<Desc/Clms Page number 1>
Oesterreichische PATENTSCHRIFT Nu 7855.
CLASSE 30 : GESUNDHEITSPFLEGE.
EMI1.1
EMI1.2
Man hut bis jetzt mit wechselndem Erfolge versucht, das Offnen der in Apotheken gebräuchlichen Kapseln, welche bekanntlich zur Aufnahme pulverförmiger Stoffe dienen, anstatt durch das verbotene Aufblasen auf andere Weise zu erreichen.
Den Uogenstand dieser Erhndung bildet eine Kapsel, welche ohne Zuhilfenahme irgend welcher Werkzeuge durch einfaches Zusammendrücken der Längskanten behufs Füllens und Verschliessens geöffnet werden kann.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine solche Kapsel im ausgebreiteten Zustande, in
EMI1.3
Fig. 4 ist eine Variante.
Die Kapsel 1, zu welcher sich am besten Papier eignet, ist an den Flächen 2, 3, die bei geschlossener Kapsel deren Seitenwände bilden, mit ungefähr von der Mitte zu den Enden schräg, also in einem spitzen Winkel laufenden Biegestellen 4, 5 versehen,
EMI1.4
Die Anordnung der Biegestellon erhellt aus folgender Betrachtung. Will man eine geschlossene Kapsel bekannter Construction durch Druck auf die Längskanten öffnen. so legen sich meist die Seitenwände aneinander und bauchen sich aus, ohne eine Öffnung zu bilde@.
Sind dagegen die Seitenwand mit den beschriebenen Biegestellen versehen und werden die Längskanten gegeneinander gedrückt (Fig. 3), so geben die Biegestellen 4, fi als die schwächeren Stetten nach und knicken in einer Weise nach aussen, die dem Füllen und der auf einer Seite durch Umbiegen geschlossenen Kapsel entspricht, d. h. die gebildete Öffnung wird am Ende am grüssten und ungefähr in der Mitte am kleinsten sein, indem sie sich gegen die Mitte zu vorjüngt.
Die Biegestellen 4, 5 konnen auf einfache Weise durch Falten des Papieres ge- wonnen werden. Damit diese Biegestellen jedoch auch dann gut functionieren, wenn sie,
EMI1.5
stellen als Kennzeichen anführt. Es ist also bei der vorliegenden Anmeldung ein wesent- liches Merkmal der durch Patent Nr. 3359 geschützten Kapsel, der Falz entfallen, daher durch einfachere Mittel, d. h. ein zwar schon bekanntes, jedoch noch nicht für diese Zwecke allein verwendetes Mittel, derselbe technische Effect erreicht worden.
<Desc/Clms Page number 2>
Abgesehen davon, wird beim Schliessen der Kapsel nach dem Patent Nr. 3859 der Falz hindernd sein und es wird sehr schwer fallen, die Kapsel zu schliessen, während bei
EMI2.1
1. Fortfall eines wesentlichen Merkmales der Kapsel nach Patent'Nr. 3359, nämlich des Falzes zur Erreichung desselben technischen Effectes.
2. Das Schliessen der Kapsel ist durch den Fortfall dos Falzes bedeutend erleichtert.
3. Durch den Fortfall besagten Falzes ist es nicht möglich, dass sich ein Theil des
Pulvers in den Falz, bezw. zwischen diesen und Kapselwand eingelegt, daher kein Verlust des Pulvers, falls die Kapsel zur Entnahme desselben nicht entfaltet wird.
4. Einfachere und billigere Herstellung, sowie geringerer Papierbedarf.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kapsel für pulverförmige Stoffe, welche durch blosses Gegeneinanderdrücken der
Längskanten geöffnet werden, gekennzeichnet durch an den Seitenwändon (2, 3) ange- ordnete, ungefähr von der Mitte zu den Enden schräg, also in einem spitzen Winkel ver- laufende Biegestellen (4, 5), welche als schwächere Stellen einwirken und eine gegen die
Mitte zu sich verjüngende Öffnung bilden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.