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Oesterreichische
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CLASSE 10 : BRENNSTOFF e) Kokerei (Verkohlung. Verkokung HANS HOLM IN AALBORG (JÜTLAD).
Ofen zum Verkohlen von Torf.
In der österreichischen Patentschrift Nr. 7070 ist ein Ofen zum Verkohlen von Torf beschirieben, bei welchem der Torf mit Rauchgasen von etwa 2500 C. behandelt wird. Die Rauchgase werden durch Zufuhrung frischer heisser Gase, die aus einem Torfgenerator kommen, ununterbrochen erneuert, wobei aber gleichzeitig eine entsprechende Rauchmenge den Ofen durch dessen Abzugsöffnungen ständig verlässt. Die jeweilig im Ofen befindliche Rauchmenge steht somit an zwei Stellen mit der Aussenluft in Verbindung, u. zw. einerseits durch den Rost des Torfgenerators, andererseits durch die unterhalb der Abzugs- öffnung gelegene Darre. Aus diesem Grunde lässt sich das Verkohlen bei einem höheren
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wohl die Druckvermehrung für die gute Beschaffenheit der Torfkohle von erheblicher Bedeutung sein würde.
Ferner lässt sich bei dem im Stammpatente beschriebenen Ofen die Verkohlungstemperatur sehr schwer auf 250 C. oder etwas weniger gleichmässig einhalten. Gleichviel, ob eine gewisse Menge heisser Gase mit einer gewissen Menge abgekühlter Gase gemischt oder aber die heissen Gase durch die Flammrohre eines Dampfkessels geleitet
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Nach der vorliegenden Verbesserung wird der Torf nicht etwa durch eine sich ununterbrochen erneuernde und unter dem Atmosphärendruck stehende Rauchmenge verkohlt, sondern es'wird eine constante, gleichbleibende Rauchmenge in einen geschlossenen Kreislauf versetzt, welcher einerseits durch die jeweilig benutzten Verkohlungskammern und die dazu gehörige Sammelkammer f, andererseits durch einen mit der letzteren, sowie mit den Verkohlungskammern verbundenen Raum, gebildet wird. In diesem Raum ist ein von dem frischen heissen Genoratorrauch durchströmtes, geschlossenes Rohrsystem angeordnet, welches den infolge der Berührung mit kaltem Torf erkalteten Verkohlungsrauch wieder erhitzt. Der Genoratorrauch vermischt sich nicht etwa mit dem Verkohiungsrauch, bezw.
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Bei dem Ofen nach dem Stamm patente wird die im Rauche aufgespeicherte gebundene Wärme, welche der dem Torf entnommenen Feuchtigkeit entspricht, durch die
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schnitt nach A-B der Fig. 1.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist die Anzahl der Verkohlungskammern vermehrt. Ferner
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schiedenen verticalen und horizontalen Vcrbindungscanäle zwischen den Sammelkammer und den Verkohlungskammcrn wirken, wenn sie auch etwas anders liegen, in ähnlicher Weise, wie in dem Stammpatento beschrieben. r Mittelcanal c ist sowohl durch sein unteres, als auch durch sein oberes Ende mit den Verkohlungskammcrn d verbunden, und zwar einerseits durch die Canäle e, andere)-
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des Stammpatentes eingerichtet ist.
Die Enden der gruppenweise übereinander angeordneten Rohre münden in die Canak t, die derart mit Abtheilungen versehen sind, dass die Gase durch die Hälftc des Roh@ystems nach vorwärts und dann durch die andere Hälfte nach rückwärts zieheu müssen. Dem oberen Ende des canales t wird durch die in Fig. i ersichtliche Öffnung z frischer heisser Rauch aus einem in der Zeichnung nicht darge- stellten ( ;enorator zugeführt, welcher dann das Rohrsystem durchzieht.
Von dem unteren Ende des Canales t zieht der Rauch, nachdem er die Rohre passiert hat, durch eine
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wie aus Fig. 2 ersichtlich, so dem Ende eines zwischen c und g angeordneten Canales 13 angebracht, doch kann man ein solches Ventil auch an das Rohr-und Canalsystem t, v anschliessen. Der bei dem zu grossen Überdruck durch das Ventil hindurchtretende Rauch mengt sich mit dem Generatorrauch.
Bei dem hier beschriebenen Ofen hängt die Verkohlungstemperatur in der Hauptsache nur von der Geschwindigkeit der im Kreislauf befindlichen Rauchmenge ab, während sich die Dauer der Verkohlung, der Intensität des Generatorfeuers entsprechend, ändert.
Bei Verwendung der hier beschriebenen Vorrichtung kann man den Ofen ohne Schwierigkeit auf eine ganz bestimmte Verkohlungstemperatur einstellen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ofen zum Verkohlen von Torf bei niedriger Temperatur nach der im Stammpatente Nr. 7070 beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet, dass der Canal (c), die Sammelkammer (f) und die mit dieser jeweilig verbundenen Verkohlungskammern (d) einen
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