DE976089C - Anordnung bei elektrischen Schmelzoefen - Google Patents
Anordnung bei elektrischen SchmelzoefenInfo
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Classifications
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Description
AUSGEGEBENAM 21. FEBRUAR 1963
Ai6iipVIIId/2ih
ist als Erfinder genannt worden
Bei elektrischen Schmelzöfen verwendet man eine Anordnung, die dazu bestimmt ist, niederfrequenten
Strom in dem Schmelzbad des Ofens zu induzieren, um eine Rührwirkung in der geschmolzenen
Charge zu erzielen. Die Anordnung besteht vorzugsweise aus einer von niederfrequentem
Wechselstrom durchflossenen Mehrphasenwicklung, die unter dem Ofenboden angebracht
ist. Bei einer bekannten Ausführungsform ist diese Wicklung in U-förmigen Eisenschienen
oder -rinnen verlegt, die durch Schweißen oder in anderer Weise an einem unter dem Ofenboden
angeordneten Eisenkern befestigt sind, der aus verhältnismäßig dicken Blechlamellen besteht. Um eine
gute Kühlung der Wicklung zu erreichen, ist dieser Kern in mehrere Teile unterteilt, so daß die Kühlluft
zwischen diesen aufwärts strömen kann. Die genannten Eisenschienen sind weiterhin mit ihrem
Mittelstück an den Blechlamellen nur in einem Punkt befestigt, was sowohl die Kühlung erleichtert
als auch die Anordnung einfacher und billiger in der Herstellung macht.
Bei unter dem Ofenboden angebrachten Rührwicklungen besteht die Gefahr, daß die Wicklung
beschädigt wird, wenn ein Durchbruch durch den Ofenboden stattfindet. Man vermeidet aus diesem
Grunde die Wasserkühlung der Rührwicklungen, weil eine Berührung zwischen dem geschmolzenen
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Metall und der Kühlflüssigkeit eine Explosion verursachen
kann. Um eine Beschädigung der Rührwicklungen auszuschließen, ist erfindungsgemäß
zwischen der Rührwicklung und dem Ofenboden ein Schirm aus wärmebeständigem Material in gewölbter
Form in solchem Abstand von dem Ofenboden angeordnet, daß ein für den raschen Abfluß
der durchgebrochenen Schmelze ausreichender freier Luftraum verbleibt. Der Schirm hindert das
ίο geschmolzene Material, mit der Wicklung in Berührung zu kommen, falls der Ofenboden durchbrochen
sein sollte. Durch den freien Luftraum und durch die gewölbte Form des Schirmes ist dafür
gesorgt, daß gegebenenfalls das geschmolzene Metall schnell nach den Seiten ablaufen kann.
Die Wasserkühlung von Rühr- und Induktionswicklungen als solche ist bekannt; es ist auch bekannt,
die Wicklungen aus Kupferrohren herzustellen und durch diese Wasser hindurchzuleiten.
Es ist weiter zur Kühlung der Induktionswicklungen bekannt, gegen diese eine verdampfende Flüssigkeit
zu spritzen. Nach einer bekannten Ausführung trägt die Wicklung eine Umhüllung, vorzugsweise
aus Asbest, gegen die dieFlüssigkeit gespritzt wird und die durch Saugwirkung die Flüssigkeit
auf die gesamte Oberfläche verteilt. Bei dieser Ausführung umgibt die Induktionswicklung das Ofenfutter,
wobei zwischen Ofenfutter und Wicklung ein wärmeisolierender Zylinder aus Mikamit angeordnet
ist. Dieser Zylinder kann jedoch bei Ofendurchbrüchen
eine Berührung des geschmolzenen Materials mit der Wicklung und demzufolge auch mit dem Kühlmittel nicht verhindern. Es fehlt der
freie Abstand zwischen Futter und Zylinder zum Ableiten der Schmelze, und zudem besteht der Zylinder
nicht aus einem wärmebeständigen Werkstoff.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, in der
Fig. ι einen Vertikalschnitt durch einen Teil des
Ofens längs der Linie B-B in
Fig. 2 darstellt, die den gleichen Teil des Ofens, von oben gesehen, zeigt;
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch den Ofen längs der Linie C-C in Fig. 1;
Fig. 4 stellt einen Schnitt durch die Wicklung
längs der Linie E-E in Fig. 6 dar, die einen Teil des Schnittes C-C in vergrößertem Maßstab zeigt;
Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie F-F in Fig. 6.
Die Anordnung nach der Erfindung kann bei allen Ofentypen angewendet werden, bei denen die
Rührwicklung im wesentlichen unterhalb des Ofenbodens angebracht ist.
In den Figuren bezeichnet 1 das Ofenfutter, 2 die geschmolzene Charge und 3 einen unter dem
Bodenfutter des Bodens vorhandenen Boden aus unmagnetischem Metall. 4 bezeichnet die Spulen
der Rührwicklung und 21 ein Gehäuse aus Metall, das die Spule umgibt. 6 ist eine Platte mit Verbindungsstücken
für die Schaltung der verschiedenen Spulen. 20' bezeichnet eine zwischen den
Spulen 4 und dem Ofenboden 3 in einem gewissen Abstand von diesem angeordnete, zusammenhängende
Schicht aus wärmebeständigem Isolationsmaterial. Die Schicht hat die Aufgabe, falls das geschmolzene
Metall das Ofenfutter 2 und den Ofenboden sowie den Boden 3 aus unmagnetischem Material durchbricht, zu verhindern, daß das geschmolzene
Metall mit den Spulen 4 in Berührung kommt.
Wie aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, bestehen die Spulen aus rohrförmigen Kupferleitern 7, die
von einer verhältnismäßig schwachen Isolation umgeben und bei der gezeigten Ausführung in U-förmigen
Eisenschienen 8 verlegt sind. Als Kühlflüssigkeit wird vorzugsweise Wasser verwendet. Die
Eisenschienen sind in mehrere kurze Teile aufgeteilt und erstrecken sich rechtwinklig zu den aus
dicken Blechen 9, 10 und 10' bestehenden Eisenkernen
11, 12 und 13 (Fig. 3). Die Bleche 10 und
10' erstrecken sich weiter nach oben als die Bleche 9, so daß die Schienen 8 nur mit den erstgenannten
Blechen in Berührung kommen. Die Kupferleiter 7 sind in den Schienen 8 durch flache
Schienen 14 befestigt, die ihrerseits, beispielsweise durch Schraubenbolzen 17 mit Muttern 18 (Fig. 6),
nach unten gedrückt werden. Diese Bolzen sind von den Schienen 8 durch Scheiben 19, beispielsweise
aus Glimmer, isoliert.
Auf den Schienen 14 liegt die zusammenhängende Schicht 20 aus Isoliermaterial. Sie ist
bei dem in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen gewölbten Ofenboden nur in einer
Ebene parallel zur Linie B-B (Fig. 2) gebogen, dagegen in einer Ebene senkrecht zu dieser gerade;
die Schicht 20 bildet mit anderen Worten einen Teil einer Zylinderfläche. Hierdurch erreicht man,
daß das nach einem Durchbruch durch den Ofenbodeu aus dem Ofen herausrinnende geschmolzene
Metall leicht nach den Seiten abfließen kann. Das Abfließen kann erleichtert werden, wenn die Isolationsschicht
20 etwas geneigt oder schwach konvex nach oben ausgeführt wird. Falls der Ofenboden
nicht in der in Fig. 1 gezeigten Weise gewölbt ist, wählt man natürlich die Schicht 20
eben oder schwach konvex in einer oder zwei zueinander senkrechten Richtungen.
Zum Schutz der Wicklung gegen Beschädigungen dient das Blechgehäuse 21, das von den
Schienen 14 getragen und von den verlängerten, am Boden des Gehäuses 21 befestigten Blechen 10'
gestützt ist. Das Kühlmittel wird den Spulen durch Verteilerrohre 22 und 23 zugeführt und von diesen
abgeführt. Diese haben eine Anzahl Zapfventile 24 und 25, die ihrerseits mit Ventilen 26 und 27 durch
Gummischläuche 28 und 29 verbunden sind. Die Ventile 26 und 27 sind durch Rohrleitungen 30 und
31 mit den Leitern 7 der verschiedenen Spulen verbunden.
Falls eine der Spulen beschädigt wird, kann sie durch Umlegen der Schaltbleche auf der Platte 6
außer Betrieb gesetzt werden, ebenso kann die Wasserzufuhr zu den Spulen mit Hilfe der Ventile
24, 25, 26 und 27 leicht abgesperrt werden. Hierdurch wird es möglich, wenn auch mit einer abge-
schwächten Rührwirkung, den Ofen in Betrieb zu halten, wenn eine der Spulen aus irgendeinem
Grunde beschädigt werden sollte.
Claims (4)
1. Anordnung bei elektrischen Schmelzofen
mit unter dem Ofenboden verlegter, mit niederfrequentem Mehrphasenstrom gespeister und
von einem Kühlmittel durchflossener Rührwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Rührwicklung und dem Ofenboden ein Schirm aus wärmebeständigem Material mit gewölbter
Form in solchem Abstand von dem Ofenboden angeordnet ist, daß ein für den raschen Abfluß
der durchgebrochenen Schmelze ausreichender freier Luftraum verbleibt.
2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß der zwischen der Rührwicklung und dem Ofenboden angeordnete Schirm ao nach oben in einer oder zwei Hauptrichtungen
konvex ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromleiter der Rührwicklung in U-förmigen Eisenschienen verlegt sind, die an der Oberkante von sich im wesentlichen
rechtwinklig zu den Schienen erstreckenden Blechpaketen angeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmittel zu
den einzelnen Teilen der Rührwicklung durch längs der Rührwicklung sich erstreckende Verteilungsrohre
zugeführt wird, mit welchen die rohrförmigen Leiter durch Ventile über isolierende
Rohrleitungen verbunden sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 529243.
Deutsche Patentschrift Nr. 529243.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©609 656/409 9.56 2.63)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA16119A DE976089C (de) | 1952-07-04 | 1952-07-04 | Anordnung bei elektrischen Schmelzoefen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEA16119A DE976089C (de) | 1952-07-04 | 1952-07-04 | Anordnung bei elektrischen Schmelzoefen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE976089C true DE976089C (de) | 1963-02-21 |
Family
ID=6923572
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEA16119A Expired DE976089C (de) | 1952-07-04 | 1952-07-04 | Anordnung bei elektrischen Schmelzoefen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE976089C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE529243C (de) * | 1929-07-13 | 1931-07-11 | Hirsch Kupfer Und Messingwerke | Verfahren zur Kuehlung der Induktionswicklungen elektrischer Induktionsoefen |
-
1952
- 1952-07-04 DE DEA16119A patent/DE976089C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE529243C (de) * | 1929-07-13 | 1931-07-11 | Hirsch Kupfer Und Messingwerke | Verfahren zur Kuehlung der Induktionswicklungen elektrischer Induktionsoefen |
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