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Streckenstromschliesser.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schienendurchbiegungskontakt, welcher im Gegensatz zu den bisher üblichen Schienenkontakten einen dauernden Kontakt herzustellen gestattet.
Bekanntlich ist bei den bisher üblichen Kontakten die Kontaktdauer nur sehr kurz und
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Die Erfindung sucht diese Cbelstände durch eine neue Art der Kontakt gebung zu beheben, bei der zunächst eine dauernde, von den oben erwähnten äusseren Faktoren unabhängige Kontakt herstellung erfolgt, welche demnach die Unverlässlichkcit der Kontakte beseitigt und ausserdem keine unter Strom siehenden Kontakte benötigt. Der Strom kann vielmehr erst später durch
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von Gleichstrom überhaupt beseitigen und Wechselstrom für die Betätigung der von den Kon- takten gesteuerten Apparate verwenden.
Sollte jedoch selbst Gtptehstrom verwendet werden, so entfällt dadurch eine wichtige Fehlerquelle, nämlich die Ableirungsverluste und die dadurch hervorgerufene rasche Batterieerschöpfung.
Zum Zwecke der Kontaktgebung wird eine leitende Flüssigkeit verwendet, welche in ein
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in einem Zugsicherungssystem veranschaulicht, Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich, besteht der Kontakt aus dem zur übertragung des Schienendruckes dienenden Teil A und aus dem eigent- lichen Kontakt B. Zur Übertragung des Druckes wird an der Schiene a zwischen zwei Schwellen ein gegossener Bügel b in der üblichen Weise befestigt. Zwischen den beiden Bügelschenkeln, zwischen denen die Schiene a frei liegt, weist ferner der Bügel eine teUerartige Erweiterung c auf, die gleichzeitig eine Führung für den Druckbolzen d bietet. Dieser wird derart angebracht, dass er im Ruhezustand die Schiene gerade nur berÜhrt.
Er trägt an seinem oberen Ende eine
Stahlschelle e, um das Eindringen von Sand oder Staub in die Führung zu verhindern. Der Druck-
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einen vom Kontaktgehäuse gut isolierten Deckel m eventuell mittels zwischengelegter Gummischeiben oder dgl. festgehalten wird. Der Deckel trägt oben ein eingeschraubtes Verschlussstück m,, in welchem eine Ventilspindel n geführt wird. An dieser Ventilspindel befindet sich unten eine als Ventil dienende kegelförmige Erweiterung ?, welche in einen entsprechenden, im Einsatzstück l ausgebildeten Sitz hineinpasst.
Die Ventilspindel n ist in ihrem untersten Teile ausgehöhlt und ausserdem in einiger Höhe mit einer nach aussen in den Hohlraum des Einsatzes mündenden Öffnung n, welche denselben Durchmesser wie der Kanal k besitzt, versehen. Aussen trägt dieselbe ferner einen Ansatz, gegen welchen sich eine sich andererseits gegen da Deckel- verschlussstück m1 legende Schraubenfeder o abstützt, die die Ventilspindel herabzudrücken sucht. Der eine Kontakt wird durch den vom Gehäuse gut isolierten Deckel m gebildet, mit dem eine Ader p1 des Kabels p verbunden wird ; die andere Ader P2 wird isoliert durch den Decke) hindurchgeführt und mit einem im Einsatzkörper l eingesetzten Ring q verbunden.
Die Ventilspindel n wird an ihrem oberen Ende von einem gegabelten Hebel r getragen, und zwar mittels eines Querstiftes "1'der in einem aus isolierendem Material bestehenden oder mit solchem an den Tragstellen ausgefütterten Bügel r2 ruht. Dieser Tragbügel ist nach oben zu mit einem bogenförmigen Schlitz versehen und hat den Zweck, die Ventilspindel n beim Heben des gegabelten Hebels r mitzunehmen, während die Abwärtsbewegung der Spindel durch die Feder o bewirkt wird. Der gegabelte Hebel r ist selbst um den Punkt ? g drehbeweglich und träf, t an seinem Ende eine Rolle 8, die sich gegen einen Exzenter t legt.
Der Exzenter t ist um die Welle M drehbar und durch dieselbe out einem Kettenrad t'verbunden, dem mittels der Kette u' eine Drehung erteilt werden kann. Beim Drehen des Kettenrades v kann sich der Exzenter in einer
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meiden und um gleichzeitig eine genaue Adjustierung des Exzenters in bezug auf das Kettenrad zu ermöglichen, wird das Kettenrad v vorteilhaft mit der Welle u mittels einer Zahnkupplung
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Deckel umgeben, um störende Einflüsse auszuschalten.
Im Betriebe wird der ganze Hohlraum t und k mit einer gut leitenden Flüssigkeit, vorteilhaft mit möglichst reinem Quecksilber, gefüllt. Die mit dem Quecksilber in Berührung stehenden Teile müssen dann aus einem nicht amalgamierbaqren Material, also aus Eisen oder Stahl, gefertigr werden. Das Einfüllen des Quecksilbers erfolgt durch Abnahme der Schraube x.
Im Normalzustand drückt das im ansteigenden Teil des Kanales k befindliche. Quecksilber
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Quecksilber in den Einsatz l hineingepresst, dasselbe fliesst jedoch sofort. wieder zurück, so dass kein Dauerkontakt vorhanden ist.
Zur Betätigung des Dauerkontaktes ist es hingegen erforderlich, dass zunächst das Ketten rad v um eine halbe Drehung gedreht wird ; dadurch kommt der Exzenter t in eine gegen die gezeichnete um loo gedrehte Lage, die Rolle 8 und der Hebel r werden gesenkt und die Feder o
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der Kanal k durch das Ventil fit verschlossen ist.
Es ist daher zwischen den Klemmen p1 und P2 ein Dauerkontakt hergestellt, indem der
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Durch Verdrehen des Exzenters t nach erfolgter Betätigung der durch den Kontaktstrom betätigten Apparate wird das Rückfliessen de8 Quecksilbers in den Kanal k veranlasst.
In Fig. 3 ist der Einbau des Kontaktes in eine Blocbignalanlage schematisch veranschaulicht.
Für den Streckenendblock kann in diesem Fall Wechselstrom statt Gleichstrom verwendet werden. Schaltung und Anordnung der Blocksignalanlage können im übrigen eine beliebige Ausgestaltung erfahren. Es sind in der genannten Figur nur diejenigen Einrichtungen veranschaulicht, welche unmittelbar mit dem sogenannten Einfahrtsblock in Verbindung stehen. In der schematischen
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Die FüMschiene, das Signal und der Schienenkontakt stehen mit dem Stellhebel durch Drahtzüge in Verbindung und werden von dort aus betätigt. Der Kontakt und das Signal werden dabei von einer gemeinsamen Kombinationsrolle K aus in Abhängigkeit voneinander betätigt, und zwar weist diese Kombinationsrolle zwei Kettenrollen desselben Durchmessers wie die Signalrolle und eine Kettenrolle von derselben Grösse wie die Schienenkontaktrolle auf. Letztere steht mit der Sehienenkontaktrolle, erstere stehen mit dem Signal bzw. dem Stellwerk in Verbindung.
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gestellt wird, wird die Ventilspindel n gesenkt, so dass der Kontakt in Funktion treten kann. Steht jedoch das Signal auf Halt", so bleibt die Ventilspindel gehoben und das Quecksilber
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signalsystem funktionieren.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Streckenstromschliesser, bei weichem eine leitende Flüssigkeit durch den Schienendruck in eine Kontaktkammer gepresst wird und dadurch eine leitende Verbindung herstellt, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Kontakt kammer fliessende leitende Flüssigkeit durch ein Absperrorgan am Abströmen aus dem Gefäss verhindert wird und dadurch einen dauernden Kontakt herzustellen gestattet.