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Einrichtung zum Regulieren des Luftzutrittes in Trommeln zum Keimen, Trocknen und Darren von Malz.
Das Prinzip der Malzerzeugung und des Darrens in den bekannten Malztrommeln be- steht darin, dass durch das Zentralrohr in die Trommel ein Luftstrom eingepresst bzw. daraus ausgesaugt wird, wodurch das Malz in der Trommel zum Wachsen angeregt, gegebenenfalls gekühlt und getrocknet wird. Dabei ist das Malz in den verschiedenen Teilen der Trommel ungleichmässig zusammengepresst, so dass bei den bisherigen Apparaten der Luftstrom durch das Malz in ungleichmässiger Weise und gegebenenfalls durch einen Teil desselben über- haupt nicht hindurchtritt. Die Folge davon war das ungleichmässige Wachstum von Malz in verschiedenen Teilen der Trommel, und an jenen Stellen, denen die Luft zugeführt wurde, ohne dass sie durch dieselben hindurchgetreten ist, eine Erhitzung des Malzes und ein übertriebenes Wachstum zum Schaden der inneren Qualität des Kornes.
Das Malz während längerer Zeit in Ruhe zu belassen, so wie es auf der Tonne erfolgt, war bei diesen Vorrichtungen nicht möglich, so dass sich die bekannten geraden (pneumatischen)
Wurzeln bildeten.
Falls eine solche Trommel, in welcher das Malz erzeugt wurde, zum Trocknen be- nutzt worden sollte, so wurden jene Stellen des Zuleitungsrohres, die gegen die dünnste
Malzschicht liegen, somit regelmässig die oberen Partien des Rohres mit abnehmbaren
Platten, Jalousien oder dgl. verdeckt. Das Einschieben und Herausziehen der krummen, in Schlitten geführten Platten, Klappen, Jalousien und dgl. kann auf eine längere Zeit nicht tadellos funktionieren, weil solche blecherne Konstruktionen, fortwährenden Temperatur- änderungen ausgesetzt, sich werfen und ändern und auf diese Weise theoretisch wirksame
Einrichtungen in Wirklichkeit unbrauchbar gemacht werden. Ausserdem sind derartige
Arbeiten wegen herrschender Hitze auch für die Gesundheit der Arbeiter gefährlich.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Trommeleinrichtung, welche sowohl zur
Malzerzougung als auch zum Darren ohne Änderungen gleich vorteilhaft benutzt werden kann. Gemäss der Erfindung wird die Einrichtung mit einer inneren, an ihrem ganzen
Umfange perforierten Trommel ausgeführt, in welcher das an dieselbe anliegende ZI11*'itungs- rohr sich drehen kann, welches in einem Teile seines Umfanges der ganzen Länge nach ausgeschnitten, gegebenenfalls perforiert oder vergittert, sonst aber vollwandig ist. Die
Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dar.
Fig. 1 ist die Malztrommel im Längsschnitt,
Fig. 2 die mit Malz gefüllte Trommel im Querschnitt,
Fig. 3 die drehbare und auf einem Teile des Umfanges der ganzen Länge nach aus- geschnittene Trommel in Perspektivansicht.
1 und 2 sind zwei konachsiale, perforierte Trommeln, durch deren Mitte der ganzen
Länge nach eine in der perforierten inneren Trommel. 3 drehbare, anliegende und nicht perforierte Trommel S'hindurchgeht, welche an einem Teile ihres Umfanges 3-4 in der ganzen Länge ausgeschnitten und offen, gegebenenfalls auch perforiert, vergittert oder dgl. ist. Mit dieser Öffnung kann diese Trommel an jene Stelle eingestellt werden, an welcher
Wind erforderlich ist, zu welchem Zwecke sie derart verlängert werden kann, dass sie aus I den Trommeln 1 und 2 mit ihrem Ende hinausragt, an welchem sie sodann mit einer
Drehvorrichtung versehen wird (Fig. 1).
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Durch diese Einrichtung wird erzielt :
1. dass das Malz nur in einem bestimmten, je nach Bedarf gewählten Teile der Trommel und während bestimmter, erforderlicher Zeit gelüftet bzw. gekühlt wird, und zwar durch die volle Intensität des Luftatromes, ohne dass die Luft ohne Kühlwirkung in andere Teile der Trommel eindringt, wodurch die Malzverluste auf die natürliche Ziffer eingeschränkt werden ;
2. man kann das Malz in der Trommel während einer längeren Zeit in Ruhe belassen und die gegebenenfalls erforderliche Kühlung genau nach Bedarf lediglich durch Drehung des Zuleitungsrohres mit dem Querschnitte regulieren, so dass in kürzester Zeit vollständiges. Ausreihen des inneren Korn-Inhaltes erreicht wird, wobei das Korn dem Tennenprodnkte gleichwertig ist ;
3. man erzielt ein Produkt, welches auch durch sein Aussehen dem Tennenprodnkte gleichwertig ist, da sich die Trommelbewegung auf das geringste Mass einschränkt, so dass die Bildung von geraden (ausgelaufenen), für das Tennenerzeugnis charakteristischen Wurzeln vermieden wird ;
4. das Darren des Malzes kann genauer, verlässlicher und in einfacherer Weise reguliert und gleichmässiger sowie mit geringem Verlust an Heissluft, kleinerer Gefahr für die Gesundheit der Arbeiter und mit Erzielung von gleichmässiger gedarrtem Produkte ausgeführt werden, als es bei den bisher bekannten Einrichtungen der Fall ist.