DE375306C - Filtermasse aus Torf - Google Patents

Filtermasse aus Torf

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DE375306C
DE375306C DEB104040D DEB0104040D DE375306C DE 375306 C DE375306 C DE 375306C DE B104040 D DEB104040 D DE B104040D DE B0104040 D DEB0104040 D DE B0104040D DE 375306 C DE375306 C DE 375306C
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Germany
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peat
coagulated
filter
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water
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Expired
Application number
DEB104040D
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English (en)
Inventor
R Klasson
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DR VIKTOR BRUENIG
Original Assignee
DR VIKTOR BRUENIG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

  • Filtermasse aus Torf.
  • Die Erfindung betrifft eine neue Filtermasse und ein Filter, bei dem diese Masse benutzt wird. Es ist bereits vorgeschlagen worden, gewöhnlichen Torf zum Filtrieren zu benutzen.
  • Gewöhnlicher Torf läßt sich aber nur in sehr wenigen Fällen anwenden, und die Filtrierung ist auch sehr unvollkommen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß koagulierter Torf sich wesentlich anders verhält als gewöhnlicher Torf und ein vorzügliches Filtermaterial darstellt.
  • Unter koaguliertem Torf wird ein Torf verstanden, der stark mit Wasser verdünnt und durch geeignete Zerkleinerungsvorrichtungen homogenisiert, dann mit einer schwachen Lösung von Chemikalien zusammengebracht und dabei in Form von Torfkörnern ausgefällt worden ist. Ein geeignetes homogenisiertes Torf-Wasser-Gemenge kann z. B. nach dem sogenannten Spritztorfverfahren durch Abspritzen des Torfes aus dem Moore gewonnen, als Fällungsmittel beispielsweise eine Lösung von Calciumsulfat oder eine kolloidale Lösung von Eisenoxyd u. a. benutzt werden.
  • Ein derartiger koagulierter Torf besitzt eine hohe Durchgangsfähigkeit für Wasser und andere Flüssigkeiten.
  • Nach dem Trocknen erhöht sich diese Durchgangsfähigkeit noch. Die Filterfähigkeit des koaguliert.en Torfes geht auch nicht verloren, wenn die Masse stark gepreßt wird Ein Versuch hat gezeigt, daß koagnlierter Torf nach einer Kompression unter 75 Atm. Druckwasser in den engen, mit dem koagulierten Torf gefüllten Kanälen einer Platte noch bei einem Druck von 3 Atm. gut durchgelassen hat. Bei der Koagulation des Torfes bildet die Torfmasse große Körner, die sogar bei hohem Druck noch nicht durch Öffnungen hindurchgehen, die nichtkoagulierter Torf leicht durchdringen kann.
  • Da koagulierter Torf ferner eine lockere Masse von sehr hoher Absorptionsfähigkeit besitzt, kann er zum Filtrieren der verschiedensten Stoffe verwendet werden. Er bildet beispielsweise ein vorzügliches Material zum Entwässern von Torfbrei, wobei Druck angewendet werden kann.
  • Ferner kann man Wasser und andere Flüssigkeiten, die irgendwelche feste Stoffe enthalten, damit filtrieren. Man kann damit beispielsweise Naturwasser, Kanalisationswasser o. dgl. filtrieren t'nd reinigen, ferner Abwässer und andere Flüssigkeiten chemischer Fabriken. Die Filtrationsfähigkeit des getrockneten koagulierten Torfes kann auch für die Filtration von organischen Lösungen bzw. Suspensionen nach entsprechender Vorbereitung des Torfes durch Extrahierung seiner löslichen organischen Stoffe benutzt werden.
  • Ein Filter mit koaguliertem Torf als Filtermasse kann in folgender Weise hergestellt werden: Eine Platte aus beliebigem festen Material wird mit Öffnungen versehen, deren Querschnitte an der Eintrittsseite des zu filtrierenden Materials größer sind als an der Außenseite, also beispielsweise kegelförmig gestaltet sind. Diese Öffnungen, die an der Austrittsseite beispielsweise 1 mm Durchmesser l. aben können, werden mit koaguliertem Torf ausgefüllt, der sich in den Öffnungen festklemmt und durch sie nicht hindurchgeht, aber Flüssigkeit durchläßt.
  • Wenn nun beispielsweise Torfmasse auf diese Platte gebracht wird, so wird das Wasser des Torfes durch die Filtermasse aus koaguliertem Torf frei hindurchgehen, die festen Bestandteile des Torfes bleiben aber zurück. Der Torf wird also entwässert. Die Entwässerung kann dabei in an sich bekannter Weise durch Herstellung eines Druck unterschiedes auf den beiden Seiten des Filters befördert werden.
  • Man kann beispielsweise auf der Austrittsseite Unterdruck erzeugen.
  • Derartige Filterflächen behalten außerordentlich lange ihre Filtrierfähigkeit, da sie sich nicht verschmutzen, d. h. ibre Durchgangsfähigkeit für Wasser nicht verringert wird; sie erfordern also keine Reinigung.
  • Filterplatten der erwähnten Art mit Füllung aus koaguliertem Torf besitzen eine höhere Filtrierfähigkeit als Tuch, Leinen o. dgl.
  • Koagulierter Torf kann auch als Füllung für Filter anderer Art benutzt werden.

Claims (1)

  1. PXTENT-ANSPRUCH: Piltermasse aus Torf, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse aus koaguliertem Torf besteht.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0413638A1 (de) * 1989-08-17 1991-02-20 Enviromax Verfahren zur Herstellung von Torfkugeln, welche in biologischen Filtern verwandt werden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0413638A1 (de) * 1989-08-17 1991-02-20 Enviromax Verfahren zur Herstellung von Torfkugeln, welche in biologischen Filtern verwandt werden

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