AT77130B - Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern. - Google Patents

Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern.

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AT77130B AT77130DA AT77130B AT 77130 B AT77130 B AT 77130B AT 77130D A AT77130D A AT 77130DA AT 77130 B AT77130 B AT 77130B
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    Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern.   



   Mit der ständigen Entwicklung des   Gefrierverfahrens für   grosse Schachtteufen tritt immer dringender die Notwendigkeit auf, die Stellung der   Gefr@erbohrlöcher   untereinander mit   grösstmöglicher Genauigkeit festzustellen,   da selbst ganz ger'nge Fehler bei der Messung auf grosse Gefrierteufen hin vergleichsweise grosse Ungenamgkeiten gegenüber der Wirklichkeit ergeben.

   Eine wesentliche Rolle hinsichtlich der Genauigkeit splelt auch die nachträgliche zeichnerische Auftragung der einzelnen Messungen, die dazu dient, den Gesamtverlauf der ein-   zelnen Gefrierbohrlöcher zu ermitteln, Durch Fehler, die bei diesen Übertragungen unterlaufen, wird die Genauigkeit der Gesamtangabe natürlich weiterhin beeinträchtigt, abgesehen davon,   dass durch die zeichnerischen Übertragungen und rechnerischen Arbeiten ein erheblicher Zeitverlust entsteht. Eine Vorrichtung, welche die rechnerische Arbeit vollkommen unnötig macht und lediglich eine einfache   zeichnerlache Übertragung erfordert,   bedeutet daher einen erheblichen Fortschritt auf dem in Frage kommenden Gebiet. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung   erfüllt.   diese Bedingungen.

   Die grundsätzliche Arbeitsweise derselben besteht dar : n, dass die Abweichungen von der Lotrechten in Komponenten zerlegt angegeben werden und diese Zerlegung nach einem in bezug auf die Himmelsrichtung st3ts gleichbleibenden Achsensystem erfolgt, Die erstangegebene   Massnahme   ist bereits bekannt, indessen hat man dabei auf die Verdrehungen der Vorrichtung innerhalb des Bohrloches keine Rücksicht genommen und auch im   übrigen   den praktischen Verhältnissen nicht ausreichend Rechnung getragen. 



   Zur Durchführung der angegebenen Arbeitsweise ist die Vorrichtung in der Weise ausgebildet, dass in einem, in das Bohrloch hinabzulassenden Gehäuse ein zweites Gehäuse   an.   geordnet ist, in dem die erwähnten Abweichungen registriert werden und das seinerseits bei Verdrehungen des   Aussengehäuses   um einen Betrag zurückgedreht wird, der der jeweiligen Verdrehung entspricht. Um diese Rückdrehung zu erzielen, kann   beispielsweise eine Rückdufi-   vorrichtung vorgesehen sein, die, von einem   Kreiselkompass   gesteuert, bewirkt, dass das innere
Gehäuse seine   Lage gegenüber   der   Himmelsrichtung   dauernd beibehält. Derartige   Rückdreh-   vorrichtungen sind in Verbindung mit Kreiselkompassen an sich bereits im Navigationswesen bekannt.

   Die Registrievorrichtung selbst kann vorteilhaft aus zwei Registrierhebeln bestehen, die in rechtwinkelig zueinander liegenden Ebenen schwingen und ihre Aufzeichnungen auf Registrierstreifen machen, die parallel zur   Langsam hase   der Vorrichtung beweglich angeordnet sind. 
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 hebel 4 befestigt, welche auf Papierstreifen 24 Aufzeichnungen vornehmen können, die unter   Yermittlung von Spannrollen 8   und 9 bzw.   Wick" ! rollen 10   und 11 in der Richtung der Längsachse des Apparates in Bewegung gesetzt werden können. Die Schreibarme der Hebel 4   schwingt   senkrecht zueinander in bzw. senkrecht zu der Zeichenebene. Die Pendel haben im wesentlichen 
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   der Schreibarme zwangläufig mit vollführen. 



  Tr ; tt nun eine Neigung des Apparates beispielsweise in der Papierebene ein, so nimmt sei   
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   Da das äussere Gehäuse 12 der Vorrichtung jedoch beim Herablassen sich verdrehen kann,   80 würden   die sich ergebenden Komponenten nicht auf das   gleiche Achsensystem s@ch bezichen,     sondern es müsste der jeweilige Verdhung8winkel in Rechnung gezogen werden. Diese Umständlichkeit wird durch die Anordnung der Rückdrehvorrichtung vermieden, durch welche   das Registriergehäuse 7 entsprechend der jeweiligen Verdrehung des   Aussengehäuses   12 zurückgedreht wird bzw. in seiner Ausgangslage verharrt.

   Diese an   s'ch tekannte Vorrichtung ist   beispielsweise folgendermassen ausgebildet. 
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 die Lage der Kreiselachse best ; mmt und beistzt somit eine gewisse Normallage, durch welche das Achsensystem der ganzen Vorrichtung in bezug auf die Himmelsrichtung festgelegt ist. 
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 Hülse 26 befestigt sind, die ihrerseits unter-Zwischenschaltung von Kugeln drehbar auf einem mit dem Aussengehäuse 12 fest verbundenen Schild 27 gelagert ist. Die Hülse ist an ihrem oberen   Ende am äusseren Umfang mit einem Zahnkranz 28 versehen, der mit einem am unteren Ende der Welle 17 befindlichen Zahntrieb eb 29 zusammenwirkt. Auf der Welle s@tzt ferner ein Kamm-   rad 30, das unter Zwischenschaltung eines Getriebes 31 von einem   Motor 1S   angetrieben wird.

   Die Welle 17 tragt schliesslich am oberen Ende noch einen Zahntrieb 18, der mit einem Zahnrad 19 in Eingriff steht, das fest auf dem Zapfen 5   sitzt   und   sch scmit   bei einer Drehung des Registriergehäuse mitdreht. Die Welle 17 ist an ihrem oberen Ende in dem Schild 23 gelagert. 



   Erfährt das äussere Gehäuse 12 eine achsiale Drehung, so nehmen die sämtlichen Teile der 
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 je nach der Richtung der Verdrehung entweder das rechte oder linke Kontaktstück 14 mit der Kugel 13 in Berührung gerät und dadurch einen Stromkreis schliesst, der den Wendemotor 15 im einen oder anderen Sinne in Drehung versetzt. Der Motor überträgt seine Drehung mittels 
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   Teilen 13   und 14 wieder unterbrochen ist, d. h. bis das   Registrergehäuse   seine ursprüngliche Lage zu der Achse des Kreisels 20 wieder eingenommen hat.

   Diese angegebene Spiel vollzieht sieh bei jeder Verdrehung des   Aussengehäuses     dz   Es wird somit während der ganzen Wirkungsdauer der Vorrichtung das Registriergehäuse bei einer Verdrehung des äusseren Gehäuses durch den Kreisel und die Rückdrehvorrichtung immer wieder in die Anfangsstellung zurückversetzt. 



   Sämtliche Abweichungen von der Senkrechten werden somit durch zwei aufeinander senkrechte
Komponenten gemessen, deren Richtung in bezug auf die Himmelsrichtung stets die gleiche bleibt. 



   Durch einfache Addition der einzelnen Komponentengrössen, welche ein direktes mass-   stäbliches Büd   der jeweiligen Abweichungen, auf das gleiche Achsensystem   bezogen, argeben,   
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 von Bohrlöchern, z. B. auch zum Abloten von Schachten, benutzt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern, bei welcher die Abweichungen in ihren Komponenten angegeben werden, dadurch   . 'kennzeichnet, dass   in einem in das Bohrloch hinabzulassenden Gehäuse ein zweites Gehäuse 
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AT77130D 1913-12-20 1917-08-18 Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern. AT77130B (de)

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