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Gegenstand der Neuerung ist ein Hubgerät für den Feuerwehreinsatz nach dem
Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.
Geräte für den Feuerwehreinsatz werden in der Regel in Feuerwehrfahrzeugen eingesetzt, wo sie mit Hilfe eines Auszugsrahmens am Boden im Geräteraum des
Feuerwehrfahrzeuges befestigt werden.
Solche Hubgeräte werden verwendet, um schwere Gegenstände aus dem
Geräteraum des Feuerwehrfahrzeuges in Bodennähe zu bringen. Derartige, schwere Geräte sind z. B. Tragkraftspritzen oder Container oder allgemein schwere Gerätschaften, die im Feuerwehrfahrzeug angeordnet sind und die zwecks besserer Entnahme aus dem Feuerwehrfahrzeug in Bodennähe verbracht werden.
In einer besonderen Ausführungsform ist es bekannt, in der hinteren
Fahrzeugöffnung des Feuerwehrfahrzeuges ein Hubgerät anzuordnen, um über die hintere Öffnung die entsprechenden Geräte in Bodennähe verbringen zu können.
Hierbei ist es ferner bekannt, das Hubgerät mit einem Auszugsrahmen auszubilden, in dessen Innenprofil ein Schlitten verschiebbar geführt ist, der fest mit einer Absenkvorrichtung verbunden ist. Die Absenkvorrichtung ist ausziehbar ausgebildet und am freien, ausziehbaren Ende der Absenkvorrichtung ist ein Auszugschlitten angeordnet, auf dem das zu entnehmende Gerät angeordnet ist.
Zweck des Hubgerätes ist, die Tragkraftspritze - die auf dem Auszugschlitten ruht - aus dem Geräteraum herauszuziehen und mittels der Absenkvorrichtung in Bodennähe zu verbringen. Dort kann sie von mehreren Einsatzleuten ergriffen und zum Einsatzort getragen werden.
Es ist ein Hubgerät der eingangs genannten Art bekannt geworden, das im wesentlichen aus einem fahrzeugseitig befestigten Auszugsrahmen besteht, in
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dessen Innenprofil ein Schlitten verschiebbar geführt ist, der wiederum mit der
Absenkvorrichtung verbunden ist. Ferner ist es bekannt, an dem freien, verschiebbaren Teil der Absenkvorrichtung einen Auszugschlitten zu befestigen, der das entsprechende Gerät oder die Tragkraftspritze trägt.
Nachteil der bekannten Ausführung ist jedoch, dass nur eine unbequeme und gefährliche Entnahme möglich ist.
Nachdem die neuartigen Feuerwehrfahrzeuge eine grosse Bodenfreiheit haben, war er es mit dem bekannten Hubgerät nicht möglich, den Auszugschlitten mit dem darauf lagernden Gerät in Bodennähe zu verbringen. Vielmehr musste ein
Abstand von etwa 50 - 80 cm zum Erdboden in Kauf genommen werden. Die
Tragkraftspritze oder ein anderes schweres Gerät konnte also nicht in Bodennähe abgesetzt werden, was mit dem Nachteil der unbequemen Handhabung und einer damit einhergehenden Unfallgefahr verbunden war.
Der Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, ein Hubgerät für den
Feuerwehreinsatz der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass mit geringem Aufwand eine wesentlich grössere Absenkhöhe für das abzusetzende Gerät erreicht wird.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Neuerung durch die technische Lehre des Anspruchs 1 gekennzeichnet.
Wesentliches Merkmal der Neuerung ist, dass neuerungsgemäss die Absenkvorrichtung aus mindestens drei, verschiebbar ineinander geführten Teilen besteht, nämlich aus einem, mit dem Schlitten verbundenen Oberteil, einem, in dem Oberteil verschiebbar angeordneten Mittelteil und einem in dem Mittelteil verschiebbaren Unterteil, an dem wiederum der Auszugschlitten mit dem darauf lagernden Gerät befestigt ist.
Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass die Absenkvornchtung nun insgesamt aus drei Teilen besteht, wodurch eine wesentlich grössere Absenkhöhe erreicht werden kann.
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Durch die Teleskopierbarkeit des Mittelteils im Oberteil und des Unterteils im
Mittelteil ergibt sich also eine 2fach teleskopierbare Absenkvorrichtung, die wesentlich grössere Absenkhöhen überwinden kann.
Nach der Neuerung werden hierbei Absenkwege von z. B. 90 - bis 150 cm erreicht.
Damit ist es nun erstmals möglich, auch schwere Geräte bei hochbordigen
Feuerwehrfahrzeugen sicher in Erdnähe zu verbringen und diese bequem von dort aus aufzunehmen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Neuerung ist es vorgesehen, dass die Absenkvorrichtung mit pneumatisch betriebenen Hubzylindern arbeitet. Hierauf ist die Neuerung jedoch nicht beschränkt.
In einer anderen Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass die Absenkvorrichtung mit hydraulischen Zylindern arbeitet.
In einer dritten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass die Absenkvorrichtung mit kombiniert angetriebenen Hydraulik- und Pneumatikzylindern arbeitet.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Neuerung ist es vorgesehen, dass insgesamt drei Hubzylinder vorhanden sind, wobei zwei Hubzylinder parallel angeordnet sind und parallel miteinander betrieben werden. Diese beiden Hubzylinder sind zwischen dem Oberteil und dem Mittelteil angeordnet, während die Verschiebung zwischen dem Unterteil und dem Mittelteil über einen einzigen, weiteren Hubzylinder erfolgt.
Selbstverständlich ist die Neuerung nicht auf die Anordnung von drei Hubzylindern beschränkt. Es kann jede andere, beliebige Anzahl von Hubzylindern verwendet werden.
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Statt der angegebenen Hubzylinder können auch alle anderen Verschiebeantriebe verwendet werden, wie z. B. Spindelantriebe, Kettenantriebe, Seilantriebe,
Zahnstangenantriebe, welche mit Ritzel arbeiten und dergleichen mehr.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Neuerung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Schutzansprüche, sondern auch aus der
Kombination der einzelnen Schutzansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschliesslich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im Folgenden wird die Neuerung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere wesentliche Merkmale und Vorteile der Neuerung hervor.
Es zeigen: Fig. 1: perspektivisch eine Seitenansicht eines Hubgerätes nach der Neuerung; Fig. 2: die Darstellung des Hubgerätes in der Ruhestellung, perspektivisch von der Seite; Fig. 3 : Seitenansicht des Hubgerätes nach Figur 2; Fig. 4 : Draufsicht auf das Hubgerät nach Figur 3; Fig. 5 : Stirnansicht des Hubgerätes nach Figur 3; Fig. 6 die Seitenansicht des Hubgerätes in der abgesenkten Arbeitsstellung; Fig. 7 : Schnitt gemäss der Linie VII-VII in Figur 6; Fig. 8 : Stirnansicht des Gerätes in Pfeilrichtung VIII in Figur 6.
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Das dargestellte Hubgerät besteht im Wesentlichen aus einem Auszugsrahmen 1, der aus zwei zueinander parallelen Längsstreben 5 besteht, die an ihren freien vorderen Enden durch eine Querstrebe 6 miteinander verbunden sind.
An den Seiten der Längsstreben 5 sind hierbei Montagewinkel 2 angeordnet, mit denen der Auszugsrahmen 1 an der Bodenseite des Geräteraumes des
Feuerwehrfahrzeuges befestigt wird.
Selbstverständlich ist es möglich, den Auszugsrahmen 1 an jeder anderen beliebigen Stelle im Geräteraum des Feuerwehrfahrzeuges zu befestigen.
Der Auszugsrahmen 1 bildet ein inneres Verschiebeprofil, in dem ein Auszugsschlitten 4 verschiebbar geführt ist, der demzufolge in den Pfeilrichtungen
3 verschiebbar im Auszugsrahmen 1 verfahrbar ist.
Der Auszugschlitten 4 ist über entsprechende Verstärkungen (siehe beispielsweise die Befestigungswinkel 17 in Figur 3) mit einer Absenkvorrichtung 7 verbunden, die neuerungsgemäss 3teilig ausgebildet ist.
Die Absenkvorrichtung 7 besteht daher aus einem fest mit dem Auszugschlitten 4 verbundenen Oberteil 8, aus einem verschiebbar im Oberteil 8 verfahrbaren Mittelteil 9 und aus einem verschiebbar im Mittelteil 9 verfahrbaren Unterteil 10.
Am freien unteren Ende des Unterteils 10 ist ein Auszugschlitten 11 angeordnet, welcher das abzusetzende schwere Gerät, z. B. eine Tragkraftspritze 20, trägt.
Der Auszugschlitten 11 besteht aus zwei zueinander parallel angeordneten Längsstreben 12, die an der unteren Seite des Unterteils 10 befestigt sind und einer hierzu quer verlaufenden Querstrebe 13, welche die beiden Längsstreben 12 miteinander verbindet.
Im Oberteil 8 sind zwei parallel zueinander angeordnete Hubzylinder 14,15 angeordnet. In Figur 1 ist auch noch der zwischen dem Unterteil und dem Mittelteil vorgesehene Hubzylinder 16 dargestellt.
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Die Figuren 3 bis 5 zeigen weitere Einzelheiten des Hubgerätes.
In Figur 2 ist gezeigt, dass in der Ruhestellung des Hubgerätes die beiden Teile 9,
10 in das Oberteil 8 eingefahren sind, so dass die Absenkvorrichtung 7 eine minimale Deckenhöhe beansprucht. In dieser Ruhestellung ist gleichzeitig dargestellt, dass der Auszugschlitten 11bündig mit dem Auszugschlitten 4 ist und die beiden Teile in dem Innenprofil des Auszugsrahmens 1 eingefahren sind.
Dies entspricht der Ruhe- oder Transportstellung einer Tragkraftspritze 20, die gemäss Figur 2 auf dem Auszugschlitten 11 lagert.
Figur 3 zeigt im Übrigen, dass die Längsachse der Absenkvorrichtung 7 einen
Winkel 31 zur Senkrechten aufweist, der grösser als 90 Grad ist. Hierdurch wird die
Statik der Befestigung des Auszugschlittens 11an dem Unterteil 10 verbessert.
Die Figuren 2,3 und 5 zeigen, dass am Ende der Längsstreben 5 zwei einander gegenüberliegende und parallel zueinander angeordnete Rollen 18 angeordnet sind, auf deren Oberseite die Auszugschlitten 4 und 11 ruhen und entsprechend hierauf verschiebbar geführt sind. Auf der Oberseite des Auszugschlittens 11 sind zwei parallel zueinander angeordnete Auflageschienen 19 fest befestigt, welche zur Auflage und Halterung der Tragkraftspritze 20 dienen.
Aus den Figuren 6 bis 8 gehen weitere Einzelheiten des 3teiligen Aufbaus der Absenkvorrichtung 7 hervor.
Zunächst ist erkennbar, dass am freien unteren Ende des Unterteils 10 die eine Seite des Auszugschlittens 11 befestigt ist. Das Unterteil 10 ist mit entsprechenden Längsstreben verschiebbar in dem Mittelteil 9 geführt, wobei am freien unteren Ende der Längsstreben des Mittelteils 9 einander zugeordnete und parallel zueinander angeordnete Führungsrollen 25 vorgesehen sind.
Diese Führungsrollen greifen in ein entsprechendes Führungsprofil des Unterteils 10 ein, so dass dieses verschiebbar geführt ist. In nicht näher dargestellter Weise sind am oberen Ende des Unterteils 10 weitere Rollen drehbar gelagert, die in dem entsprechenden Profil des Mittelteils 9 verschiebbar geführt sind.
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Aus den Figuren 6 bis 8 ist im Übrigen erkennbar, dass an der unteren Seite des
Oberteils 8 weitere, parallel zueinander angeordnete Führungsrollen 24 gelagert sind, die sich an einem entsprechenden Führungsprofil des Mittelteils 9 abstützen und dieses verschiebbar führen.
Wiederum in nicht näher dargestellter Weise trägt auch das Mittelteil 9 entsprechende Rollen, die an dem Führungsprofil des Oberteils 8 abrollen.
Der Auszugschlitten 4 besteht gemäss den Figuren 4 und 6 aus einem Querjoch 21, das zwei parallel zueinander angeordnete Führungsschienen 23 miteinander verbindet, wobei das Querjoch 21 über eine Längsstrebe 22 mit dem Oberteil 8 verbunden ist. Die seitliche Anbindung der Führungsschiene 23 an das Oberteil 8 der Absenkvorrichtung 7 erfolgt durch zwei, zueinander parallel angeordnete Befestigungswinkel 17.
In Figur 7 ist nun erkennbar, dass sich die Kolbenstange 16a des einen Hubzylinders 16 an einem Querjoch 26 abstützt, welches am Auszugschlitten 11 befestigt ist.
Der Hubzylinder 16 ist mit seinem unteren Ende an einem Querjoch 27 befestigt, an dem wiederum die beiden parallel zueinander angeordneten Kolbenstangen 14a, 15a der Hubzylinder 14, 15 angreifen.
Die oberen Enden dieser Hubzylinder 14,15 sind an einem Querjoch 30 des Oberteils 8 befestigt. Das Querjoch 29 verbindet die Führungsschienen des Mittelteils 9. Die Verstärkung 28 verbindet die Führungsschienen des Unterteils 10.
Wichtig bei der Neuerung ist demgemäss, dass eine sehr grosse Auszugslänge durch die 3fache Unterteilung der Absenkvorrichtung 7 erreicht wird. Damit ist es erstmals möglich, schwere Gegenstände, wie z. B. eine Tragkraftspritze 20, aus grosser Höhe aus einem Feuerwehrgeräteraum in Bodennähe zu verbringen und dort dem Einsatz zugänglich zu machen.