleibend, d. h. es wäre die Bremsdruckkurve stets dieselbe, und zwar sowohl beim Rücklauf als auch verkehrt beim Vorlauf. Abgesehen davon, dass aber die Bremsdruckkurve 
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 werden kann.   Dieser Führungskörper, 31   steht mittels eines Zapfens. 32 mit einem Stein 33 (Fig.   2)   in Verbindung, der in einem   schrägen Schlitz J4   einer an der Aussenseite der Wiege angebrachten   Platte. 35 liegt.   In diesem Schlitze sind zwei Anschläge 36 und 37 verstellbar angeordnet, die die Beweglichkeit des Steines 33 nach beiden Richtungen hin begrenzen.

   Die den Rücklauf des Rohres 1 mitmachende Druckschiene 25 nimmt den Führungskörper 31 durch Reibung mit, wobei aber der mit dem   Führungskörper   31 verbundene Stein 33 in dem schrägen Schlitz 34 abwärts gleitet und dadurch vermittelst des Führungskörpers, 31 die   Druckschiene ; M   um ihren Drehzapfen 28 abwärts schwenkt, und zwar so lange, bis der Stein-33 gegen den Anschlag. 36   stösst,   worauf er samt dem Führungskörper 31 festgehaiten wird, der nunmehr der mit dem Rohre 1 weiterbewegten Druckschiene 25 als feststehende   Führt..     d'ent.

   Beim Vorlauf   kann die Druckschiene 25 den Führungskörper 31 wieder durch Reibung mitnehmen, wobei der mit ihm verbundene Stein   3. 3 in   dem schrägen   Rchlitz 34 aufwärts   gleitet, bis er gegen den Anschlag 37 stösst, wodurch die Druckschiene 25 aufwärts geschwenkt wird, wonach der festgehaltene   Fi. ihrungskörper 31 der   mit dem   Rohre/weiter vorwärts gezogenen Druckschiene   25 als Führung dient,
Beim Rücklauf wird die Druckschiene 25 also abwärts und beim Vorlauf aufwärts geschwenkt. 



   Beim Rücklauf wird aber die Bremsstange 5 nicht sofort vom Rohre mitgenommen, da 
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 EMI3.1 
 S   né der   Feder 10 muss also rascher anwachsen als der Bremsdruck. 



   Beim vorlauf wirkt die Endapannung des Vorh (, lers dem Reibungswiderstand entgegen. 



  Da aber die Spannung der Feder 10 in der Endstellung bedeutend grösser ist als die Differenz zwischen dem Vorholerdruck und Reibungswiderstand, wird auch zunächst das Rohr 1 allein vorgeschoben. Dabei wird die sofort mitgenommene Druckschiene 25 aufwärts geschwenkt, wodurch der Bremswiderstand vermindert wird, so dass nunmehr auch die Bremsstange 5 folgen kann ; die Aufwärtsbewegung der Druckschiene 25 kann in solchen Grenzen gehalten werden, dass der dabei erzeugte Bremswiderstand gerade ausreicht, um den Arbeitsüberschuss des Vorholers zu vernichten. Die Bremse wirkt also auch als Vorlaufbremse, 
 EMI3.2 
 kannte   Foim   erhält. 



   Die Anschläge 36 und 37 des schrägen Schlitzes   34,   die das Mass des   Aufwärts-und Ab-   wärtsschwenkens der Druckschiene 25 begrenzen, sind, wie bereits erwähnt worden ist, ver- stellbar. Durch diese Verstellbarkeit kann sowohl der Rücklauf als auch der Vorlauf in der ein- fachsten Weise geregelt werden. Ist z. B. der   Rücklauf   zu lange und der Vorlauf gut, so braucht nur der Anschlag 36 rückwärts verschoben zu werden. Ist der Rücklauf gut und der Vorlauf zu kurz, so kann dies sowohl darauf zurückzuführen sein, dass der Anschlag 37 zu weit hinten gelegen ist, als auch darauf, dass die Vorholerspannung zu gering ist. In beiden Fällen schafft ein Vorwärtsverstellen des Anschlages 37 Abhilfe ; im Falle die Schuld hauptsächlich am Vor- holer liegt, muss allerdings auch dessen Spannung erhöht werden.

   Durch Verschieben des An- schlages 36 wird also der Rücklauf, durch Verschieben des Anschlages 37 der Vorlauf geregelt und daraus ergibt sich, wie   Rücklauf   und Vorlauf bei verschiedener Erhöhung des Rohres auch selbsttätig geregelt werden kann. Die Stellvorrichtungen der beiden Anschläge brauchen ja nur in irgend einer Weise mit der Höhenrichtmaschine verbunden zu werden, was ohne besondere   ko     konstruktiv@ Schwierigkeiten   möglich ist. 



   Zeigt sich, dass der Rücklauf zu lange und der Vorlauf zu heftig ist, so brauchen nur die 
 EMI3.3 
   stärken.   Hiedurch wird der Bremsdruck vergrössert und infolgedessen der Rücklauf verkürzt und die   Verlauf Geschwindigkeit vermindert.   



   Die Bremsstange 5 kann rohrförmig ausgebildet werden, so dass man in ihrem Innern die   Vorholeinrichtung   beliebiger Konstruktion unterbringen kann
In   konstruktiver Beziehung lässt   die beschriebene Bremseinrichtung mancherlei Wandlungen zu:so könnte z.

   B. die das Auf- und Abwärtsschwenken der Druckschiene 25 bewirkende   Schrägführung   auch mittels eines Lenkers oder Lenkersystems erreicht werden, dessen Beweglichkeit durch verstellhare Anschläge begrenzt wird, die   Bremsstange konnte im Querschnitt   prismatisch sein, und schliesslich konnte auch die Bremseinrichtung selbst nach einem anderen 
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 entsprechend geformten Druckschiene steht, durch die der Bremsdruck beim Rücklauf von einem gewissen Anfangswert an durch ihre vermittelst einer geeigneten regelbaren   Führung     )"e'wirkte Verstetiung in   dem jeweils nötigen Mass und Sinn geändert wird.

Claims (1)

  1. 2. Reibungsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die etwa um einen < ) m vorderen Teil des Geschützrohres befindlichen Fixpunkt schwenkbare und hinten verschiebbar gelagerte Druckschiene mittels eines von ihr durch Reibung mitgenommenen Führungskörpers, EMI3.5 I regeln zu können.
    4. Reibungsbremse nach Anspruch 1 bzw. 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druck- schiene so gestattet ist, dass sie auch beim Vorlauf, bei dem sie durch die Führungseinrichtung <Desc/Clms Page number 4> im entgegengesetzten Sinne verstellt wird, wie beim Rücklauf eine entsprechende Bremswirkung zur Vernichtung des Kraftüberschusses des Vorholers vermittelt.
    5. Reibungsbremse nach Anspruch l bzw. 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsstange in einem Ansatz des Geschützrohres in der Längsrichtung innerhalb verhältnismässig enger Grenzen verschiebbar gelagert und durch eine Feder normalerweise in ihrer hintersten Lage gehalten ist, wodurch einerseits beim Rücklauf die Feder erst bis zu einem gewissen Grad gespannt wird, ehe die unter dem Einfluss des durch Verstellung der Druckschiene vermittelten Bremsdruckes stehenden Stange vom Rohr mitgenommen wird und der Rücklauf daher stossfrei beginnt, andererseits beim Vorlauf auch zuerst das Rohr allein unter dem Druck der gespannten Feder vorgeschoben und die Druckschiene umgestellt wird, um die Vorlaufbremsung einzustellen, ehe die Stange vom Rohr mitgenommen wird.
    6. Reibungsbremse nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der in der Wiege längsgeführten Bremsstange mit dem Geschützrohr senkrecht zu diesem Verstellungen zulässt, indem etwa der abgeflachte Endzapfen der Stange in zellen senkrecht auf der Rohrachse stehenden Langschlitz des Rohransatzes hineinragt, um dte Lage der Brems- EMI4.1 EMI4.2 an der Wiege angeordnetes Widerlager stützt und deren anderer durch ein von der Druckschiene beeinflusste Druckglied belastet ist.
    8. Reibungsbremse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckglied eine mit einer, mit der Druckschiene in Eingriff befindlichen Rolle versehene Platte verwendet ist. die mittels in ihrei Spannung regelbarer Federn gegen den zu belastenden Flansch der Bremsmuffe abgestützt ist. EMI4.3 in ein, in der rinnenförmigen Wiege befestigtes Lager eingesetzt ist, das ebenso wie die Wiege fine seitliche Öffnung hat, durch die die Flanschen der Bremsmuffe nach aussen ragen.
AT79176D 1918-08-08 1918-08-08 Reibungsbremse für Geschütze. AT79176B (de)

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