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Runder Maukturm Zum Nassaufbereiten von tonreichen Materialien sind. runde Mauktürme mit nach unten zunehmendem
Durchmesser mit einer Eintragsöffnung am oberen und einer Austragsvorrichtung, die als Drehteller mit mindestens einer Förderschnecke ausgebildet ist, am unteren Ende bekannt. Unter gewissen Bedingungen kann es vorkommen, dass der Ton, anstatt in die Austragszone nachzurutschen oder nachzufliessen. unter dem Druck der darüber lastenden Tonsäule, die z. B. bei einem Tellerdurchmesser von 5 bis 7 m etwa
Sm hoch ist, derart verfestigt wird, dass die Schnecke lediglich einen Hohlraum schafft und dann zu for- dern aufhört. Dann schleift auch der Ton auf dem Drehteller. In der Mitte der Austragszone bildet sich ein die Materialdrehung nicht mitmachender, in besonderem Masse verfestigter Kegel.
Die Materialdre- hung in der Austragszone ist aber notwendig, damit das Material seitlich an die Schnecke herangeführt wird und von dieser erfasst werden kann.
Mit der vorliegenden Erfindung gelingt es, diese Nachteile zu beheben, u. zw. dadurch, dass über der Austragszone nicht durchgehende Entlastungslippen an der Turmwandung angebracht sind und in der
Turmmitte ein Entlastungskegel. dessen grösster Durchmesser auf gleicher Höhe mit den untersten Entlastungslippen liegt und dessen unterer Rand sich mindestens um das Mass eines Schneckendurchmessers über dem Hüllkreis einer Schnecke befindet. Vorzugsweise werden die Entlastungslippen als mit bogenförmigen Kanten aus der Turmwandung vorspringende, schräg zur Turmmitte abfallende Zungen ausgebildet. Der Entlastungskegel wird zweckmässig auf einer in der Turmachse stehende Achse drehbar angeordnet. Die Entlastungslippen und der Entlastungskegel können höhenverstellbar ausgebildet sein.
Es empfiehlt sich, den Antrieb des Drehtellers auf Vor-und Rücklauf einstellbar und stufenlos regelbar auszubilden.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Ausbildung der Austragschnecke sind : gleichmässige AMtttts- menge, geringer Kraftbedarf, Druckentspannung in der ganzen Bodenzone, dadurch Förderung auf der ganzen Schneckenlänge, gesicherte Drehung des Tellers, Materialfluss von oben nach unten, ohne Ausbildung toter Zonen.
Bei einer Vorrichtung zum Löschen von Kalk mit einem Reaktionsbehälter mit nach der Austrittsoffnung senkrecht oder kegelig erweitert abfallender Behälterwandung und einem feststehenden Kegel und einem sich an den Kegel anschliessenden umlaufenden Entnahmeteller, ist es bekannt, an der Wandung des Reaktionsbehalters zwischen Einfüll-und Entnahmeöffnung zur Entlastung der Entnahmevorrichtung vom Massedruck Stützflächen in Form von vielen, vorzugsweise schräg abfallenden Fahnen vorzusehen. Der feststehende Kegel, der vom Fundament oder vom Behälter selbst getragen wird, dient dazu, den Ent- nahmeteller vom Massedruck zu entlasten und ferner zum Ableiten der Masse von der Behältermitte nach der Aussenseite. Die Stützflächen oder Fahnen sind an der Behälterwandung in Höhe der Kegelspitze angeordnet.
Der grösste Durchmesser des Leitkegels liegt unterhalb der unteren Öffnungskante des Reaktionbehälters. Die in grosser Zahl und in mehreren übereinanderliegenden Ringzonen auf Lücke angeordneten Stützflächen fangen den Massedruck einer zylindrischen, aussen an die Behälterwandung angrenzenden
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Öffnungskante und dem Leitkegel freibleibt, derart, dass der Massedruck zu einem wesentlichen Teil von dem Gleitkegel aufgefangen, wird, an dem die von den Stützflächen zur Mitte abgeleitete Masse entlang gleitet, bis sie am Beh 1terausgang auf den Drehteller fällt, von dem sie mittels eines rakelartigenAbstreifers abgeräumt wird.
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TonVorrichtung nicht geeignet, denn der Ton würde sich an dem enger werdenden Behälterausgang stauen und diesen verstopfen, oder der spezifische Druck würde nach Massgabe des sich verengenden Behälterausgang} zunehmen, anstatt, wie es die vorliegende Erfindung will, im Bereich der Förderschnecke abzunehmen. Das wird dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss die unterste Reihe der Entlastungslippen auf
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der Enüasumgskegel.lascngskegel eine gewölbeartig Massestatrung ausbilden kamt und darunter eine Materialzone verminderter spezifischer Pressung, so dass dieseMaterialzone mit demDrehteller wandern und die Austragsschnecke kontinuierlich speisen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt und wird nachstehend erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Achse des Maukturmes, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Maukturm von oben gesehen in der Höhe der Entlastungsstufen.
Der Maukturm ist als Ganzes mit 10 bezeichnet, die Austragszone mit 10a, Der Turm ruht auf drei nicht gezeichneten, seitlich an seinem Mantel angeschweissten Füssen. Den unteren Abschluss des Turmes
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bundenen Zahnkranz seinen Antrieb erhält.
Dicht über dem Drehteller 11 sind die beiden Förderschnecken 14 und 15 innen bei 12. 1. und 12b, aussen bei 13a und 13b gelagert, derart, dass sie mit ihren äusseren Enden durch Austragsöffnungen lOb und 10c durchgreifen.
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;genstufen IE sind nicht durchgehend, sondern absichtlich deswegen unterbrochen ausgebildet, damit auf ihnen gestautes Material heruntergeschoben wird und in die Austragszone gelangt.
In der Längsachse des Turmes ist eine Säule 17 angeordnet und auf dieser, drehbar und höhenverstellbar, ein Kegel 18. Seine Aufgabe ist, über dem Schneckenlager 12a., 12b die Ausbildung einer toten Zone verfestigten Materials, wie sie sich sonst leicht einstellt, zu verhindern. Der Kegel dreht sich mit dem vom Drehteller 11 bewegten Material mit. Der Teller 11 macht bei einem Durchmesser von 5 bis 7 m etwa 0,1 Umdr/min, seine Umdrehungszahl kann aber durch ein (nicht dargestelltes) stufenloses Über- setzungsgetriebeauf 0, 4-0, 5Umdrehungen gesteigert werden. Auch ist seine Drehrichtung umkehrbar, um etwaige Verfestigungen oder andere örtliche Unregelmässigkeiten, die sich durch längeren Betrieb in einer Drehrichtung einstellen könnten, zu beseitigen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Runder Maukturm mit nach unten zunehmendem Durchmesser zur Nassaufbereitung von tonreichen Materialien mit einer Eintragsöffoung am oberen und einer Austragsvorrichtung am unteren Ende, die als Drehteller mit mindestens einer Förderschnecke ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass über der Austragszone nicht durchgehende Entlastungslippen an der Turmwandung angebracht sind und in der Turmmitte ein Entlastungskegel, dessen gcoSt : Durchmesser auf gleicher Höhe mit den untersten Entlastungslippen liegt und dessen unterer Rand sich mindestens um das Mass eines Schneckendurchmessers über dem Hüllkreis einer Schnecke befindet.