AT62276B - Stromzuführung für elektrische Schmelzöfen. - Google Patents

Stromzuführung für elektrische Schmelzöfen.

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AT62276B
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Poldihuette Tiegelguszstahlfab
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Description


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  Stromzufuhrung für elektrische Schmelzöfen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf jene elektrischen Schmelzöfen, bei denen der Strom von einem äusseren Leiter durch die Ofenzustellung hindurch zum Schmelzgut geleitet wird. 



   Bei diesen Ofen bietet es grosse Schwierigkeiten, die Polplatten mit der Ofenzustellung so zu verbinden, dass der Cbergangswiderstand zwischen diesen beiden Leitungsteilen entsprechend gering ist, um eine höhere Erwärmung der Polplatten zu vermeiden. Zu dem Zwecke hat man die Polplatten möglichst gross gemacht, um an der Verbindungsstelle auf einen grossen Leitungsquerschnitt zu kommen. Die grossen Polplatten haben jedoch, namentlich dann, wenn eine grössere Anzahl anzubringen ist, den Nachteil, dass sie sehr schwer unterzubringen sind, weil ihr gegenseitiger Abstand wegen der notwendigen Isolierung nicht zu klein sein darf.

   Es wurde auch der Vorschlag gemacht, zwischen der einen Leiter zweiter Klasse bildenden Ofenzustellung und der Polplatte eine Zwischenschicht mittlerer elektrischer Leitfähigkeit. wie Kohle und   dgl.,   einzuschalten, die dann ihrerseits mit einer Seite der Polplatte in Berührung steht. Dadurch soll wenigstens die bei den oben beschriebenen Ofen unmittelbar hinter der Polplatte eintretende hohe Erwärmung des Leiters zweier Klasse vermieden werden.

   Der   Cbergangswiderstand   wird aber auch hier zwischen der Polplatte und der Zwischenschicht mittlerer Leitfähigkeit nicht oder doch nur unwesentlich verringert, ja es wird, soferne diese Zwischenlage nicht aus einem sehr biegsamen Material hergestellt ist, der Cbergangswiderstand eher noch grosser "erden als bei der früher beschriebenen Art der unmittelbaren Verbindung von Polplatte und Zustellungsmaterial. 



   Gemäss vorliegender Erfindung werden die angeführten   tleistände   dadurch vermieden, dass die Polplatte oder überhaupt der zur Anwendung kommende metallische Anschluökörper nicht nur mit einer Seite mit dem angrenzenden Leiter verbunden, sondern ganz oder zum grössten 
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 bei   verhältnismässig kleinen   Polplatten oder dgl. eine grosse Berührungsfläche zwischen diesen und dem anschliessenden   Material przie) t   und mithin der Cbergangswiderstand auf ein geringes Mass gebracht. 



   Die Erfindung besteht, weiter noch in der Herstellung einer innigen Berührung zwischen Polplatte oder dgl. und dem sie umgebenden Material und in der Schaffung möglichst grosser   Berührungsflächen bei Verwendung   von polplattenlosen Leitern. 



   In der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bei Verwendung von   Polplatten im Vertikalschnitt   an einem Widerstandsofen dargestellt ; Fig. 2 zeigt eine zweite   Ausführungsform   ohne Polplatte an einem Flammbogenofen und Fig. 3 ist ein Quer-   schnitt   nach der Linie 3-3 der Fig. 2. 



   In Fig. 1 ist a das Schmelzbad, b die Ofenzustellung, die z. B. aus Teer-Magnesit gestampft hergestellt sein kann, c ein   Gewölbe,   mit dem der Ofen abgedeckt ist, und d eine Bedienungs- öffnung. Die Stromquelle steht durch die äusseren   Leiter f,/1 mit   dem Ofen in Verbindung. Die 
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   Das an die Polplatten anschliessende Material i und i1 kan im wesentlichen Kohlenstoff in Form von Graphit. Koksmehl oder dgl. sein, wobei man dieses, um es etwas bildsam zu machen, mit einem Bindemittel, wie Teer. Wasserglas oder   dgl.,   vermischen kann. Um die Erwärmung der Polplatten durch den Eigenwiderstand des   anschliessenden Materiales möglichst   zu verhindern, kann dieses Material mit gut leitenden Metallteilen. wie Eisenfeilspänen, Drehspänen usw., gemischt werden, wobei diese Wirkung besonders dann gesteigert wird, wenn Feilspäne, Drehspäne oder dgl.   von Metallen mit   sehr gutem elektrischen   Leitungsvermögen, wie Kupfer   oder dgl., beigemengt werden. 



   Zwischen dem vom Schmelzbad berührten Zustellungsmaterial und dem Material verhiiltnismässig guter   Leitfähigkeit,   in das die Polplatten eingebettet sind, können noch, um ein allmähliches Wachsen des elektrischen Widerstandes vom äusseren metallischen Leiter zum Schmelzbad zu bewirken, ein oder mehrere Materialien mit einer zwischen den Leitfähigkeiten der beiden erstgenannten Materialien liegenden Leitfähigkeit eingeschaltet werden. Diese Materialien können z. B. aus Gemischen von   Magnesit   und Graphit bestehen. 



   Eine weitere Verringerung des   Ubergangswiderstandes   kann erreicht werden, wenn die Polplatten vor dem Einbetten mit einem Gemenge aus fein gepulverter Kohle, Koks, Graphit oder dgl. und Teer, Sirup oder dgl. gut bestrichen werden, wobei es vorteilhaft ist, die   anschliessende Masse   aufzubringen und anzustampfen, solange dieser Anstrich noch nicht eingetrocknet ist. Dadurch 
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 als durch blosses Anstampfen des   Anschlussmateriales   auf das blanke Metall. Noch mehr wird der Übergangswiderstand verringert, wenn man   Feilspäne   von Eisen. Kupfer oder dgl. mit Teer, Sirup oder einer anderen entsprechenden Substanz vermischt und die Polplatten mit diesem Gemenge bestreicht. 



   Zur   Vergrösserung   der Oberfläche des metallischen Leiters bzw. zur Vergrösserung des Übergangsquerschnittes kann man das Ende des äusseren metallischen Leiters auch befeilen. aufrauhen oder, ähnlich wie bei Raspelfeilen, mit Kerben versehen usw. 



   Durch die vorliegende Art der Verbindung des äusseren Leiters mit der Ofenzustellung ist es möglich, besondere Polplatten oder dgl. ganz zu vermeiden, indem das Ende des   äusseren   metallischen Leiters unmittelbar in das anschliessende Material eingebettet wird. Ist der äussere Leiter z. B. ein Kabel, so wird vorteilhaft in der Weise verfahren, dass man die Enden der einzelnen Drähte auf eine entsprechende Länge zunächst durch   Abschmirgeln blank macht, sie'dann   zu einem fächerförmigen Gebilde biegt und die einzelnen Drähte, um in einem verhältnismässig kleinen Raum recht lange Stücke der Drähte unterbringen zu   können und 80   den   übergangs-   querschnitt zu vergrössern,   irgendwie nach Schlangenlinien   oder dgl. hin und her biegt.

   Diese blanken Drahtenden werden dann.   w : c beschrieben,   mit einem   Gemisch von Kohle. Feilspänen   oder dgl. und Teer, Sirup oder dgl.   bestnchen   und in die Anschlussmasse unmittelbar eingebettet. 



  Dadurch wird die ganze Ausführung wesentlich vereinfacht. Schlechtere   metallische Elektrizität. s.   leiter als Kupfer, wie z   B.   Eisen, kommen nicht in Anwendung : vernietete oder verschraubt Kontaktstellen am heisswerdenden Polende des äusseren Leiters, die durch die Hitze mangelhaft werden und wieder zu   grossen Cbergangswiderständen Veranlassung geben können,   werden vermieden und jede Kühlung, die immer Unannehmlichkeiten im Betriebe zur Folge hat. entfällt.   Die äussersten   Enden der Drähte kann man auch gegen das Schmelzbad abbiegen, um so neben einer weiteren Raumersparnis auch noch den Stromweg in dem   Anschlussmaterial     abzukürzen.   
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 bei dem Zustellung und Schmelzbad einen Pol des Flammbogens darstellen. a ist da.

   Schmelzbad. b die vom Schmelzbad berührte Ofenzustellung. die wieder   aus Teer-Magnesit, Dolomit   oder auch aus einem sauren Material hergestellt sein kann, c das Ofengewölbe, d die mit einer Tür verschliessbare   Arbeitsäffnung.   Die Stromquelle e ist durch die äusseren    Leiter f, f 1 mit   dem Ofen verbunden,   111 ist   eine   regel bare Elektrode, 0   ein Abstich zum Entleeren des Ofens und   i   stellt das Material mittlerer   elektrischer Leitfähigkeit dar,   das in eine durch eine Schutzplatte t abgedeckte Vertiefung der   Ofenzustellung eingesetzt ist   und das den Strom vom metallischen Leiter zur Ofenzustellung b leitet.

   Die Drahtenden n des Leitungskabels sind wellenförmig gebogen und fächer-   förmig   ausgebreitet. Die äussersten Enden p der einzelnen Drähte sind gegen das Schmelzbad zu abgebogen. 



   Ist der äussere Leiter kein Kabel, sondern z. B. ein Flachkupfer. so kann man das Ende dieses Flachkupfers durch Längseinschnitte in mehrere Lamellen teilen, die man dann in ganz 
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 nicht nur erzielt, dass das metallurgische Arbeiten infolge entsprechend niedriger Temperatur der Polplatten oder dgl. und geringerer   Raumausdehnung   der Verbindung von metallischem Leiter und   Ofenzustellung besser ermöglicht   wird, sondern es wird auch an Wärme gespart und derBetriebdadurchökonomischergestaltet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Stromzuführung für elektrische Schmelzöfen, bei denen der Strom von einem äusseren Leiter durch die Ofenzustellung dem Schmelzgut zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des äusseren Leiters in ein Material mittlerer elektrischer Leitfähigkeit eingebettet ist, an das sich die Ofenzustellung unmittelbar oder mittels zwischengelegter Lagen von Material verschiedener Leitfähigkeit anschliesst, um einen guten Stromübergang zu erzielen.
    2. Stromzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Material mittlerer elektrischer Leitfähigkeit solches von guter Leitfähigkeit, wie Eisenfeilspäne, Kupferfeilspäne und dgl., beigemengt ist. EMI3.1 Sirup oder dgl. bestrichen ist.
    4. Stromzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Leitungskabeln die Enden der Drähte fächerförmig ausgebreitet und wellenförmig gebogen sind.
    5. Stromzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von plattenförmigen Leitern die Enden lamellenartig geteilt und die Lamellen wellenförmig gebogen sind.
    6. Stromzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material mittlerer Leitfähigkeit in eine durch eine Schutzplatte abgedeckte Vertiefung der Ofenzustellung eingesetzt ist.
AT62276D 1912-02-06 1912-02-06 Stromzuführung für elektrische Schmelzöfen. AT62276B (de)

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