AT72402B - Verfahren zur Herstellung eines isolierenden Überzuges auf beliebigen elektrischen Leitern, z. B. Kupferdraht. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines isolierenden Überzuges auf beliebigen elektrischen Leitern, z. B. Kupferdraht.

Info

Publication number
AT72402B
AT72402B AT72402DA AT72402B AT 72402 B AT72402 B AT 72402B AT 72402D A AT72402D A AT 72402DA AT 72402 B AT72402 B AT 72402B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
aluminum
copper wire
bath
conductor
cathode
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Specialfabrik Fuer Aluminium S
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Specialfabrik Fuer Aluminium S filed Critical Specialfabrik Fuer Aluminium S
Application granted granted Critical
Publication of AT72402B publication Critical patent/AT72402B/de

Links

Landscapes

  • Processes Specially Adapted For Manufacturing Cables (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines isolierenden Überzuges auf beliebigen elektrischen , Leitern, z. B. Kupferdraht. 



   Es ist bekannt, auf Aluminiumdrähten eine isolierende Schicht dadurch hervorzurufen, dass din Oberfläche des Aluminiums in eine nichtleitende chemische Verbindung dieses Metalles   verwandelt   wird. Auch hat man zwecks analytischer Abscheidung des Aluminiums aus Metalllösungen, welche neben Aluminiumsalzen auch noch Verbindungen anderer Metalle, z. B.   vonEisen,   enthalten, vorgeschlagen, Aluminiumhydroxyd auf elektrolytischem Wege zu fällen. Hiebei wurde der ausgefällte Niederschlag auf der Kathode in einem losen, nicht anhaftenden Zustande gewonnen, wobei er lediglich die Oberseite der Kathode bedeckte. 



   Nach der Erfindung wird auf einem beliebigen Leiter, z. B. Kupferdraht, ein isolierender Überzug aus Aluminiumverbindungen dadurch hergestellt, dass der Leiter als Kathode in ein elektrolytisches Bad, welches aus einer Lösung von Aluminiumsalzen besteht und am besten keine andern Metallsalze enthält, eingebracht und durch Stromschluss aus diesem Bad eine Aluminiumverbindung derartig niedergeschlagen, dass sie auf dem Leiter fest anhaftet und denselben auf allen Teilen seiner Oberfläche bedeckt. Bei geeigneter Auswahl der Zusammensetzung des Bades und der angewandten Stromverhältnisse erzielt man hiedurch auf dem Leiter einen fest anhaftenden Überzug von isolierenden Aluminiumverbindungen,   besonders Aluminiumhydroxyd,   der eine gute'und hitzebeständige elektrische Isolation des Leiters bildet.

   Das Aluminiumhydroxyd kann durch Glühen in Aluminiumoxyd übergeführt werden. 



   Zur Ausführung des Verfahrens können mit geringen Veränderungen die in der wissenschaftlichen Literatur, insbesondere für die    analytische} Ausscheidung   von Aluminiumhydroxyd angegebenen Lösungen von Aluminiumsalzen dienen. Ein geeignetes Bad ist z. B. die von A. Classen vorgeschlagene Lösung von   AxIum-Ammoniumoxalat   mit einem Überschuss von Ammoniumoxalat. Aus diesem Bad wird unter der Einwirkung des Stromes in dem Masse, wie das Ammoniumoxalat in Ammoniumkarbonat umgesetzt wird, das Aluminium in Form von Hydroxyd auf der Kathode niedergeschlagen. Zur Ausführung dieses Verfahrens versetzt man z.

   B. eine wässerige   odel 2chwachsaure, eventuel1   mit Ammoniak neutralisierte Lösung von Aluminiumsulfat mit Ammoniumoxalat im Überschuss und fügt eventuell unter schwachem Erwärmen noch soviel festes   Ammoniurnoxalat hinzu,'M   auf   0'1   g des Metalles 2 bis 3 g   Ammoniumoxalat   kommen. Die Stromstärke wird so 
 EMI1.1 
 reinigt Leiter wird in dieses Bad als Kathode eingebracht, während die Anode aus einer beliebigen leitenden Substanz, die von der Badflüssigkeit nicht angegriffen wird, z.   B.   aus Platinblech besteht.

   Die Form der Anode wird zweckmässig der Form des Leiters möglichst angepasst, so dass die   Entfernung aher Teile   der   Oberflache   des   letters vos   dem nächstgelegenen Punkt der Anode möglichst gleich gross ist. Aus diesem Bad wird das Aluminium als Hydroxyd gefällt, das sich sehr fest an den Leiter ansetzt. 



   Ein besonders für die Behandlung von Metallblechen oder-drähten, z. B. Kupferdraht oder-band, geeignetes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist folgendes :
Das mit Aluminiumoxyd zu iiberziehende Metall (z. B. Kupferblech oder-draht) wird zuerst sehr sorgfältig von der anhaftenden Fettschicht gereinigt. Es geschieht dies durch Behandeln mit Benzol, Ammoniak, Spiritus oder dgl. und nachfolgendes Ätzen mit Säure oder anderen Beizen. Zweckmässig wird diese Ätzung auf elektrolytischem Wege vorgenommen, indem man z.   B.   den Kupfergegenstand in ein Bad von Natriumacetat, dem etwas freie Essigsäure zugesetzt ist, bringt, mit dem positiven Pol einer Stromquelle verbindet, während der negative Pol an einem Kupferblech angeschlossen ist, das ringförmig als Kathode das zu ätzende   Kupfersttlck   umgibt.

   Nach der Ätzung kommt das Kupfer-   stück   unabgespült in eine zweite Lösung, die aus essigsaurer Tonerde (z. B.   8O/oig)   besteht, der etwas Quecksilbernitrat zugesetzt ist. Es kann z. B. soviel Quecksilbernitrat zugesetzt werden, dass der Gehalt desselben in der Lösung etwa   0-10/, beträgt,   und es wird von Zeit zu Zelt frisches Quecksilbersalz zugefügt. Das Kupferstück bildet in dem Bade die Kathode,   während   die Anode ringförmig die Kathode umgibt. Als Anode verwendet man vorteilhaft   ll) ei mit   Bleisuperoxyd. Dies kann hergestellt werden, indem Bleiblech in   26% figer   Schwefel- säure als Anode einige Zeit mit   mässig   starken Strömen behandelt wird. 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Oberfläche.

   Um das feste Haften des Niederschlages zu erhöhen, wird die Flüssigkeit während'der Einwirkung kräftig bewegt. Dies kann zweckmässig durch Einblasen von Luft zwischen Anode und Kathode geschehen, z. B. mittels einer Röhre, welche in das Innere der ringförmigen Anode hineingeführt wird. Diese Röhre kann aus nichtleitendem Material bestehen und bei der Behandlung von Drähten oder Bändern gleichzeitig als Führung für diese dienen. 



   Nach der elektrolytischen Behandlung, die schon in einer halben Minute beendet sein kann, wird das Kupferstück abgespült und zum Trocknen erhitzt, ohne geglüht zu werden.
Sollte eine einmalige Behandlung noch Stellen übrig lassen, an denen der Niederschlag nicht festhaftet, so gelingt dies doch sicher nach Wiederholung der Behandlung. Die Ursache ist meistens darin zu suchen, dass die Kupferoberfläche nicht völlig frei von Fett oder dgl. war. 



   Eine Einrichtung, durch welche z. B. Kupferdraht in kontinuierlichem Betrieb mit
Aluminiumhydroxyd überzogen werden kann, ist in der Zeichnung schematisch veranschau- licht. Der Kupferdraht a wird zunächst durch das Ätzbad b und dann durch das elektrolytische Bad c geführt. In ersterem ist der Draht a Anode, in letzterem ist er als
Kathode geschaltet. In dem Ätzbad umgibt ihn die ringförmige, z. B. aus Kupfer be-   ittehcsde Kathode d,   in dem elektrolytischen Bad die z. B. aus Blei mit Bleisuperoxyd bestehende Anode e. Als Führung des Drahtes dient das   Rohr f, g, h,   welches gleich- zeitig zum Einblasen von Luft in den Raum zwischen Anode und Kathode im Innern des
Bades dienen kann. Die Zuführung der Luft kann z. B. an den Stellen g',   A'durch   geeignete Düsen oder dgl. erfolgen.

   Hinter dem elektrolytischen Bad gelangt der Drah in geeignete Wasch vorrichtungen, wo er von der anhaftenden Badfüssigkeit befreit   will t   und   in Trocl. envorricbtnngen,   die z. B. einfach aus einem Gasofen bestehen können, w der Draht unter Vermeidung eines Glühens erhitzt wird, und endlich auf   WickelvorrichtungeD,   in denen er zu Spulen oder dgl. verarbeitet werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung eines   isolierendvii   Überzuges auf beliebigen elektrischen   Leitern, x. B. Kupferdraht,   dadurch   gekon-uzeichnet, dass   auf elektrolytischem Wege auf den als Kathode geschalteten Leiter eine Aluminiumverbindung aus an sich bekannten   Aluminiumsalzbädern   auf dem Leiter fest anhaftend niedergeschlagen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch], dadurch gekennzeichnet, dass das aluminiumhaltige Bud einon Zusatz von Quecksilbersalzen enthält.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Anode Blei mit Bleisuperoxyd dient.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Führung für den mit der Aluminiumverbindung zu überziehenden Leiter, z. B. Kupferdraht. dienende Röhre zugleich zum Einblasen von Luft zwecks kräftiger Bewegung der Badflüssigkeit be- nutzt wird. EMI2.2
AT72402D 1913-01-08 1913-01-08 Verfahren zur Herstellung eines isolierenden Überzuges auf beliebigen elektrischen Leitern, z. B. Kupferdraht. AT72402B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT72402T 1913-01-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT72402B true AT72402B (de) 1916-09-11

Family

ID=3594049

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT72402D AT72402B (de) 1913-01-08 1913-01-08 Verfahren zur Herstellung eines isolierenden Überzuges auf beliebigen elektrischen Leitern, z. B. Kupferdraht.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT72402B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2939190C2 (de)
DE827280C (de) Erzeugung festhaftender, elektrolytischer Nickelniederschlaege auf Nickeloberflaechen
AT72402B (de) Verfahren zur Herstellung eines isolierenden Überzuges auf beliebigen elektrischen Leitern, z. B. Kupferdraht.
DE811621C (de) Verfahren zur Reinigung von Zink-Elektrolyten mittels metallischer Faellungsmittel
US3600245A (en) Aluminum etch process
US1069151A (en) Process for the production of an insulating-coating on electrical conductors.
DE2522926C3 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Galvanisieren von langgestrecktem Aluminiummaterial
DE543994C (de) Verfahren zur Herstellung von Gleichrichterelementen
DE266355C (de)
DE2627837A1 (de) Elektro-reinigungsverfahren
DE558022C (de) Verfahren zum Reinigen und Blankmachen der Oberflaeche von Metallen durch Elektrolyse
US2422902A (en) Method of electrolytically cleaning and plating conductors consisting principally of copper
DE277793C (de)
DE736713C (de) Verfahren zur Herstellung von Kobaltroehren auf elektrolytischem Wege
DE889315C (de) Verfahren zur Erzeugung von waermefesten schlecht leitenden, insbesondere isolierenden Schichten auf Gegenstaenden aus Kupfer oder anderen Schwermetallen
CH494285A (de) Verfahren zum Erzeugen von korrosionsbehindernden Schutzschichten an Körpern aus Aluminium oder Aluminium-Legierungen durch anodische Behandlung in sauren Bädern
DE514606C (de) Verfahren zur Herstellung von mit Erdalkalioxyden, insbesondere Bariumoxyd ueberzogenen Gluehkathoden fuer Elektronenroehren
DE851526C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferoxydul-Trockengleichrichtern
DE1421960A1 (de) Verfahren zur Oberflaechenbehandlung eines niedrig kohlenstoffhaltigen Stahls fuer die Elektroplattierung
DE217637C (de)
DE920186C (de) Verfahren zur elektrochemischen Oxydation von o-Toluolsulfamid zu Benzoesaeuresulfimid
DE102012018159A1 (de) Verfahren zum Beschichten von Aluminiumleitern
DE579797C (de) Verfahren zur Herstellung von gezogenen Draehten, insbesondere Schweissdraehten
DE1269443B (de) Verfahren zum elektrolytischen Entfetten, Dekapieren und gegebenenfalls Polieren von Metallen
DE315667C (de)