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Magnetmotorzähler.
Es sind Magnetmotorzähler bekannt geworden, bei welchen durch eine von der Netzspannung beeinflusste Vorrichtung eine Änderung des Magnetfeldes oder eine Änderung des Ankerstromes oder eine Änderung der relativen Lage der Ankerwicklung oder der Dämpfungscheiben zum Magnetfeld oder endlich eine Änderung der Kommutierung herbeigeführt wurde, zum Zwecke, die Angaben des Zählers proportional dem Produkt aus Stromstärke und Spannung zu machen, so dass der Zähler nicht mehr Ampèrestunden, sondern Wattstunden registrierte.
Ebenso sind bereits Magnetmotorzähler bekannt geworden, bei welchen der Einfluss der Reibung in den Lagern, im Zählwerk usw. auf die Messgenauigkeit durch einen von der Netz-
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Figur schematisch dargestellt, und zwar ist als Beispiel ein Zähler gewählt, bei welchem die Kommutierung des Ankers in Abhängigkeit von der Grösse der Netzspannung geändert wird.
Zu diesem Zwecke sind die isolierendenSchlitze zwischen denKollektorlamellen nicht achsparallel, sondern in einer Schraubenlinie um die Achse geführt und die Bürsten werden in Abhängigkeit von der Grösse der Netzspannung annähernd parallel zur Kol1ektorachse auf dem Kollektor verschoben.
Es bedeutet X 8 den permanenten Magneten des Zählers, an dessen Nordpol N ein Fortsatz angebracht ist, welcher ein Streufeld erzeugt. Im Bereiche dieses Streufeldes ist eine dünndrähtige Spule a angeordnet, welche sich um eine Achse b drehen kann und von einem der Netzspannung proportionalen Strom durchflossen wird. Je nach der Grösse der Netzspannung schwingt also diese Spule a um die Drehachse b um einen bestimmten Winkel nach links oder rechts aus der Mittellage. Mit der Spule a mechanisch verbunden sind die Kollektorbürsten c und d, oder mindestens eine derselben. In der Figur ist die hintere Bürste c von ihrem Befestigungspunkt aus nach unten, die vordere Bürste d nach oben geneigt gezeichnet.
Es wird hiedurch der Vorteil erreicht, dass die Richtung der Bürsten in jeder Stellung derselben annähernd senkrecht auf den Kollektorschlitzen steht. Wenn sich die Spule a bewegt, so bewegen sich auch die Auflagepunkte der Bürsten auf dem Kollektor nach oben oder unten und infolge der schrägen Schlitze im Kollektor ändert sich die Kommutierung des Ankerstromes und damit auch die Tourenzahl des Ankers selbst.
Wenn die Spannung beispielsweise um + 15% von einem Mittelwert abweicht, so kann man die Schrägung der Schlitze und des Kollektors und die Grösse der Bewegung der Bürsten auf demselben so einstellen, dass bei der höchst vorkommenden Spannung die Kom- mutierung richtig und damit die Tourenzahl des Ankers bei einer bestimmten Stromstärke ein
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schlitze und Einstellung der richtigen Grösse der Bürstenverschiebung kann es auf diese Weise erreicht werden, dass der Zahler innerhalb gewisser Grenzen die im Netz verbrauchten Watt-
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spannung um einen bestimmten Winkel in oder entgegen der Drehrichtung auf dem Kollektor verdreht.
Der Nebenscl1lussstrom zur Kompensation der Reibung fliesst über die Ankerwicklung, einen Hilfswiderstand e und einen Vorschaltwiderstand f zur anderen Netzleitung. Die oben erwähnte Spule a ist hinter den Widerstand f geschaltet und bildet also einen Teil des Vorschalt- widerstandes. Für bestimmte Netzspannungen kann man unter Umständen einen besonderen Widerstand f überhaupt entbehren.
Wie aus der Figur und der Schaltung ersichtlich, dient der gleiche Nebenschlussstromkreis einesteils dazu, die Reibung zu kompensieren, und andernteils dazu, den Zähler spannungempfindlich zu machen.
Es ist ohne weiteres klar, dass man den richtigen Verlauf des den Anker durchsetzenden Teiles des Verbrauchsstromes (bezw. bei sogenannten Hauptstromzählern den richtigen Verlauf des gesamtep. verorauchsstromes im Anker) sowie den zur Kompensation der Reibung dienenden Kzinpenzetionbistrom auch bei der beschriebenen Zählerart durch eine der bekannten Vorrich- tungen stets in richtige Sinne durch den Anker leiten kann. Es kann zu diesem Zwecke beispielsweise eine Einrichtung nach D. R. P. Nr. 292067 Anwendung finden.
Um die Angaben des Zählers proportional den im Netz verbrauchten Wattstunden zu machen, kann jede der bekanntgewordenen oder in der Einleitung erwähnten Anordnungen gewählt werden und es ist nicht nötig, gerade die als Ausführungsbeispiel ausführlich behandelte Einrichtung anzuwenden.
Wie aus vorstehendem ersichtlich ist, weist der beschriebene Zähler gegenüber den zu dem gleichen Zwecke bekanntgewordenen Vorschlägen erhebliche Verbesserungen auf. Diese bestehen in einer mechanischen Vereinfachung der Konstruktion, indem nur ein verhältnis- mässig einfach herzustellender Kollektor mit einer einfachen Einrichtung zur Verschiebung desselben oder mindestens einer Bürste notwendig ist. In elektrischer Hinsicht wird der Vorteil einer vollkommenen Kompensation der Reibung erzielt ; überdies tritt eine wesentliche Energie- ersparnis ein, da die beiden Ziele, nämlich Spannungsabhängigkeit und Reibungskompensation, durch den gleichen Hilfsstrom erreicht werden, dessen überschüssige Energie bisher nutzlos in Widerständen vernichtet werden musste.