AT73919B - Einrichtung zum Betrieb regelbarer Motoren mit hochgespanntem Gleichstrom. - Google Patents

Einrichtung zum Betrieb regelbarer Motoren mit hochgespanntem Gleichstrom.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum Betrieb regelbarer Motoren mit hochgespanntem Gleichstrom. 



   Für den Betrieb   verhältnismässig     langsamlpufender, in   der Geschwindigkeit regelbarer Motoren von einem Gleichstromnetz mit annähernd konstanter Spannung aus, kam bisher unter anderem die Leonardschaltung in Frage. Diese hat den Nachteil, dass die gesamte Leistung umgeformt werden muss. Benutzt man jedoch die Netzspannung selbst zur Speisung der Motoren und regelt sie durch Zu-und Gegenschalten einer Zusatzmaschine, so hat man die Grösse der erforderlichen Maschinen gegenüber dem Leonardbetrieb auf die Hälfte reduziert ; bei Anwendung der   Zu- und GegenschaltuiJg   spart man also annähernd das halbe Gewicht und den halben Preis und verkleinert die Verluste auf die Hälfte, so dass der Wirkungskreis der   An ! age höher   wird.

   Für hohe Netzspannungen ist jedoch die Zu-und Gegenschaltung nicht immer ohneweiters möglich, weil langsamlaufende Motoren für hochgespannten Gleichstrom wegen Isolations-und   Kommutations8chwierigkeiten   sehr gross und schwer werden, so dass sie beispielsweise für elektrische Traktion, das Hauptanwendungsgcbiet des hochgespannten Gleichstromes, nicht verwendet worden können. 



   Nach der Erfindung wird daher in Verbindung mit der Zu-und Gegenschaltung eine Spannungsteilung verwendet, derart, dass die regelbaren Motoren an eine Teilspannung angeschlossen werden. Bei Erdung eines Netzpoles können gleichzeitig die Motoren so geschaltet sein, dass das Potential ihrer Wicklung gegen Erde an keiner Stelle den Betrag jener Teilspannung übersteigt, obwohl die Spannung, welche ihnen bei Zuschaltung der Zusatzmaschine zugeführt wird, diesen Betrag weit übersteigen kann. 



   Soll beispielsweise die   Teilspannung   die Hälfte der Netzspannung betragen, so ist ein Aggregat von mindestens drei mechanisch gekuppelten Maschinen von je der halben Motorleistung auszuführen   :   einem Spannungsteilermotor für halbe Netzspannung, einem   Spannungsteilergenorator   für halbe Netzspannung und einer Zusatzmaschine, deren Spannung von der positiven bis zur negativen halben Netzspannung geregelt werden kann und welche bald als Generator bald als Motor läuft. Die Gesamtleistung der   zusätz1içhen  
Maschinen liegt also zwischen derjenigen, welche bei reiner Leonardschaltung und derjenigen, welche bei reiner Zu-und Gegenschaltung erforderlich ist.

   Eine elektrische Lokomotive, die mit dem Aggregat nach der Erfindung ausgerüstet ist, wird also leichter als eine solche mit Leonardschaltung und schwerer als eine solche mit reiner Zu-und
Gegenschaltung. Die Motoren sind dabei, in Reihenschaltung mit der Znsatzmaschine, parallel zu der einen Spannungsteilermaschine geschaltet, also einerseits an die Ver- bindungsleitung der beiden Spannnngsteilermaschinen, andererseits an den einen Pol des Netzes angeschlossen. 



   Ist dieser Pol geerdet, wie bei Bahnen die   Schienenrückleitung, so   können die Motoren derart geschaltet werden, dass ihre Spannung gegen Erde in keinem Punkte die halbe   Fahrdrantapannung   übersteigt, obwohl sie maximal mit der vollen Spannung gespeist werden. Zu diesem Zwecke wird entweder die   Znsatzmaschine   zwischen die Motoren und Erde gelegt oder die Motoren werden in zwei Gruppen unterteilt, zwischen welche die
Zusatzmaschine eingeschaltet wird. 



    Durch diese Kombination mehrerer an sich bekannter Schaltweise wird es möglich, Gleichstrombahnanlagen für eine Spannung auszuführen, welche doppelt so gross ist als   

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 EMI2.1 
 Regelung der Geschwindigkeit der Motoren   m   erfolgt einzig durch Feldregelung an der   Zusatzmaschine     z   mittels des   Reversierwiderstandes 1'.   Nach Fig. 1 wird die Spannung auf 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
 ersteren Fall läuft die Zusatzmaschine z als Motor, im letzteren als Generator. Die Maschine a ist immer Motor, b ist immer Generator, und diese Verhältnisse kehren sich nur dann um, wenn z. B. bei Talfahrt, die Fahrmotoren Strom ins Netz zurückliefern. 



   Die Figuren zeigen die Schaltung nach der Erfindung nur schematisch. Es steht nichts im Wege, die Maschinen a und b in mehrere zu unterteilen oder auch in eine einzige Spannungsteilermaschine gegebenenfalls eine solche mit zwei Kollektoren zu vereinigen.

Claims (1)

  1. PATEiT. ANSPRUCH : Einrichtung zum Betriebe von Motoren elektrischer Bahnen mittels hochgespanntem Gleichstrom, dadurch gekennzeichnet, dass der an einem Ende geerdete Stromkreis der Motoren am anderen Ende an eine mittels eines auf dem Fahrzeug befindlichen, zwischen Fahrleitung und Erde geschaltete Spannungsteileraggregates erzielte Teilspannung angeschlossen und eine mit den Motoren in Reihe liegende Zusatzmaschine für Zu-und Gegenschaltung entweder in deren Mitte oder zwischen ihnen und Erde angeordnet ist, so dass die Motoren gegen Erde höchstens die vom Spannungsteiler abgenommene Teilspannung erhalten.
AT73919D 1914-03-13 1915-03-12 Einrichtung zum Betrieb regelbarer Motoren mit hochgespanntem Gleichstrom. AT73919B (de)

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