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Einrichtung zum Laden von kleinen Gebracuhsakkumulatoren.
Bekanntlich ist der Akkumulator zum Speisen kleinerer Lampen, wie Handlaternen, Taschenlampen und dgl. Gebrauchsgegenstände, Kleinmotoren, Spielzeug- oder Sprechmaschinenmotoren sowie auch insbesondere für Notlampen, Grubenlaternen usw. äusserst geeignet. Derselbe hat aber trotzdem bisher keine ausgedehntere Verwendung finden können, weil das Laden mit Schwierigkeiten verbunden war und weil der Betrieb einer Kleinbeleuchtung unvergleichbar kostspieliger ausfiel, als die normale Beleuchtung durch an das Netz angeschlossene Lampen, abgesehen davon, dass die Akkumulatoren selbst fast unfehlbar binnen kürzester Zeit zugrunde gerichtet wurden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum Laden von Akkumulatoren
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Weise, wobei von der bekannten Verwendung von Akkumulatoren in Reihenschaltung mit Nutzwiderständen am Netz Gebrauch gemacht wird.
Die erfindungsgemässe Anordnung besteht darin, dass in eine Hauptstromleitung. in welcher die üblichen Nutzwiderstände, wie Lampen und dgl. liegen, eine Akkumulatorenbatterie ständig eingeschaltet ist, welche jedoch nicht als Gebrauchsbatterie, sondern hloü als Ladequelle zum Aufladen der eigentlichen Gebrauchsakkumulatoren bestimmt ist. Das Laden der letzteren wird sodann durch entsprechende Wahl des Verhältnisses der Zellenzahl und durch Anr. nlnung eines Kompensationswiderstandes ermöglicht, welcher gleichzeitig als Stromregler uns als auto- matischer Anzeiger des jeweiligen Ladezustandes dient.
Man kann nämlich erfahrungsgemäss in einem Starkstromnetze von 110 oder 220 F den in Betrieb stehenden Lampen ohne Bedenken eine kleine Anzahl von Akkumulatorenzellen vorschalten, da dadurch die Spannung perzentuell nur so gering herabgesetzt wird, dass eine merkliche Änderung der Lichtemission nicht eintritt. insbesondere, wenn man in Betracht zieht,
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Spannung für die Lampen sogar sehr vorteilhaft ist. Ausserdem sind die vorgeschalteten Akkumulatoren auch als Puffer zur Aufnahme häung vorkommender Stromstösse und daher zur Schonung der Lampen von grossem Vorteil.
Die Reservebatterie oder Hauptstromakkumulatorenbatterie ist dabei derart zu bemessen,
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abgabe für Ladezwecke mit verhältnismässig geringer Spannungsdifferenz ermöglicht, indem ihre Zeilenzahl im Verhältnis zur Zahl der zu ladenden Gebrauchsakkumulatorenzellen so bestimmt ist, dass eine geringe Spannungsdifferenz zwischen beiden besteht, die im geladenen Zustande der Gebrauchsakkumulatoren nahezu oder ganz ausgeglichen wird. Ein Merkmal der Erfindung bildet die Anordnung einer eigenartig ausgebildeten Glühlampe als Vorschaltwiderstand zum Laden der Gebrauchsakkumulatoren.
Diese Lampe ist bei Berücksichtigung der bestehenden Spannungsdifferenzen so bemessen, dass der jeweilige Ladezustand des zu ladenden Akkumulators durch die in leicht erkenntlicher Weise sich ändernde Lichtstärke angezeigt wird.
Ein Schema der Anordnung gemäss vorliegender Erfindung ist in der Zeichnung ersichtlich In die Hauptstromleitung o, p, welche eine oder mehrere Verbrauchsstellen q (Glühlampe, Mo-
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d. h. um 93-75D/. weniger Strom erhalten ; demnach wird ihre Lichtstärke auch in entsprechender Weise beeinflussü, gegen Ende der Ladung erlischt die Lampe allmählich.
Das Laden erfolgt hiebei, wie ersichtlich, mit abnehmender Stromstärke, was auch noch den Vorteil bietet, dass der Akkumulator nicht sobald durch Überladen beschädigt werden kann, denn einerseits ist durch die Anzeigevorrichtung die Möglichkeit gegeben, den Akkumulator stets rechtzeitig abzuschalten, andererseits besteht aber, wenn selbst das Abschalten versäumt werden sollte, keine besondere Gefahr für den Akkumulator, da die Spannungsdifferenz beim Stehenlassen immer geringer wird und die zugeführte Strommenge am Ende so klein ist, dass
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Bei entsprechender Wahl der Zellenzahl hat man es aber auch in der Hand, ein Überladen der Gebrauchsakkumulatoren vollständig auszuschliessen und dadurch das Laden ganz automatisch zu gestalten. Nimmt man beispielsweise für den HiMsakkumulator vier Zellen (8 Volt) und den Gebrauchsakkumulator drei Zellen (6 Volt), so wird sich die gegenelektromotorÍ8che Kraft dieser drei Zellen theoretisch bis auf 2 66 Volt pro Zelle steigern können (vorausgesetzt, dass der Hauptstromkreis unterbrochen ist), wo dann die Gesamtspannung rund 8 Volt beträgt und daher der Spannung der Ladestromquelle gleichkommt, so dass die weitere Stromzufuhr automatisch eingestellt ist.
Durch diese Anordnung wild gleichzeitig erreicht, dass jeder in der elektrischen Anlage wo immer verbrauchte Strom zur Speisung des Hauptakkumulators mitverwendet wird, während die Gebrauchsakkumulatoren vom Hauptakkumulator auch dann geladen werden können, wenn in der Anlage kein Stromverbrauch stattfindet. Man wird daher zweckmässig derart verfahren, dass man den Hauptakkumulator abends, wenn die Lampen brennen, ladet, während man die Einzelakkumulatoren, die ebenfalls hauptsächlich für den Nachtgebrauch bestimmt sind, wegnimmt. Tagsüber werden dann die kleinen Akkumulatoren angeschaltet und aus dem Hauptakkumulator geladen.
Die Kapazität des Hauptakkumulators ist, wie erwähnt, so zu wählen, dass derselbe die im Verbrauchsnetz auftretenden Schwankungen stets aufnehmen kann und bei Berücksichtigung seiner voraussichtlichen Stromabgabe selbst niemals vollständig aufgeladen wird.
Soll die Einrichtung in einem Wechselstromkreis verwendet werden, so ist zur Umwandlung des Stromes ein entsprechender Apparat, beispielsweise ein Graetzscher Umwandler, vorzuschalten.