<Desc/Clms Page number 1>
Schnelifeuergeschütz.
Während man bei Feuerwaffen kleinen Kalibers, z. B. bei Maschinengewehren, schon hohe Feuergeschwindigkeiten erreicht hat, ist es bisher noch nicht gelungen, bei den grösseren Kalibern, die Explosivgeschosse, z. B. Granaten, verfeuern, Feuergeschwindigkeiten auch nur annähernd gleicher Grössenordnung zu erzielen. Die für Maschinengewehre brauchbaren Konstruktionen sind dann nämlich nicht mehr brauchbar, vor allem lassen sich die selbsttätigen Verschlusseinrichtungen bei dem weit grösseren Rückdruck in den Geschützen und den viel grösseren Massen in den Verschlussteilen nicht mehr in der bisher erprobten Weise durchbilden. Schwierigkeiten bietet auch die rasche Zuführung der viel schwereren Munition und die Kühlung.
Gemäss der Erfindung ist es nun gelungen, Feuergeschwindigkeiten von 60 Schuss in der Minute und mehr mit einem Geschütz von so einfacher Bauweise zu erreichen, dass nicht nur die Bedienung des Geschützes verhältnismässig ungeübten Leuten übertragen werden kann, sondern dass auch möglichst wenig Störungsquellen vorhanden sind und die wenigen der Abnutzung oder Beschädigung ausgesetzten Steilen ohneweiters auswechselbar sind und somit Störungen an einzelnen Teilen noch nicht das Einstellen des Feuers erfordern. Die einfache Bauweise des Geschützes, besonders der Ladeeinrichtung, erlaubt es ferner, die Hauptteile des Gesehützes auch bei reichlichen Abmessungen so) leicht zu halten, dass sie von einem Mann getragen werden können.
Diese Vorteile sind im wesentlichen durch eine besondere Ausgestaltung der Munition und durch eigenartige Anpassung des Geschützes an diese Munition erreicht worden.
Die Munition ist nämlich in Patronen untergebracht, die das Geschoss mit Zünder und
EMI1.1
seits als Geschützrohr ausgebildet ist und als solches verwendet wird. Die Verwendung der Patronenhülse als Geschützrohr beseitigt alle Schwierigkeiten der Verschluss- und Ladeeinrichtung indem zur Einführung des Geschosses und der Treibladung sowie zur Vorbereitung der Zündung beliebig vie) Zeit zur Verfügung steht und als Zeitraum zwischen der Abgabe zweier Schüsse nur noch so viel Zeit zu liegen braucht, als erforderlich ist, um eine Patrone an Stelle der vorhergehenden (abgefeuerten) zu bringen.
Diese erforderliche Zeit ist besonders kurz, wenn die Patronen beispielsweise Seite an Seite liegend auf einer Gleitbahn oder einer Rollbahn der Abfeuerungsstelle zugeführt werden, von wo sie die abgefeuerten HÜlsen bzw. Geschützrohre wegdrängen. Am einfachsten wird die ganze Anordnung, wenn die Treibladung jeder Patrone mit einem elektrischen Glühzünder ausgestattet ist, der dann (mittels der Abzugvorrichtung) an eine Stromquelle
EMI1.2
feuei-unusstellung gelangt ist.
Sehr wichtig ist es auch, dass bei dieser Art von Patronen ein besonderes Auswerfen der leeren Patronenhülse aus dem Geschützrohr und die damit verbundenen technischen Schwierig- keiten natürlich wegfallen und dass die Geschützrohre sich ohne besonderes Zutun abküblen, bevor sie wieder abgefeuert werden.
EMI1.3
Zusammenfügung nicht bloss in der Munitionswerkstätte geschehen kann, sondern auch in der Geschützstellung
EMI1.4
Vorrichtung für letztere.
Das Gescnuss füllt zweckmässig das Geschützrohr nicht vollständig aus, sondern lässt noch Linen Expansionsraum c für die Treibgase frei. Zu diesem Zwec, k 15111tzt sich zweckmässig das Geschoss b mittels einer Schulter auf den vorderen Rand 1 des Geschützrohres. Die Treibladung e
EMI1.5
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
mit dem isolierten Kontaktring l in leitende Verbindung gebracht ist.
Das Geschütz besteht aus der Bodenplatte n, die den senkrechten Pivotzapfen G trägt.
Um den Zapfen o (beispielsweise mittels der Stange p) drehbar ist der Körper q, der ein Lager r mit senkrecht zum Zapfen o liegender Drehachse aufweist. In diesem Gleitlager r ruht, durch Klauen s oder dgl. (Fig. 2) gegen Herausfallen gesichert, die Patroncnbahn t, die mittels Schnecke u und Schneckenbogen v in den Höhenwinkel eingestellt werden kann, der der gewollten Geschossbahn entspricht. Seitenrichtung wird durch Drehung um den Zapfen o genommen. Hiezu kann irgend eine geeignete Zielvorrichtung benutzt werden, beispielsweise ein am Körper q befestigter Zielspiegel w, x, der das Schiessen aus Deckung erlaubt.
Die genaue Höhenrichtung wird in irgend einer bekannten bzw. geeigneten Weise mittels einer Quadrant-Wasserwage oder dgl. festgelegt.
Die gemäss Fig. 3 zusammengestellten Patronen werden auf die untere Führungsplatte t1
EMI2.2
in Berührung, welche ? isoliert auf der Patronenführung t befestigt ist, so dass Zündung und Abschuss erfolgt, wenn der an beliebiger geeigneter Stelle angeordnete Schalter z geschlossen wird.
Die Kontakteinrichtung ist vorteilhaft so gestaltet und angeordnet, dass sie verhindert, dass eine geladene Patrone über die Abfeuerungsstelle hinaus gelangen kann, wenn der Schalter z geöffnet ist, dass aber nach dem Schuss die leere Patronenhülse herausfällt.
Schrägstellen der Patrone kann durch einen Hilfsanschlag vermieden werden, an den der Patronenboden in der Abschussstelle seitlich anstösst oder durch ein den Mündungsrand der Patronenhülse nach der eigentlichen Stossfläche t3 der Führung t zu drückenden, gegebenenfalls federnden, Vorsprung t". Dieser Vorsprung verhütet auch, dass sich die noch nicht abgefeuerten Patronen vom Boden ta entfernen, wenn das ganze Geschütz beim Schuss zurückgestossen wird.
Das Herausgleiten der Geschosse aus der Patronenhülse verhindert ein weiterer Anschlag t5.
Es wäre natürlich auch möglich, die Patronen an besonderen Rillen festzuhalten, welche
EMI2.3
eines Brennzünders mittels eines zweiten Glühzünders oder auch die Entsicherung eines anderen Zeit-oder Aufschlagzünders gleichzeitig mit dem Abschuss gestattet. In diesem Falle kann der Zünder gegen mechanische Einflüsse besonders sicher gemacht werden.
EMI2.4