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Zur Durchführung der sogenannten stetigen Auslaugung hat man meist stehende Gefässe, teils mit, teils ohne Förderwerke benutzt.
Bei solchen stehend angeordneten Anslaugern (Diffuseuren) lagern sich die Schnitzel im gesammten Querschnitt gleichmässig dicht ; der Grad ihrer Dichtigkeit richtet sich nach der Art ihrer Fortbewegung und der Höhe des Auslaugers bzw. der Schnitzelsaftsäule.
Es ist bislang nicht gelungen, derartige stetige Auslauger in dauernden Betrieb zu bringen. Sie scheiterten fast alle daran, dass in der verhältnismässig hohen erforderlichen Schnitzelsäule sich eine derartige Dichtigkeit in der Schnitzelsäule bildete, dass weder der Durchftuss der Auslaugeflüssigkeit, noch seine Trennung von den Schnitzeln möglich war.
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der Schnitzel behoben, aber es wäre nicht ohneweiters möglich, die Schnitzel gleichmässig über den Querschnitt des Auslaugers, soweit ihn das Schnitzesaftgemisch beansprucht, zu verteilen.
Vielmehr würden die Schnitzel sich mehr oder weniger auf dem unteren Teile des Querschnittes befinden, wahrend der im Gegenstrom zu den Schnitzeln fliessende Saft einen höher gelegenen Teil des Querschnittes einnehmen wird ; die Flüssigkeit wird über die Schnitzel hinwegströmen, denn die schnitzel sind etwas schwerer als der Saft. Auch nach der Art der Fördervorrichtung wird sich die Lage und Dichtigkeit \on Schnitzeln und Saft im Querschnitt des Auslaugers \erschiedn gestalten. So wird zum Bespiel eine
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Nebenstrom, und damit wird auch die gleichmässige und genügende Auslaugung zur Un- möglichkeit, denn die gleichmässige Auslaugung bedingt einen Durch-und Gegenstrom.
Durch die vorliegende Erfindung wird diese Bedingung erfüllt, und zwar dadurch, dass Fördervorrichtungen angewendet werden. mit deren Hilfe die Schnitzel durch einen liegenden bzw. schwach geneigten Trog nicht nur durch die entgegenfliessende Auslauge- flüssigkeit befördert werden, sondern auch fortwährend gehoben und gesenkt und dadurch mit der Auslaugeflüssigkeit derartig durchgemischt werden, dass der Saft nicht lediglich oberhalb der Schnitzel, einen Nebenstrom bildend, hinwegfliessen kann. Es findet gewisser- massen eine mechanische Auswaschung statt, ähnlich wie Uhlan sie beim Spülen der Wäsche anwendet.
Die Schnitzel bleiben saftberührt, verändern aber während ihrer Förderung durch die AuslageflUssigkeit fortwährend ihre Lage, sie werden auf und nieder mit der
Flüssigkeit durcheinander geschwenkt und dabei im wesentlichen nur nach vorwärts ge- schoben. Vermieden muss werden, dass durch die Fördervorrichtungen Schnitzel und Saft ungleichmässig auf den Querschnitt des Auslaugers verteilt werden, insbesondere etwa so, dass die eine Seite des Querschnittes, gerechnet von einer durch die Längsachse des Gefässquerschnittes gezogenen Lotrechten a-b, mehr Schnitzel und weniger Saft enthalt. als die andere oder umgekehrt, siehe Fig. 2.
Es muss mit anderen Worten die Verteilung von
Schnitzeln und Saft über den Gefässquerschnitt derartig geschehen, dass ein schmaler Plan-
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Fig. 3. Ein Senksohnittstreifen (Vertikatschnittstreifen) e-f, siehe Fig. 4, braucht diese Gleichmässigkeit nicht so aufzuweisen, weil sie durch das spezifische Gewicht und die Wirkung der Fördervorrichtung ständig gestört wird. Die Gleichmässigkeit des Gemisches in Richtung der Senkrechten (Vertikalrichtung) ist aber auch nicht so notwendig, denn durch die Auf. und Niederbewegung der Schnitzel wird verhindert, dass sich in dieser Richtung Einzelströmungen in der Masse bilden können.
Bei der vorliegenden Erfindung kann infolge dieser Verteilung und Bewegung ein Auslauger von rechteckigem Querschnitt (Fig. 5) verwendet werden, was bei den bis jetzt bekannt gewordenen derartigen Auslaugern nicht ausführbar gewesen ist, weil dort meistens sich um die Längsachse des Auslaugers drehende Fördervorrichtungen, wie Schnecken und dgl., verwendet worden sind.
Die Fördervorrichtungen der vorliegenden Erfindung können nach Art der Wender in Trockenanlagen eingerichtet sein, die sich in einem festen Lager drehen und das Fördergut einander zubringen oder nach Art der Rechenförderwerke, wobei die Rechen so ausgebildet sind, dass sie bei der Vorwärtsbewegung entsprechende Schwingungen oder Drehungen ausführen oder sich über einen wellenförmig ausgebildeten Boden auf und nieder bewegen und dgl.
In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Der Trog B stellt den eigentlichen Auslaugeapparat dar. Dieser Trog ist im wesentlichen liegend, was jedoch nicht ausschliesst, dass ihm-besonders bei langer Ausbildung-zur besseren Überwindung der für den Durchfluss der Auslaugefltissigkeit in Betracht kommenden Reibungswiderstände
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bewegen sich, entgegengesetzt zur Auslaugeflüssigkeit, in bestimmten Abständen angeordnete, sternförmig oder dgl. ausgebildete Schaufeln 1. die durch zwei endlose, von den Ketten- rädern'-'getragene und angetriebene Ketten 3 miteiander verbunden sind.
Die Schaufel- wellen-1 sind an beiden Seiten mit Lagern 5 versehen, welche auf den längs des Troge B angebrachten Gleitschienen G entlang gleiten, Auf der Schaufelwelle 4 ist an einer Seite ein Zahnrad 7 fest angebracht, das mtt einer der Gleitbahn 6 gleichlaufenden Zahasmange in Verbindung steht, so dass sich wahrend der Vorwärtsbewegung dieses Zahnrad auf der Zahnstange abwalzt und die Schaufeln dadurch In drehende Bewegung versetzt werden.
. 1 ist eine Vorrichtung zur Vorbereitung (Anwärmung) der frischen Schnitzel und zur Trennung des fertigen Rohsaftes von den frischen Schnitzeln.
Die Erwärmung kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass durch eine Pumpe 9 der durch das Sieb 10 abfliessende und durch einen Wärmer erhitzte Saft an geeigneter Stelle des Emfallrumpfes 11 in wiederholtem Kreislauf den frischen Schnitzeln zugeführt wird. während ein Tell des Rohsaftes be 13 zuili Aijzuge gelangt. Diese Vorrichtung J kann
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