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Die Erfindung bezieht sich auf jene Art von Fahrzeugrädern, bei welchen der Radkranz eine Anzahl von Kolben trägt, die in radialen, von der in einem geeigneten Raum untergebrachten Druekluft erfüllten Zylindern sich verschieben können und an ihren äusseren Enden Laufstollen oder dgl. tragen,. so dass sie den Unebenheiten der Fahrbahn elastisch nachgeben können.
Gemäss der Erfindung werden die am äusseren Ende der Zylinder angeordneten Kolben hohl und an ihren inneren Enden offen ausgebildet, so dass die Druckluft unmittelbar ihrem äusseren Ende zugeführt wird, um den Druck möglichst nahe an der Lauffläche des Rades zur Wirkung kommen zu lassen. Hiedurch entfällt jede Druckwirkung auf die zylindrischen Kolbenwände und der Kolben kann sonach sehr leicht ausgeführt werden, wobei sein innerer Hohlraum gleichzeitig zur Vergrösserung des Druckluft. raumes beiträgt.
Jeder Kolben besitzt hinter dem in seinem zugehörigen Zylinder luftdicht passenden Kolbenkopf einen im Querschnitt verringerten Schaft und wird mit diesem in einer innerhalb der Zylinder angeordneten Platte oder einen Ring oder dgl. geführt, wobei am verengten Schafte ein nachstellbarer, der Begrenzung des Kolbenhubes dienender Anschlag vorgesehen ist. Bei dieser Anordnung ist es möglich, bei einem gegebenen Luftdruck den grösstmöglichen Effekt zu erzielen. Es ist von grösster Wichtigkeit, dass der Druck in jeder Zylinderkammer so niedrig als möglich erhalten wird. Der kurze Kolbenkopf besitzt den grossen Durchmesser, da er mit dem Radkranz in Verbindung steht.
Die im Querschnitt verkleinerten Kolbenschäfte und die Führung derselben innerhalb der Zylinder gestatten es, den Kolbenkopf möglichst breit entsprechend dem äusseren Umfang des Radkranzes zu machen ; der geringere Umfang des Rades innerhalb der Zylinder ist ausreichend für die nach innen ge- richteten Kolbenschäfte.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsformen der Erfindung. Fig. 1 ist ein
Querschnitt durch eine Hälfte eines Rades und Fig. 2 eine Vorderansicht eines Radviertels bei teilweisem Schnitt ; Fig. 3 ist eine Ansicht eines abgewickelten Teiles des Radrandes, die die Anordnung der Kolben zeigt ; Fig. 4 ist eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht und veranschaulicht eine versetzte Anordnung der Kolben, bei der der Tragdruck über eine grössere Anzahl velteilt wird ; Fig. 3 ist ein teilweiser Querschnitt eines Drahtspeicbenrades, welches einen Druckbehälter einschliesst, und Fig. 6 ist eine Ansicht hiezu.
A, A sind die hohlen radialen Kolben, an deren äusseren Enden die Laufstücke a aus Gummi oder dgl. befestigt sind. B, B bezeichnen die radialen Zylinder, welche bei der dargestellten Aus- führungsform mit der Felge C aus einem Stück bestehen. D ist der allen Zylindern gemeinsame
Luftbehälter und E ist der Führungsring, der die im Durchmesser verkleinerten inneren Enden oder Schäfte al der Kolben aufnimmt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 wird der Luftbehälter von dem Radkörper selbst gebildet. der in einem Stück zweckmässig aus einer ieichten widerstandsfähigen Legierung gegossen sein kann. Er hat dann die Form einer hohlen Scheibe mit zentraler Nabe d und Führungsring E. welch letzterer vieleckig ist und zur Versteifung der Konstruktion dadurch dient, dass er die beiden Seiten des Rades in einer kurzen Entfernung von ihrem Umfange untereinander verbindet. Der Führungsring E ist mit Öffnungen versehen, durch die das Druckmittel, Druckluft oder dgl., auch in den ausserhalb des Ringes liegenden Teil der Zylinder eintreten kann.
Der Radkorper kann auch aus getrennten zusammengeschweissten oder sonst geeignet verbundenen Teilen hergestellt werden. Zur Verstärkung des Radkörpers können ungefähr in der Mitte zwischen der Feige und der Nabe a eine Anzahl Röhren d1 und starke Stützen ru eingegossen sein. Durch die Röhren cl1 können Stahlbolzen iJ3 gesteckt werden, die ebenfalls zur Versteifung dienen und ausserdem den Zweck haben, im Bedarfsfalle eine Bremstrommel an dem Rade befestigen zu können. Das Rad ist in geeigneten Zwischenräumen mit durch luftdichte Deckel F verschlossenen Löchern versehen, durch welche hindurch man an die inneren Enden der Kolber A gelangen kann.
Die Deckel F werden durch einen zentralen Bolzen/mit einer Muffe f1 an ihrem Platz
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Die Kolben A können innerhalb der Zylinder einen kurzen Hub ausführen, dessen Länge durch die einstellbare Mutter a2 auf dem inneren Ende der Kolben bestimmt wird. Ein Sicherungsring a3 über der Mutter verhindert ein Leisen derselben. Zwischen der Mutter und dem Führungsring E kann eine nachgiebige Unterlagscheibe öder eine Feder a4 vorgesehen sein, um Stösse und Geräusche beim Zurückgehen des Kolbens auf seinen Sitz zu vermeiden. Auf der durch den äusseren und breiteren Teil des Kolbens gebildeten Schulter a5 ist der rinnenförmige Ring a6 aus Gummi oder anderem geeigneten Material angeordnet, der eine luftdichte Gleitverbindung mit dem Zylinder herstellt.
Zum Zwecke etwaiger erforderlicher Schmierung kann durch den Kolben genau an der Aussenseite des Dichtungsringes ein kleines Loch a7 vorgesehen werden. durch welches das Schmiermittel dem Inneren des Kolbens zugeführt wird. Bei einer solchen Schmienmg kann der äussere Teil des Kolbens durch die in Fig. 1 punktiert angegebene Wand a8 geschlossen sein.
Wenn jedoch keine Schmierung vorhanden ist, wird der Kolben zweckmässig bis zu der äusseren Endplatte offen gelassen, so dass der Luftdruck so nahe als möglich an die Lauffläche gebracht wird und das totale Volumen des Lnftbehälters vergrössert wird.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen, sind die Kolben und Zylinder hintereinander angeordnet und so gross gehalten, als es die Breite des Rades ermöglicht. Zweckmässiger ist es jedoch, die Anordnung nach Fig. 4 zu verwenden, bei der zwei versetzt zueinander liegende Reihen von kleinen Zylindern und Kolben angeordnet sind, da dann der Druck auf eine grössere Anzahl Kolben verteilt wird und mehr Kolbenlaufflächen
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liches Hindernis trifft, so würde nur ein Teil der Tragkolben in Wirkung gesetzt und einfach weiter hineingedrückt werden, ohne eine das Heben des Fahrzeuges herbeiführende Reaktion zur Folge zu haben, da der Luftdruck auf irgend einen Kolben praktisch konstant bleibt.
Es wird daher in dem Fahrzeug kein Stoss gespürt werden, wenn irgend ein Hindernis kleiner ist als ein solches, das gleichzeitig alle Kolben in Berührung mit dem Boden bringt. Die Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich in den übrigen Teilen nicht von den Ausführungen nach den vorhergehenden Figuren. Die Zylinder und Kolben sind in einer ringförmigen Ebene veranschaulicht, jedoch kann die Anordnung ganz nach Zweckmässigkeit geändert werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 bleibt die allgemeine Anordnung der Kolben
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Bei dem vorliegenden Rade, wo der Druck der komprimierter Luft gleichmässig auf alle Kolben ausgeübt und die ganze Luftmenge dazu benutzt wird, das nachgiebige Polster für jeden Kolben zu bilden, wird die höchstmögliche Nachgiebigkeit bzw. Federung erreicht. Infolge der Art und Weise wie die inneren Enden der Kolben getragen und geführt werden, können diese Enden beträchtlich lang gemacht werden, während sich an der Felge eine grosse Kolbennäche ergibt, da die im Durchmesser verkleinerten Kolbenschäfte einen geringeren Raum als die äusseren Kolbenteile einnehmen, so dass sie näher an die Mitte des Rades heranreichen können, ohne gegeneinander zu liegen oder den inneren Ring unzulässig zu schwächen.
PATENT-ANSPRÜCHE:
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Kolben zur Vergrösserung des Druckluftraumes beiträgt.