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Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern.
Mit der ständigen Entwicklung des Gefrierverfahrens für grosse Schachtteufen tritt immer dringender die Notwendigkeit auf, die Stellung der Gefr@erbohrlöcher untereinander mit grösstmöglicher Genauigkeit festzustellen, da selbst ganz ger'nge Fehler bei der Messung auf grosse Gefrierteufen hin vergleichsweise grosse Ungenamgkeiten gegenüber der Wirklichkeit ergeben.
Eine wesentliche Rolle hinsichtlich der Genauigkeit splelt auch die nachträgliche zeichnerische Auftragung der einzelnen Messungen, die dazu dient, den Gesamtverlauf der ein- zelnen Gefrierbohrlöcher zu ermitteln, Durch Fehler, die bei diesen Übertragungen unterlaufen, wird die Genauigkeit der Gesamtangabe natürlich weiterhin beeinträchtigt, abgesehen davon, dass durch die zeichnerischen Übertragungen und rechnerischen Arbeiten ein erheblicher Zeitverlust entsteht. Eine Vorrichtung, welche die rechnerische Arbeit vollkommen unnötig macht und lediglich eine einfache zeichnerlache Übertragung erfordert, bedeutet daher einen erheblichen Fortschritt auf dem in Frage kommenden Gebiet. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung erfüllt. diese Bedingungen.
Die grundsätzliche Arbeitsweise derselben besteht dar : n, dass die Abweichungen von der Lotrechten in Komponenten zerlegt angegeben werden und diese Zerlegung nach einem in bezug auf die Himmelsrichtung st3ts gleichbleibenden Achsensystem erfolgt, Die erstangegebene Massnahme ist bereits bekannt, indessen hat man dabei auf die Verdrehungen der Vorrichtung innerhalb des Bohrloches keine Rücksicht genommen und auch im übrigen den praktischen Verhältnissen nicht ausreichend Rechnung getragen.
Zur Durchführung der angegebenen Arbeitsweise ist die Vorrichtung in der Weise ausgebildet, dass in einem, in das Bohrloch hinabzulassenden Gehäuse ein zweites Gehäuse an. geordnet ist, in dem die erwähnten Abweichungen registriert werden und das seinerseits bei Verdrehungen des Aussengehäuses um einen Betrag zurückgedreht wird, der der jeweiligen Verdrehung entspricht. Um diese Rückdrehung zu erzielen, kann beispielsweise eine Rückdufi- vorrichtung vorgesehen sein, die, von einem Kreiselkompass gesteuert, bewirkt, dass das innere
Gehäuse seine Lage gegenüber der Himmelsrichtung dauernd beibehält. Derartige Rückdreh- vorrichtungen sind in Verbindung mit Kreiselkompassen an sich bereits im Navigationswesen bekannt.
Die Registrievorrichtung selbst kann vorteilhaft aus zwei Registrierhebeln bestehen, die in rechtwinkelig zueinander liegenden Ebenen schwingen und ihre Aufzeichnungen auf Registrierstreifen machen, die parallel zur Langsam hase der Vorrichtung beweglich angeordnet sind.
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hebel 4 befestigt, welche auf Papierstreifen 24 Aufzeichnungen vornehmen können, die unter Yermittlung von Spannrollen 8 und 9 bzw. Wick" ! rollen 10 und 11 in der Richtung der Längsachse des Apparates in Bewegung gesetzt werden können. Die Schreibarme der Hebel 4 schwingt senkrecht zueinander in bzw. senkrecht zu der Zeichenebene. Die Pendel haben im wesentlichen
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der Schreibarme zwangläufig mit vollführen.
Tr ; tt nun eine Neigung des Apparates beispielsweise in der Papierebene ein, so nimmt sei
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Da das äussere Gehäuse 12 der Vorrichtung jedoch beim Herablassen sich verdrehen kann, 80 würden die sich ergebenden Komponenten nicht auf das gleiche Achsensystem s@ch bezichen, sondern es müsste der jeweilige Verdhung8winkel in Rechnung gezogen werden. Diese Umständlichkeit wird durch die Anordnung der Rückdrehvorrichtung vermieden, durch welche das Registriergehäuse 7 entsprechend der jeweiligen Verdrehung des Aussengehäuses 12 zurückgedreht wird bzw. in seiner Ausgangslage verharrt.
Diese an s'ch tekannte Vorrichtung ist beispielsweise folgendermassen ausgebildet.
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die Lage der Kreiselachse best ; mmt und beistzt somit eine gewisse Normallage, durch welche das Achsensystem der ganzen Vorrichtung in bezug auf die Himmelsrichtung festgelegt ist.
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Hülse 26 befestigt sind, die ihrerseits unter-Zwischenschaltung von Kugeln drehbar auf einem mit dem Aussengehäuse 12 fest verbundenen Schild 27 gelagert ist. Die Hülse ist an ihrem oberen Ende am äusseren Umfang mit einem Zahnkranz 28 versehen, der mit einem am unteren Ende der Welle 17 befindlichen Zahntrieb eb 29 zusammenwirkt. Auf der Welle s@tzt ferner ein Kamm- rad 30, das unter Zwischenschaltung eines Getriebes 31 von einem Motor 1S angetrieben wird.
Die Welle 17 tragt schliesslich am oberen Ende noch einen Zahntrieb 18, der mit einem Zahnrad 19 in Eingriff steht, das fest auf dem Zapfen 5 sitzt und sch scmit bei einer Drehung des Registriergehäuse mitdreht. Die Welle 17 ist an ihrem oberen Ende in dem Schild 23 gelagert.
Erfährt das äussere Gehäuse 12 eine achsiale Drehung, so nehmen die sämtlichen Teile der
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je nach der Richtung der Verdrehung entweder das rechte oder linke Kontaktstück 14 mit der Kugel 13 in Berührung gerät und dadurch einen Stromkreis schliesst, der den Wendemotor 15 im einen oder anderen Sinne in Drehung versetzt. Der Motor überträgt seine Drehung mittels
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Teilen 13 und 14 wieder unterbrochen ist, d. h. bis das Registrergehäuse seine ursprüngliche Lage zu der Achse des Kreisels 20 wieder eingenommen hat.
Diese angegebene Spiel vollzieht sieh bei jeder Verdrehung des Aussengehäuses dz Es wird somit während der ganzen Wirkungsdauer der Vorrichtung das Registriergehäuse bei einer Verdrehung des äusseren Gehäuses durch den Kreisel und die Rückdrehvorrichtung immer wieder in die Anfangsstellung zurückversetzt.
Sämtliche Abweichungen von der Senkrechten werden somit durch zwei aufeinander senkrechte
Komponenten gemessen, deren Richtung in bezug auf die Himmelsrichtung stets die gleiche bleibt.
Durch einfache Addition der einzelnen Komponentengrössen, welche ein direktes mass- stäbliches Büd der jeweiligen Abweichungen, auf das gleiche Achsensystem bezogen, argeben,
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von Bohrlöchern, z. B. auch zum Abloten von Schachten, benutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Messung der Abweichungen von der Lotrechten, insbesondere von Bohrlöchern, bei welcher die Abweichungen in ihren Komponenten angegeben werden, dadurch . 'kennzeichnet, dass in einem in das Bohrloch hinabzulassenden Gehäuse ein zweites Gehäuse
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