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Reibräder-Wechel- und Wendegetriebe.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Reibräder-Wechsel-und Wendegetriebe, bei dem die treibende und getriebene Welle gleichachsig angeordnet sind, und bezweckt, eine Vorrichtung von möglichst einfacher und dauerhafter Ausführung zu schaffen, einen Ausgleich der die Reibungsflächen in Arbeitsstellung haltenden Kräfte herbeiführen und eine ungleichmässige Abnutzung, insbesondere der Reibungsglieder, zu vermeiden.
Gemäss der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, dass ein auf der treibenden Welle unverschiebbares und ein mit der getriebenen Welle zwangläufig, aber in der Wellenachsen-
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elemente selbsttätig aufrecht erhalten und daher jede ungünstige Beanspruchung vermieden wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 die schaubildliche Ansieht eines derartigen Getriebes, teilweise im Schnitt, und Fig. 2 einen horizontalen Schnitt durch die Vorrichtung.
Gleiche Teile sind in beiden Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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der Unterseite zwei vorspringende Anpässe 5 besitzt. An diese Anpiisse 5 sind zwei Träger 6 angeschraubt, die von dem einen Querträger 3 zum anderen 4 reichen und je eine rechteckige längliche Öffnung 7 im Stege besitzen. Mit 8 ist die Hauptwelle bezeichnet, die vorzugsweise mit der Kurhclwelle des Motors aus einem Stück besteht. Diese Welle 8 trägt ein Schwungrad 9. an dem eine mit einer Flansche versehene Hülse 10 befestigt ist, deren Öffnung 11 rechtwinkeligen Querschnitt besitzt.
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selben Durchmesser besitzt wie die Kupplungsscheibe 23 und mit einem Reibungsbelag 45 versehen ist.
An der Aussenseite der Zwischenträger 6 sind Klötze 46 befestigt, die längliche Schlitze 47 entsprechend den Schlitzen 7 aufweisen und an dem einen Ende Lageraugen J8 tragen. In diesen Augen sind Hebelarme 49 gelagert, die am äusseren Ende gegabelt sind. An diese Hebel 49 sind am äusseren Ende Zwischenglieder 50 angelenkt, die mit einer geeigneten Vorrichtung verbunden sind, um die Hebel verschwingen und in verschiedenen Stellungen festhalten zu können. In den Schlitzen 47 der Klötze 46 sind Glieder 51 gleitend angeordnet, die im Querschnitt rechteckig sind und die mit ihren gegabelten äusseren Enden an die Hebel 49 angelenkt sind ; die anderen Enden sind als runde Zapfen 52 ausgebildet. Auf diesen Zapfen 52 sind doppelte Kugellagerkegel 53 und 54 vorgesehen.
Um diese Zapfen 52 sind Hülsen 55 angeordnet, die feststehende und nachstellbare Kugellagerschalen besitzen, die mit den vorerwähnten Kegeln 53 und 54 Kugellager bilden.
Die inneren Enden der Hülsen 55 besitzen Flanschen, an denen die Scheiben 56 befestigt sind. die eine glatte und ebene innere Oberfläche aufweisen. Mit ihrem Umfang reichen diese Scheiben bis nahe an die Innenflächen der Scheiben 23 und 44 heran und werde-vermittelst der Hebel 49 der Welle 39 genähert bzw. von ihr entfernt Auf den Büchsen JJ sitzen mit ihren Naben. 58 Scheiben 57, die durch Feder und Nut 59 gezwungen werden. sich mit den Büchsen 55 zu drehen. die aber auf diesen Büchsen in achsialer Richtung verschiebbar sind.
Die Scheiben J7 tragen auf ihren inneren Flächen ringförmige Teile 60. die fest mit den Scheiben verbunden und bei 61
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sind Lageraugen 63 paarweise angeordnet, in denen Hebel 69 gelagert sind. Vorzugsweise werden in jedem Ringe vier Hebel angeordnet. Diese Hebel 62 reichen von dem Ring aus nach innen und
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mit nach innen genommen, was zur Folge hat. dass die Ringe 60 in reibendem Eingriff mit den Scheiben 23 und 44 gehalten werden. Die Federn 66 haben dabei den Zweck, den Druck zw ischpn den Scheiben. 56 und den Ringen 60 auszugleichen.
Auf der Welle 39 ist verschiebbar aber unverdrehbar eine Scheibe 67 angeordnet. die einen Reibungsbelag 68 am äusseren Rtmde trägt, welcher Belag mit den Scheiben 56 in Eingriff steht.
Auf diese Weise überträgt die Scheibe 67 die Drehbewegung von den Scheiben 36 auf die Welle 39.
Durch Verschiebung der Scheibe 67 auf der Welle 39 kahn die Geschwindigkeit und die Drehrichtung der Welle 39 verändert werden.
Sobald sich die Vorrichtung in Arbeitsstellung befindet, ist die Hauptwelle 8 mit der Maschine oder einer anderen Kraftquelle verbunden und dreht sich in ihren Lagern. Die Welle 20 ist, wie beschrieben, in gewissen Grenzen beweglich gelagert und zwangläufig mit der Hauptwelle durch die Hülse 10 und das rechteckige Kupplungsstück verbunden. Die Kanten dieses Kupplungsstückes 22 sind etwas abgerundet. so dass sich die Welle 20 in gewissen Grenzen frei bewegen kann, ohne dass dadurch die kraftschlüssige Verbindung zwischen den beiden Wellen
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Wenn sich ein Reibtmgsbelag der Scheiben 23 oder 44 schneller abnutzt, werden sich die Ringe, die gelenkig auf den Enden der Hebel 49 sitzen, dementsprechend selbsttätig einstellen, wobei sich die Teile 51 in den Schlitzen 47 der Klötze 46 bewegen. Dieses selbsttätige Einstellen der Ringe 60 wirkt in keiner Weise auf den Eingriff zwischen den Scheiben 56 und der Scheibe 67 ein, solange durch die Hebel 49 ein genügender Druck ausgeübt wird, um die Scheiben 56 mit der Scheibe 67 in Berührung zu halten und solange die federnde Verbindung zwischen den Scheiben 56 und den Ringen 60 selbsttätig die gegenseitige Verstellung der Scheiben und Ringe ausgleicht.
Aus der Beschreibung lässt sich erkennen, dass die Lager der Scheiben. 36 keine übermässige Beanspruchung erleiden, solange die Ringe an zwei diametral gegenüberliegenden Punkten unterstützt sind, und dass die Stellung der Scheiben 56 den Ringen 60 gegenüber verändert werden kann, ohne dass schädliche Beanspruchungen auf irgend welche Teile entfallen, da ja die Verbindung zwischen den Scheiben und den Ringen eine nachgiebige ist.
Wird die Scheibe 67 in die Stellung gebracht, in der die übertragene Geschwindigkeit ihr Höchstmass erreicht, so gelangen die Kupplungszähne an der Nabe dieser Scheibe mit den Kupplungszähnen am inneren Rande der Hülse 35 in Eingriff, wodurch eine unmittelbare Verbindung zwischen der Welle 20 und der Welle 39 hergestellt wird. Sämtliche Lager der Wellen 20 und 39 sind beweglich in Universalgelenken aufgehängt, so dass ein Federn des Maschinenrahmens keine seitlichen Beanspruchungen der Wellen hervorruft.
Die eben beschriebene Vorrichtung vermeidet alle Nachteile, die von einer ungleichen
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einzelnen Teile zu. Alle Teile sind äusserst einfach in ihrer Bauart und können leicht eingebaut und abgenommen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Reibräder-Wechsel-und Wendegetriebe, bei dem die treibende und getriebene Welle gleichachsig angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf der treibenden Welle un-
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verschiebbar verbundenes Reibrad mit nachstellbar und nachgiebig gelagerten Zwi henreib- scheiben derart zusammenwirken, dass der gleichmässige Reibungseingriff der Getriebeelemente selbsttätig aufrecht erhalten und daher jede ungünstige Beanspruchung vermieden wird.