AT65775B - Verfahren zum Festmachen von Rohöl und seiner Destillationsprodukte. - Google Patents

Verfahren zum Festmachen von Rohöl und seiner Destillationsprodukte.

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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  Verfahren zum Festmachen von Rohöl und seiner   Destillation8produkte.   



   Es wurden bisher verschiedene Wege zum Festmachen flüssiger Kohlenwasserstoffe eingeschlagen. So hat man z. B. in dem flüssigen Kohlenwasserstoff Fettsäure aufgelöst oder geschmolzene Fettsäure demselben zugesetzt und dem Gemisch Schwefel-,   Salz-,     Salpeter- oder dgl. Säure hinzugefügt   und hierauf das Ganze mit einer wässerigen Alkalilösung vermengt, oder man hat Anilin in erwärmtem Petroleum gelöst und Formaldehyd zugesetzt. oder man hat den flüssigen Kohlenwasserstoff mit harter Natronseife oder einer Seife aus Wollfettsäure versetzt, oder man hat das Mineralöl mit Harz verseift, das Produkt mit Salzsäure zersetzt und hierauf wieder verseift, oder man hat den flüssigen Kohlenwasserstoff mit einer leimigen Substanz vermengt und das Gemisch getrocknet bzw. in bekannter Weise, z.

   B. mit Formalin, gehärtet, oder man hat endlich Petroleum mit Seifen und Salz vermengt. 



   Diese Verfahren haben sich in der Praxis gar nicht oder in unzureichendem Masse bewahrt, weil die flüssigen Kohlenwasserstoffe solche Veränderungen erfahren, dass ihre leichte Brennbarkeit dadurch stark leidet. Entweder ergibt der Verbrennungsprozess   vie !') Rückstände   oder er vollzieht sich unruhig und unter explosiver Dampfbildung. was ein ständiges Prasseln zur Folge hat.   Diese Ubelstände stnd   auf die Beimengung grosserer Mengen der Fremdbestandteile zurückzuführen. In manchen Fällen ist ausserdem das Ver-   fahren   so umständlich, dass es wegen der grossen Kosten nicht eingeführt werden kann. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, durch welches die Nachteile der bisherigen Verfahren vermieden werden sollen. Dasselbe besteht darin, dass Stearinsäure, die im Handel unter dem einfachen   Namen Stearin"bekannt   ist, zu gleichen Teilen mit einer möglichst konzentrierten   Minssratsäuro, am zweckmässigsten   mit Salzsäure, etwa 2 bis 4 Stunden bei einer Temperatur von etwa 100 bis 1200 C erhitzt und sodann abgekühlt wird. Das Handelsstearin scheidet sich hierauf als feste Masse ab, während die Säure wieder   weiterbenutzt   werden kann. Durch diese Vorbehandlung wird dem Handelsstearin die Eigenschaft verliehen, sich in flüssigen Kohlenwasserstoffen,   wie z.   B.

   Benzin,   Helan,   (solin, Petroleumäther, Pertroleumrückständer, Petroleum und dgl. schon bei gewöhnlicher   Temperatur zu lösen   und in Lösung zu bleiben. 



   Das in der vorhin beschriebenen Wise vorbehandelte Handelsstearin wird sodann in einer Menge von etwa   0'5   bis   5% d@ festzumachenden flüssigen Kohlenwasserstoff   hinzugefügt und,   nachdem   sich   dasselbe hie@n gelöst   hat, das Ganze in einem geschlossenen
Behälter bei einer Temperatur von 60 bis 1000 C erhitzt. Der so erhitzten Lösung setzt man alsdann eine gleich hoch erhitzte   Lösung   aus reinem Alkohol oder Alkohol-Benzin und Natriumhydroxyd hinzu, und zwar in etwa der doppelten Menge des   Handelsstearins,     a ! so l bis 10%. Dadurch   tritt ein augenblickliches Aufschäumen des Gemisches ein. Ist dies geschehen, dann lässt man das Gemisch abkühlen, was gleichzeitig ein Erstarren des- selben zur Folge hat.

   Das Festmachen des flüssigen Kohlenwasserstoffes ist beendet. 



   Unter   Alkohol-Benzia   soll ein Gemisch von Alkohol und Benzin verstanden werden, und zwar im Verhältnis von etwa 2 : 1. Die Lösung wird am   zweckmässigsten 10% ig   gemacht, d. h. es werden auf 100 Teile Alkohol bzw. Alkohol-Benzin 10 Teile Natriumhydroxyd genommen. Damit soll aber keineswegs gesagt worden, dass nicht auch andere Verhältnis- 

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 gesetzt. 



   Beim Festmachen von Petroleum empfiehlt es sieh, etwa 1 bis    2'5%   und beim Festmachen von   Petroteumruckständen   etwa 3 bis 50/0 des vorbehandelten Stearins hinzuzufügen. Das Petroleum mit dem darin gelösten Stearin wird aber zweckmässig bei 80  oder darüber hinaus erhitzt, bevor die zubereitete Alkoholische natriumhydroxydlösung hinzugesetzt wird.

Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zum Festmachen von Rohöl und seiner Destillationsprodukte, insbesondere von Petroleum, Benzin und dgl. unter Verwendung von Stearin und alkoholischer Natrium- hydroxydiösnng, dadurch gekennzeichet, dass 0#5 bis 5% handelsstearin mit etwa derselben Gewichtsmenge konzentrierter Mineralsäure, z. B. Salzsäure. bei 100 bis 1200 erhitzt, von der Säure wieder abgesondert, in dem festzumachenden flüssigen Kohlenwasserstoff aufgelöst, die Lösung erhitzt und in dieselbe in diesem Zustande in ungefähr der doppelten Menge des Stearins eine gesättigte alkoholische Natriumhydroxydlösung in ebenfalls hoch- EMI2.2
AT65775D 1910-02-18 1910-02-18 Verfahren zum Festmachen von Rohöl und seiner Destillationsprodukte. AT65775B (de)

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