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Steuerung für Viertaktverbrennungskraftmaschinen.
Gegenüber bekannten übereinander arbeitenden Rohrschiebern sind nach der Erfindung die Rohrschieber in einem entsprechend ausgebildeten Ventilgehäuse so angeordnet, dass der innere Rohrschieber den Anfang und das Ende des Einlasses sowie des Auspuffes allein steuert, wogegen der äussere Rohrschieber während des Arbeitshubes die Einlassffnungen des inneren Schiebers überdeckt. Dabei ist an dem Ventilgehäuse ein gleichzeitig als Führungsstück dienender Ansatz von an sich bekannter Art mit einem mittleren Durchgang versehen, und dieser ist mit seinem oberen Ende an die Saugleitung angeschlossen, während in der Nähe seines geschlossenen unteren Endes rigförmige Öffnungen in der zylindrischen Wandung mit dem Zylinderraum durch ringförmige Offnungen im inneren Rohrschieber in Verbindung gesetzt werden.
Im Oberteil
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dadurch zwischen der Aussenwandung dieses Teiles und der Innenwandung des inneren Rohrschiebers ein ausreichend grosser ringförmiger Raum geschaffen wird, um die Abgase nach der Auspunfnnung m der Wandung des Ventilgehäuses abziehen lassen zu können. während der untere Teil des Führungsstückes von solchem Durchmesser ist, dass dieses dicht gegen die Innenseite des inneren Rohrschiebers anliegt.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, 111 denen Fig. 1 ein lotrechter Schnitt
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findung ist. Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt nach der Linie 22 der Fig 3, F) g. 3 Ist ein waagerechter Qucrscinutt nach der Lime 3-3 der Fig. 2. Die Fig. 4. 5, 6 und 7 sind schematische Schnitte, die die gegenseitigen Stellungen der feststehenden Öffnungen und der beweglichen Onnungfn zu Beginn jedes der vier Takte eines kreislaufes und die entsprechenden Stellungen der Kurbel
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begrenzt ist.
Diese Rohrschieber 12 und 13 können mit Hilfe von Vorrichtungen, die noch be- schrieben werden sollen, inemander teleskopartig verschoben und hin und her bewegt werden.
Der innere Rohrschieber 12 passt genau in den oberen Abschnitt 10a des Ventilkastens 10, der unmittelbar oberhalb der Zylinderöffnung 9 liegt, um den Verbrennungsraum im Zylinder von dem Auspuff 14 stets zu trennen, wenn die AuspufIöfInungen 12a im Rohrschieber 12 nicht mit der Zylinderöffnung 9 zur Deckung kommen. Die Innenfläche des Rohrschiebers 12 umfasst genau den unteren Teil des hohlen mittleren Führungsstückes 15, das selbst starr an der oberen Fläche 10b des Ventilkastens befestigt ist.
Der Aussendurchmesser des Führungsstückes 15 ist von einem
Punkte ab, der annähernd in einer Linie mit der unteren Kante der Zylinderöffnung 9 liegt, etwas vermindert, so dass, wenn die Öffnungen 12a mit der Öffnung 9 zur Deckung kommen, ein genügend breiter Ringraum innerhalb des Rohrschiebers 12 vorhanden ist, um die Auspuff- gase schnell zum Auspuff 14 strömen zu lassen.
Das mittlere Führungsstück 15 ist am boden geschlossen, dagegen ist seine zylindrische
Wandung mit einer Reihe von Schlitzen 15b versehen, die, abgesehen von den kurzen Verbindungs- stücken 15c, die den Boden an dem oberen Teil festhalten, ringsherum reichen.
Diese Schlitze 1-511 bilden die feststehenden Ansaugöffnungen und sind durch den rohrförmigen Oberteil lia mit der Saugleitung 23 verbunden, so dass, wenn die Saugöffnungen 12b im inneren Rohrschieber 12 mit den Öffnungen 15b zur Deckung kommen, das explosible Gemisch durch die ringförmige
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öffnungen 15b zur Deckung kommen, während der Abstand zwischen der Zylinderöffnung 9 und den Ansaugeöffnungen 15b unter angemessener Berücksichtigung der Bewegung des Rohrschiebers 12 bestimmt wird, damit die Öffnungen 12b nicht über die Linie des verminderten Durch- messers des mittleren Führungsstückes 15 hinausgehen, wodurch sie verhindert werden, auch als Auspufföffnungen zu wirken.
Das untere Ende des Ventilkastens 10 ist offen und gestattet dem äusseren Rohrschieber 13 freien Durchtritt. Der Schieber 13 wird mittels der Pleuelstange 17 bewegt, die durch einen Exzenter oder eine Kurbel 7 auf der Steuerwelle 18 angetrieben wird. Die Exzentrizität der Kurbel 18e zusammen mit ihrem Voreilungswinkel gegen die Kurbel 18b und die Länge der Pleuelstange 17 und des Schiebers 13 sind-so zueinander geregelt, dass bei Beginn des Saughubes die obere Kante des Schiebers 13 mit der unteren Kante der Öffnungen 15 zusammenfällt oder etwas niedriger steht, wie deutlich in Fig. 5 ersichtlich.
Während des Saughubes durchläuft die Kurbel 18c einen Bogen von 900 symmetrisch zur lotrechten Mittellinie des Ventils ; infolgedessen bleibt die obere Kante des Schiebers 13 unterhalb der unteren Kante der Öffnungen 15 während des gesamten Saughubes. Hiedurch wird jede Mitwirkung des Schiebers 13 bei der Regelung der Ansaugung verhindert, die ausschliesslich durch die Summe der Höhen der Öffnungen 12b und 15b bestimmt ist ; diese Gesamthöhe ist gleich der Bewegung des inneren Schiebers 12, wenn dessen Antriebsexzenter 18b sich aus der in Fig. 5 für diesen Exzenter gezeichneten Stellung bis zu einem Punkt 18b1 bewegt, der 90 weiter liegt, wie in Fig. 5 punktiert angegeben.
Dieser Punkt entspricht der ausgezogenen Stellung des Exzenters 18'-'in Fig. 6, die den Beginn des Verdichtungshubes darstellt. Während dieses Hubes geht der Exzenter 18b, der den Schieber 12 antreibt, durch seinen oberen Totpunkt und hält dadurch alle Öffnungen geschlossen, und der Exzenter 1Sc treibt nun den Schieber 13 nach oben, wodurch die Ansaugeöffnungen 15b vollständig überdeckt und schliesslich auch die Ansaugeöffnungen 12b verschlossen werden, so dass bei Eintritt der Explosion die verschiedenen Ventilsteuerungsteile die in ausgezogenen Linien in Fig. 7 dargestellten gegenseitigen Stellungen eingenommen haben.
Diese Figur zeigt, dass kurz nach dem Beginn der Auswärtsbewegung des Kolbens 11 beim Arbeitshub der Schieber 13 seine höchste Stellung erreicht, wodurch der Ansauge-und Auspuffventilschieber 12 gegen die Hitze der Explosion geschützt wird. Gleichzeitig finden die expandierenden Gase keinen Weg zur Saugleitung, wenn die Ansaugeöffnnungen z beim Abwärts-
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Einstellung nicht gestört werden, da keine zwei beweglichen Teile an dieser Regelung teilnehmen.
In Fig. 2 ist die Anordnung der Auspufföffnungen in dem Fall gezeigt, dass die Erfindung auf Maschinen angewendet wird, deren Zylinder zu mehreren zusammengegossen sind.
Die Pleuelstangen 16 und 17, die die Schieber 12 bzw. 13 betätigen, umgreifen die Zapfen 12d und 13d, die beziehungsweise rechts und links vom Mittelpunkte der zugehörigen Schieber sitzen.
Um diese Schieber zu schmieren, ist die folgende Vorrichtung vorgesehen.
Dei Ring 24 enthält eine ölkammer , die die äussere Fläche des Rohrschiebers 13 umgibt.
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des Schiebers 13. Auf diese Weise wird die nötige Menge Schmiermittel auf die teleskopartig ineinander beweglichen Schieber 12 und 13 gebracht. Der erstere Schieber ist auch mit einer Anzahl kleiner Öffnungen 12e versehen, durch die schliesslich Öl auf seine innere Fläche gebracht und auf dieser ringsherum verteilt wird.
Endlich werden diese beweglichen Rohrschieber durch ein wirksames Wasserkühlsystem vollständig arbeitsfähig erhalten. Der äussere Schieber 13 ist von dem Mantel < S umgeben, der
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sich zings um den Ventilkasten M erstreckt, während der innere Schieber 12 teilweise durch denselben Mantel und teilweise durch den Mantel 15d gekühlt wird, der durch die beiden konntnschen Wandungen des oberen Teiles des Führungsstückes 15 gebildet wird. Das Kühl- wasser tritt durch die Öffnung 15d ein, wird durch die Rippen 15f, wie in den Fig. 1 und 3 er- Mchtlich, nach unten abgelenkt und gelangt durch die Öffnung in den Zylindermantel. Diese
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unterstützt.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Steuerung für Viertaktverbrennungskraftmaschinen mit zwei übereinander arbeitenden, auf und ab gehenden Rohrschiebern für jeden Zylinder, die in einem zylindrischen Ventilgehäuse um ein von diesem gestütztes hohles, konzentrisches Führungsstück angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfang und das Ende des Einlasses und des Auspuffes durch den inneren Rohrschieber (12) allein geregelt werden, wogegen der äussere Rohrschieber (13) während des Arbeitshubes die Einlassöffnungen (12b) des inneren Schiebers überdeckt.