AT70354B - Verfahren zum Filtrieren kolloidaler Stoffe unter Anwendung von nicht benetzbaren und nicht porösen Filterelementen. - Google Patents
Verfahren zum Filtrieren kolloidaler Stoffe unter Anwendung von nicht benetzbaren und nicht porösen Filterelementen.Info
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Description
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Verfahren zum Filtrieren kolloidaler Stoffe unter Anwendung von nicht benetzbaren und nicht porösen Filterelementen.
Das vorliegende Verfahren erstreckt sich auf die Aufgabe, Aufschwemmungen von kolloidalen Stoffen, bei denen unter gewöhnlichen Umständen die Trennung des aufgeschwemmten und aufgequellten Festkörpers von der ihn begleitenden Flüssigkeit entweder gar nicht oder nur äusserst schwierig erfolgt, ebenso leicht und schnell wie kristalloide Stoffe zu filtrieren. Bei den Versuchen, diese Aufgabe zu lösen, hat sich herausgestellt, dass das bisher übliche Prinzip der Anwendung von porösen und aufsaugungsfähigen Filterelementen für den hier erstrebten Zweck gänzlich versagt, indem sich die Poren nach kürzester Zeit verkleben und alsdann einen weiteren Durchtritt der Flüssigkeit verhindern.
Hiergegen erreicht man die gewünschte Filterwirkung vollkommen, wenn man die Durchlassöffnungen für die ablaufende Flüssigkeit in vergleichsweise sehr grossen Abmessungen anlegt, und dafür Sorge trägt, dass die letzten Schichten des Filters, die das Filtrat zu durchlaufen hat, nicht benetzbar sind. Man erhält auf diese Weise einerseits einen kompakten und ausreichend trockenen Schlammkuchen und andererseits eine von den beigemengt gewesenen Kolloiden befreite klare Flüssigkeit.
Diese Erscheinung, bei der die gewöhnliche Filterwirkung durch Porosität und Imbibition nicht mehr in Frage kommt, hat nun Veranlassung zu Versuchen gegeben, kolloidale Suspensionen durch mehrfach kapillar aufeinandergelagerte Siebe zu filtrieren, deren Maschenweite nicht mehr mikroskopischen Filterporen, sondern vielmehr mikroskopischen Durchlassöffnungen ent- spricht, wobei nur darauf zu sehen ist, dass das Material der untersten Siebe durch die hinab- laufende Flüssigkeit nicht benetzt wird. Es ist auf diesem Wege gelungen, eine ausserordentlich einfache Filtriervorrichtung herzustellen, die imstande ist, bedeutende Mengen von kolloidalem schlamms m kurzer Zeit klar zu filtrieren, ohne dass man sich hiezu besonderer Hilfsmittel, wie z.
B. der Anwendung eines hohen Filtrierdruckes, zu bedienen brauchte. Die grösste Menge der dem Schlamm beigemengten Flüssigkeit läuft vielmehr unter diesen Umständen freiwillig voll- kommen klar durch das Siebsystem hindurch. Hat sich beim Schlusse des Filtriervorganges auf dem obersten Siebe schliesslich ein kompakter Schlammkuchen abgelagert, so empfiehlt es sich, den Rest der noch darüberstehenden minder dickflüssigen Masse durch Anwendung eines gelinden
Vakuums durch das Siebfilter hindurchzutreiben. Übrigens könnte man aber zur Beschleunigung der Operation auch so verfahren, dass man diesen Rest, ohne ihn zu filtrieren, dure, Absaugen von dem Schlammkuchen nach oben fortnimmt.
Für die beschriebene Filtration können alle
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(auch Etagennutschen) und selbst Filterpressen Verwendung finden. Man braucht diese Filtriervorrichtungen nur in der Weise herzustellen, dass man mehrere (mindestens zwei) Siebe oder gelochte Bleche, die kapillar aneinander zu legen sind, für die Trennung des festen Stoffes von
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der Siebe oder gelochten Bleche, mindestens aber die des untersten bzw. hintersten derselben, wird in feinster Schicht mit einem Körper überzogen, der eine Benetzung der durchlaufenden Flüssigkeit unmöglich macht. Hiezu eignen sich je nach Umständen gewöhnliche Fette, Mineral- schmieröle, Wachs, Paraffin usw.
Unter Umständen arbeitet eine Filtriervomchtung der beschriebenen Art auch in durchaus befriedigender Weise, ohne dass man das Sieb, welches das Filtrat passiert, zuvor einfettet. Diese Erscheinung ist darauf zurückzuführen, dass viele Schlammarten an sich schon soviel Fett enthalten, dass sich eine genügende Menge des letzteren auf den Filtersieben ablagert, um diese unbenetzbar zu machen. Übrigens sind aber auch die meisten der in den Verkehr gelangenden Siebe bzw. Loch bleche schon an sich mit einer Spur von Fett überzogen, so dass die oben beschriebene Wirkung ohneweiters eintritt.
Die beschriebene neue und eigentümliche Filtrierwirkung beruht sicherlich auf Oberflächenerscheinungen, die einerseits in der Natur der kolloidalen Stoffe selbst, andererseits in der Anordnung der diesen Stoffen zweckmässig angepassten Filtriervorrichtung begründet sind.
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Claims (1)
- EMI1.3 Verfahren zum Filtrieren kolloidaler Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man als Filter eine Vorrichtung von zwei oder mehreren aufeinandergelagerten Sieben mit kapillaren Zwischenschichten benutzt, von denen alle oder ein Teil für die durchlaufende Flüssigkeit unbenetzbar suid. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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