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das Zählrad o um eine ganze Teilung weitergedreht.
Die hier angenommenen Verhältnisse gelten für eine Temperatur des Spiritus von 40 R, was erfahrungsgemäss als niederste in Betracht kommende Temperatur des zu messenden Spiritus angesehen werden kann. Die Hauptmessvorrichtung misst mit den einzelnen Abteilungen ihrer Trommel stets Flüssigkeitsmengen von 5 1, deren Temperatur aber mit 12 R angenommen ist, und diese Flüssigkeitsmengen von 5 1 fliessen aufeinanderfolgend durch das Rohr d in den
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wie bereits oben erwähnt, für je 5 1 ein Fehlbetrag von 50 cm3 ergeben, und da dieser Fehlbetrag durch die beschriebene Messvorrichtung gemessen werden soll, so entspricht jede Teilung des Zählrades o 50 cm3.
Die Hauptmessvorrichtung gibt also für jeden Inhalt einer Trommelabteilung 5 l an, wobei vorausgesetzt ist, dass der Spiritus 128 R besitzt ; hat aber der Spiritus nur eine Temperatur von dz so muss die Differenzmessvorrichtung den Fehlbetrag von 50 cm, anzeigen, die dann dem von der Hauptmessvorrichtung angegebenen Betrag hinzuzuzählen sind.
Nun muss diese Differenzmessvorrichtung selbstverständlich auch Temperaturen Rechnung tragen, die zwischen der Normaltemperatur und der erfahrungsgemäss niedereren in Betracht kommenden liegen, und dies geschieht in folgender Weise : In dem Behälter a ist ein thermostat-
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mit macht. Dieser Körper q nimmt die Temperatur des den Behälter 11 erfüllenden Spiritus an und wird dieser Temperatur entsprechend deformiert, d. h. bei höheren Temperaturen eine grössere. bei niedereren Temperaturen eine kleinere Längenausdehnung besitzen. Der Körper q muss derart empfindlich sein, dass er möglichst rasch die Temperatur des ihn überflutenden Spiritus annimmt und dieser Temperatur entsprechend deformiert wird.
Das eine Ende des Körpers q ist bei r fest eingespannt, während das andere Ende s an einem doppelarmigen Hebel 1 angeschlossen ist, dessen freies gabelartiges Ende eine Stufenbacke u anfasst, die auf einer Führungsschiene v gleitbar angeordnet ist. Dehnt sich der Körper q aus. so wird die Stufenbacke u dem Zählrad 0 genähert, und zieht sich der Körper q zusammen, so wird die Stufenbacke u von dem Zählrad o entfernt. Die Stufenbacke u besitzt acht Stufen entsprechend den acht Graden. die zwischen der Normaltemperatur von 12 R und 4 R gelegen sind.
Der Arm 1 trägt einen Anschlag ', der in der Bahn der Stufen der Backe u gelegen ist und die Verhältnisse sind derart getroneu, dass bei einer Temperatur von 4 R, wobei also der Körper q eine bestimmte Länge besitzt, die Backe die in der Zeichnung dargestellte Lage einnimmt, so dass der Arm l die früher geschilderte Schwenkbewegung vol ! ausführen kann, also das Zählrad o um eine ganze Teilung weiterbewegt wird und der Anschlag M) des Armes l gegen die unterste Stufe der Backe M stösst. Besitzt die in den Be-
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werden kann.
Es wird infolgedessen das Zählrad o überhaupt nicht weitergeschaltet, was soviel bedeutet, als dass der Messung der Ha. uptmessvorrichtung kein Fehlbetrag hinzuzuzählen ist.
Bei 120 R zeigt eben die Hauptmessvomchtung die richtige Flüssigkeitsmenge an. Bei jeder niedrigeren Temperatur wird aber die Zih1scheibe o infolge der Einwirkung der Backe u den auf diese Temperatur entfallenden Fehlbetrag anzeigen.
Das Zählrad o kann selbstverständlich mit einem Summierzählwerk in Verbindung gebracht werden.
Selbstverständlich kann das oben geschilderte Prinzip der Differenzmessung auch in anderer Weise verwirklicht werden, als in dem besonderen Beispiel erläutert. Es kann der Antrieb des Differenzzählwerkes in anderer Weise geschehen als durch Kippen des Behälters a und es kann auch die Beeinflussung des Schaltbetrages durch den infolge Temperaturdifferenz deformierbaren
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von diesem Ausdehnungskörper selbst abgeleitet werden, da es nur darauf ankommt, den Schaltbetrag der jeweiligen Längenausdehnung des thermostatartigen Körpers anzupassen.
Bei der dargestellten Ausführungsform können selbstverständlich auch innerhalb des Rahmens des dargelegten Prinzips mancherlei Änderungen vorgenommen werden, insbesondere mit Bezug auf die Verbindung zwischen Schaltwerk und Kippgefäss und auch die Backe u kann beispielsweise durch eine von dem thermostatartigen Körper verdrehbare Stufenwalze, Unrundcheibe < xier dg !. ersetzt werden. An Stelle der Abstufungen kann selbstverständlich auch eine kontinuierlich schräge Bahn gesetzt werden, wenn eine besondere Genauigkeit der Differenzmessung gewünscht wird.
Es ist auch klar, dass die Vorrichtung, auf demselben Prinzip beruhend, auch für Temperaturen unter 40 und über 120 eingerichtet werden kann. Die von der Vorrichtung angegebenen Fehlbeträge, die Temperaturen über 120 R bzw. über der angenommenen Normaltemperatur entsprechen würden, müssten selbstverständlich von dem vom Hauptzählwerk angegebenen Betrag abgezogen werden.