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Spindelpresse.
Der Hauptnachteil der Friktionsspindelpressen liegt bisher in der Unverlässlichkeit des den Antrieb übertragenden Mittels. Nach der Erfindung sollen einige der wichtigsten abelstände der heute gebräuchlichen Konstruktionen beseitigt werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Friktionsspindelpresse nach der Erfindung dargestellt. Aus gründen der Deutlichkeit wurde hiebei der Antrieb der Presse links seitwärts derselben dargestellt ; er könnte auch hinter der Presse angebracht sein, wodurch diese weniger breit wird.
Der entweder aus einem gusseisernen Körper oder aus zwei Säulen a, einem oberen Querholm b und einem unteren Querholm b1 bestehende Pressenständer besitzt eine Schrauben-
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einer der bekannten Reibungskupplungen zu verbinden.
Die Antriebsscheibe n erhält von der Transmission ihre Bewegung. Die Betätigung der
Presse erfolgt durch die ! steuerung o.
Wegen der Zahnradübersetung muss die Tourenzahl der Welle h bedeutend erhöht werden, umdemSchwungradfdiegewünschteUmlaufzahlzuerteilen.
I) urch diese Anordnung werden insbesondere folgende technische Effekte erzielt :
1. Die doppelte Lagerung der Pressenspindel schont die Konstruktionsteile, verhindert seitliches Schtottern und Stossen und gewährt demnach auch Schutz gegen daraus erwachsende
Spindelbrüche.
2. Die Vermehrung der Tourenzahl im Antrieb lässt dessen wesentlich kleinere Abmessung zu. wodurch die Presse weniger Raum einnimmt.
3. Das schnellaufende und klein dimensionierte Friktionsseheibenelement ist leichter zu steuern ais schwere, langsam laufende, grosse Seheiben.
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v lrle. Es ist lediglich eine Verlängerung der Spindel und der Welle h erforderlich, während die . r 1 rieb selemente davon unberührt bleiben. n Das Tieferrücken der Friktionsantriebe erleichtert deren Wartung und ist für die Stabilität der ganzen Presse günstig.
9. Die Anwendung eines. grossen Schwungrades ist ohneweiters durchführbar zum Unter- schied von anderen Konstruktionen, bei denen man grosse Schwungräder nicht anbringen kann und dafür grössere Geschwindigkeiten anwenden muss, wodurch sich Nachteile ergeben.
10. Der vielleicht wesentlichste Vorteil liegt jedoch im geringen Anpressungsdruck der Friktionsscheiben, da dieser naturgemäss in demselben Masse fällt, als die Geschwindigkeit steigt.
Dadurch wird die Lebensdauer der Belederung, die man in diesem Falle zweckmässig nicht auf die Räder i und i, sondern auf die Scheiben l und m bringen wird, wesentlich erhöht und ein ruhiges Arbeiten gesichert.
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dass durch Verlängerung derselben eine zweite Friktionspresse als Spiegelbild der ersten mit dieser vereinigt werden kann. In diesem Falle wird das bei der Druckabgabe des Schwungrades auftretende Drehmoment von den Schienen aufgenommen und von dem der anderen Presse mehr oder weniger aufgehoben. Durch diese Verminderung der Verdrehungsbeanspruchung wird unter Umständen die Verwendung schwerer, gusseiserner Pressenständer überflüssig. Die Anwendung von aus Säulen und Querholmen zusammengesetzten Ständern wird sodann ohneweiteres zulässig und ist auch in der Zeichnung dargestellt.
Aus dieser Anordnung ergibt sich bei entsprechender Dimensionierung der Säulen eine selbsttätige Begrenzung des möglichen Maximaldruckes, da dieser nie mehr betragen kann, als jene Kräfte, die der elastischen Form- änderung der Säulen entsprechen.
Die Räder i und j können auch auf andere Art als durch Friktionsscheiben betätigt werden.
So lässt sich z. B. ein Wandgetriebe mit Scheiben-, Konus- oner Lamellenkupplungen ganz leicht einbauen. Auch ist die Ausbildung der Räder i und i als Pelton-Räder möglich, wodurch sich bei Vorhandensein von Druckwasser die Möglichkeit eines ganz neuartigen und sicheren An-
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spindelpresse, dadurch gekennzeichnet, da. ss der Antrieb nicht direkt, sondern mittels eines Getriebes mit höherer Umdrehungszahl, insbesondere einer Welle (h), auf das Schwung- rad (f) wirkt, wodurch grössere Cbersetzungen erzielt werden können.