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Elektrisch geheizter Wärinespeicher.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Aufspeichern und Nutzbarmachen von elektrisch erzeugter Wärmeenergie. Die Vorrichtung ist mit besonderem Vorteil anwendbar als Bestandteil eines Küchenherdes zum Kochen, Backen und Braten von Speisen usw.
Ein Hauptvorteil solcher Einrichtungen liegt darin, dass sie die Möglichkeit bieten, eine gewisse Menge elektrischer Energie, deren Lieferung über alle 24 Stunden des Tages oder, wo dies vorteilhafter ist, nur während der Stunden geringer Belastung der Elektrizitätswerke erfolgt, aufzuspeichern und dazu zu benutzen, eine Heizvorrichtung in dauernder Bereitschaft derart' zu erhalten, dass sie zu beliebiger Zeit die jeweils erforderte Heizwärme abgibt.
Die Erfindung wird im folgenden in Anwendung auf einen elektrisch geheizten Kochherd beschrieben, der mit einem Backofen, einer Kammer zum Kochen von Gemüse und einem Wärmespeicher von grosser Masse ausgestattet ist, der den Ofen und die Kammer mit der nötigen Heizwärme versorgt. Der Wärmespeicher ist für gewöhnlich von allen Seiten gegen Wärmeverluste geschützt und im Herdkörper versenkt. Bei einem Kochherd werden aber ausserdem noch eine oder mehrere hocherhitzte Heizflächen benötigt, auf denen Wasser zum Kochen erhitzt und andere Koch-und Bratoperationen vorgenommen werden können. Infolgedessen muss auch die Möglichkeit gegeben sein, die in dem Wärmespeicher aufgespeicherte Wärme an der Herdoberfläche für die Ausführung von Kochoperationen nutzbar zu machen.
Während die Wärmemenge, die dem Herd gemäss der Erfindung in der Zeiteinheit zugeführt wird, für gewöhnlich nur gering zu sein braucht, ist es nötig, dass die bei diesen Operationen erforderliche Wärmeentnahme in erheblich stärkerem Masse in der Zeiteinheit erfolgen kann.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass zwischen dem elektrisch beheizten Wärmespeicher und der Nutzungsstelle. in erster Linie also der Herdoberfläche, ein guter Wärmeleiter, z. B. ein solcher aus Metall, verschoben und dadurch für den Wärmeübergang eine Brücke zwischen Wärmespeicher und Nutzungsstelle geschaffen wird. Dabei kann man entweder den Wärmespeicher im ganzen oder einen Teil desselben zu der Herdoberläche hin bewegen. Für gewöhnlich empfiehlt es sich, als wärmeleitende oder wärmeübertragende Vorrichtung einen Teil des Wärmespeichers zu benutzen.
Der Wärmespeicher wird für gewöhnlich zweckmässig auf einer Temperatur erhalten, die höher ist, als die für die betrffende Kochoperation erforderliche Temperatur.
Die Zeichnung veranschaulicht die neue Vorrichtung in einer als Beispiel dienenden Aus- führungsform
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Der mit 1 bezeichnete Teil (Fig. 4) ist ein Körper aus Metall, z. H. aus Guosen oder aus einem anderen Stoffe von hoher Wärmekapazität pro Voiumeinbeit und von hoher spezifischer Wärmeleitfähigkeit. Dieser Körper 1, der in Fig. 2 im Grundriss dargestellt ist. erstreckt sich quer durch den Herd und weist eine oder mehrere Vertiefungen auf. in die der (in Fig. 8 für sich
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und in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet wird. Bei dem hier beschriebenen Herd ver- braucht dieser Heizkörper etwa 3 Anipere bei 100 \'oit oder rund 300 Watt.
Der Wärmespeicher 1 mit dem in ihn eingeschobenen Heizkörper. ist von \\aorte-
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die 500 bis 600 C betragen kann. Als geeignet erwiesen sich Lampenruss, Kieselsäurepulver und Infusorienerde.
Da der ökonomische Betrieb des Herdes eine ziemlich grosse Differenz zwischen der tat- sächlich verbrauchten Wärmemenge und der erzeugten und aufgespeicherten Wärme bzw. der dem Herd zugeführten Gesamtenergie zur Voraussetzung hat, ist die Frage der Wärmeisolierung hier von der grössten Bedeutung. Da die Gesamtmenge der Wärme, die durch eine Wärmeisolierung von bestimmter Dicke bei einem bestimmten Temperaturunterschied entweicht, der Ausdehnung der Fläche, durch die die Wärme fortgeleitet wird, direkt proportional ist, muss die Oberflächen-
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