AT65065B - Verfahren zur Gewinnung eines porösen und hochprozentigen Bariumoxydes. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung eines porösen und hochprozentigen Bariumoxydes.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> liegenden Druck evakuiert und der Reaktionsraum mit Hilfe des elektrischen Stromes auf eine Temperatur angeheizt, bei der die Reaktion lebhaft wird und bis 7U Ende verläuft, wobei natürlich zur Einhaltung des niedrigen Druckes die Reaktionsgase ständig abgesaugt werden. Das gebildete Bariumoxyd kann dann heiss bezogen und der noch heisse Ofen von neuem beschickt werden usw. Verlauf bzw. Ende der Reaktion erkennt man, da der Vorgang mit erheblicher Gasentwicklung verbunden ist, an der Stärke dieser Gasentwicklung bzw. an deren Ende. Die Gasentwicklung ihrerseits macht sich im Gang eines an den Ofen angeschlossenen Manometers durch ein Ansteigen des Druckes um einige Millimeter kenntlich, kann aber auch natürlich auf jede beliebige andere Weise messend verfolgt werden. Mit dem hier beschriebenen Verfahren hat nun ein älteres, in der deutschen Patentschrift Nr. 77002 angegebenes eine gewisse äussere Ähnlichkeit insofern, als auch bei diesem letzteren die sich während der Umsetzung zwischen Bariumkarbonat und Kohle entwickelnden Gasmengen ständig durch eine Luftpumpe abgesaugt werden. Es sei deshalb noch kurz darauf hingewiesen, dass die beiden Verfahren in Wirklichkeit auf grundlegend verschiedenen Prinzipien beruhen, die auch in den Ausfiihrungsformen selbst zum Ausdruck kommen. Das wesentliche Merkmal vorliegenden Verfahrens besteht darin, dass man die Reaktion in einem Raume ausführt, in welcher ein wesentlich niedrigerer Druck als 1 Atmosphäre herrscht, ein Prinzip, welches sich in der EMI2.1 und dem Druck der äusseren Atmosphäre standhaltenden, luftdicht verschliessbaren Mantel umgeben wird. Die Herstellung und Einhaltung des verminderten Drucks ist praktisch natürlich nur durch ständiges Absaugen der Reaktionsgase mit einer Luftpumpe zu erreichen. Während aber bei unserem Verfahren das Absaugen der Gase ausschliesslich eine wesentliche Erniedrigung des Drucks zum Zweck hat, ist bei dem verfahren von D. R. P. Nr. 77002 eine irgendwie in Betracht kommende Druckerniedrigung weder angestrebt (in der ganzen Patentschrift ist mit keinem Wort von Druckerniedrigung die Rede), noch ist sie bei der angegebenen Ausführungsform überhaupt möglich. Der Prozess wird nämlich in den einzelnen Kammern eines gewöhnlichen Ringofens ausgeführt und alle Materialien, welche zum Bau derartiger Ofen dienen, sind, besonders bei den in Frage kommenden höheren Temperaturen, derart luftdurchlässig, dass schon bei ganz geringen Unterdrucken im Innern des Reaktionsraumes von diesem so grosse Mengen Luft oder Feuerungsgase durch die Wände hindurch angesogen werden müssen, dass jede stärkere Druckerniedrigung ausgeschlossen ist. Wenn trotzdem mit diesem Verfahren seinerzeit wirklich gewisse Vorteile erzielt worden sein sollten, so können diese wohl nur in einer Beschleunigung der Reaktion durch die ständige schnelle Entfernung der Reaktionsgase gesehen werden, jedenfalls nicht in einer durch Druckverminderung hervorgerufenen wesentlichen Erniedrigung der Reaktiontemperatur. EMI2.2 gewordenen und vorgeschlagenen Verfahren als ein durchaus neues bezeichnet werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur (wnmung eines porösen und hochprozentigen Bariumoxydes durch Er- EMI2.3
Applications Claiming Priority (1)
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| AT65065T | 1912-05-25 |
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