<Desc/Clms Page number 1>
Elektrischer Scheinwerfer.
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Scheinwerfer und bezweckt, die für die Luftschiffahrt wichtige Forderung auf ein beliebiges Heben und Senken des Strahlenbündels zu befriedigen. Dieses Ziel wird durch mehrere Massnahmen erreicht, die zwar zunächst m : ab- gängig voneinande rscheinen, die aber zusammen erst den Scheinwerfer für den beabsichtigten Zweck völlig brauchbar machen.
Die rein mechanischen oder optischen Teile des Scheinwerfers können leicht so eingerichtet oder ausbalancieit werden, dass sie in jeder Lage richtig arbeiten. Ar. ders verhält es sich mit den Teilen der Lampe. Ihre Umbildung zu dem Zwecke, bei jeder Neigung des Scheinwerfers ein einwandfreies Brennen zu erlangen, ist Gegenstand der vorliegenden Einrdung.
Zunächst wird die Lampe in zwei Teile zerlegt. Der erste Teil besteht im allgemeinen aus den Kohlenhaltern nebst Elektroden, Führung und BewegurgsvoTrichtung für die Elektroden, und dient zur mechanischen Steuerung der Elektrchen: er ist am Beleuchturgskörper befestigt. Der zweiteTeil besteht ausden Steuerrelais mit ihrem Zubehör und dient zur elektrischen Steueiungder Bewegungsvorrichtung. Dieser Teil wird unabhängig vcm eigentlichen Beleuchtungskörper angeordnet, so dass er die Bewegung des Beleuchtungskörpers beim Heben ui d Senken des Lichtstrahles nicht mitmacht. Er könnte beispielsweise am Drehtisch des Scheinweifers. (der bei Schein- werfern mit Masten am Fusse des Mastes befestige sein. Seine Verbitdung mit dem Scheinwerfer erfolgt durch biegsame Leitungen oder Gleitkontakte.
Der Belerchturgskörpet, der jetzt richt mehr die empfindlichen Organe trägt, kann nun beliebig gekippt wenden, da die mechanische Steuerung in jeder Lage arbeitet : eventuell könnte man ihie einzelnen Teile r ausbalaneieren.
Die Bewegungsvorrichtung der Elektroden eiltält ihren Ar trieb in bekannter Weise von einem Motor oder von einem Elektromagneten, dem sogenannten Schubmagneten. Diese Teile können je nach Zweckmässigkeitsgründen an dem ersten cdor dem zweiten Teil der Lampe an- geordnet sein ; im letzteren Falle müssten sie ihre Bewegung durch ausziehbare oder flexible Wellen oder dgl. auf die am Beleuchtungskörper sitzer den Teile übertragen.
Nach dieser Änderung wüide die Regelung der Lampe zwar einwandftei vor sich gehen. Die
EMI1.1
des Scheinwerfers betätigt wird.
Endlich wird der Scheinwerfer noch dadurch vervollkommnet, dass eine ebenfalls zwangläufig gesteuerte Fangvorrichtung sich zwischen Lichtbogen und Hohlspiegel schiebt, wenn d''r
EMI1.2
Weise wie die Zentriervorrichtung gesteuert werden. Sie hat den Zweck, etwa von den Kohlen- spitzen abfallende Kohlenteile oder Metalltropfen aufzufangen.
EMI1.3
üblichen Lüftungsaufsatz 3 und einem den mechanischen Teil des Lampenregelwerkes enthaltenden Kasten 4. Der Scheinwerfer ist wie üblich auf zwei Stützen 5 und 6 auf einem Drehtisch 7 gelagert.
Der mechanische Teil des Lampenregelwerkes wird veranschaulicht durch die im Kasten 4 unverschieblich gelagerte, mit Rechts- und Linksgeminde versehene Spindel 8, die mittels eines Zahnrades 9 und eines Triebes 10 von dem Regelmotor 11 in der einen oder anderen Richtung gedreht werden kann. Durch Drehung der Spindel 8 werden die Sohlenhalterschlitten 12 und 13 einander genähert und voneinander entfernt ; sie werden dabei auf einer Gleitbahn geführt, die in der Zeichnung durch eine in dem Kasten 4 unverschieblich gelagerte Führungsstange 14 angedeutet ist. An den Schlitten 12, 13 sitzen die Kohlenhalter 15, 16 nt der Kathode 17 und der Anode 18 der Bogenlampe.
Die Relais des Lampenregelwerkes sind i"
<Desc/Clms Page number 2>
einem feststehenden Kasten 19 auf dem Drehtisch 7 bzw. an der Stütze 6 ur. tergebiacht urd mit dem Regelmotor 11 durch eine biegsame Leitung 20 verbunden. Die Relais machen also die Kippbewegung des Scheinwerfers nicht mit.
In der Zeichnung sind auch Vorrichtungen dargestellt, die die Wirksamkeit des Zentriersegmentes 21 und die Lage einer Schale 22 zum Auffangen der von den Brennenden der Kohlen herabfallenden Teilchen in Abhängigkeit von der Neigung des Scheinwerfeis gegen die Wagerechte verändern. Das Zentriersegment ist durch ein Gestärge 23 unverrückbar mit dem Scheinwerfergehäuse verbunden. In diesem Gestänge ist an einer Achse 24 ein Eisenstück 25 an einem Arm 26 so gelagert, dass es durch Drehung der Achse 24 zwischen die Pole des Zentriersegmentes gebracht werden kann.
An der Achse 24 sitzt fest ein Hebelarm 27 ; durch eire Kuppelstarge 28 ist er mit einem Hebelarm 29 verbunden, der seinerseits wieder mit einem die Auffangschale 22 tragenden
EMI2.1
gerüst 23 bei 31 und 32 um Zapfen schwingbar gelagert ; er ist auf der dem Arm 29 gegenüberliegenden Seite mit einem Arm 33 fest verbunden, der durch eine Lenkstange 34 wieder mit einem Arm 35 gekuppelt ist. Der Arm 35 sitzt fest an einer Stange 36. die den eiren Zapfen 37 des Scheinwerfers durchsetzt und an dem Lager 38 dieses Zapfens befestigt ist, beispielsweise mit Vierkant 39 in einer an das Lager 38 angeschraubten Platte 40.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise dieser Vorrichtung wird abgenommen. dass der Schein-
EMI2.2
so geschwenkt wird, dass er relativ zum Scheinwerfer dieselbe Bewegung ausführt, wie wenn der Scheinwerfer gegen den feststeher. den Drehtisch 7 mit der LidtaLi-tnttFöfrupg rach auf-
EMI2.3
EMI2.4
Einrichtung, die Kompensation bei allen vorkommenden Neigungswinkeln des Scheinwerfers müglichst vollkommen zu machen.
Mit dem Schliessanker 25 des Zentriersegmentes verstellt sich auch die Auffangschale 22 in Abbängigkeit von der Erhebung des Schemwerfers derart, dass sie unter dem Lichtbogen bleibt. Um Spielraum für die Schale zu schaffen, ist der Halter der Kathode an seinem oberen
EMI2.5
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Scheinwerfer, dadurch gekennzeichnet, dass der zur mechanischen Steuerung der Elektroden dienende Teil (Elektrodenhalter, Bewegungsvorrichtung usw.) an dem Beleuch- tungskörper befestigt ist. während der zur Steuerung des Regelmotors (Motor.
Schubmagnet usw.) dl'ncnde Teil (Steuerrelais usw.) unabhängig vom Beleuchtungskörper, jedoch elektrisch mit thm verbunden, an einem Teil angeordnet ist, der die Kippbewegung des Beleuchtungskörpers I1H'ht mitmacht, wobei der Regelmotor zum ersten oder zweiten Teil gehören kann und im letzteren Falle seine Bewegung mechanisch auf den ersten Teil ubertiagen muss.
EMI2.6