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Apparat zum Spielen von Blasinstrumenten.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, beim Spielen auf einem Blasinstrument auch dann eine Unterbrechung vermeiden zu können, wo sie bisher durch Atemnot unbedingt eintreten musste, so dass wie bei einem Streichinstrument ein Ton beliebig lange ausgehalten oder eine Tonreihe beliebig oft wiederholt werden kann. Ferner soll sie gleichzeitig den Lungen und dem Körper eine bisher unerreichbare Erleichterung und Schonung gewähren.
Die neue Art des Spielens von Blasinstrumenten besteht nun darin, dass neben der gewöhnlichen Atemluft Luft aus einer besonderen Luftquelle in die Mundhöhle eingeführt wird, was mittels eines oder mehrerer Röhrchen geschieht, die als Mundstück benutzt werden. Der entsprechende Apparat ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Aus- führungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein solches auf einer Flöte befestigtes Röhrchen,
Fig. 2 ist eine Abbildung des Mundrohres für einen Flötisten,
Fig. 3 zeigt einen Mundrohrhalter für eine Flöte,
Fig. 4, 5 und 6 zeigen Einzelheiten desselben in vergrösserter Ansicht und
Fig. 7 einen Blasebalg als besondere Luftquelle,
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist ein Röhrchen a auf einer Flöte befestigt, welches gleich beim Ansetzen, in den Mund genommen werden kann. Das Mundrohr a wird vorher für jeden Spieler besonders eingestellt, so dass es genau an seinen Platz in den Mund kommt. Die Form, Grösse, Zahl und Stellung des oder der Röhrchen richtet sich nach dem Bläser, dem Instrument, dem Mund, den Zähnen, dem Gaumen usw. Ebenso richtet sich das Material ganz nach jedem besonderen Fall.
Auch der Durchmesser der verschiedenen Röhren wird dem betreffenden Instrument angepasst, z. B. ist für eine Oboe ein kleinerer Durchmesser des Röhrchens erforderlich, weil weniger Luft verbraucht wird, als bei einer Tuba. Hier müsste der Durchmesser so gross sein, dass die bedingte Stellung der Lippen dadurch beeinträchtigt würde und deshalb sind zwei Mundröhren, und zwar an jeder Seite des Mundes eine, nötig. Für eine Flöte beträgt der Durchmesser etwa 5 mm.
Der ganze Luftzuführer besteht aus dem Mundrohr, dem Mundrohrhalter und der
Luftquelle nebst Schlauch. Erforderlichenfalls sind, wie angegeben, mehrere Luftzuführer nötig.
Fig. 2 ist eine Abbildung eines Mundrohres für einen Flötisten, das der wagerechten
Haltung der Flöte angepasst ist. Das Mundrohr besteht aus mehreren Gliedern, beispiels- weise drei Gliedern a, b, C, welche entweder durch Scharniere und Federn oder, wie hier, durch Schlauchstücke miteinander verbunden sind, um die Einstellung nach jeder Richtung hin leicht zu ermöglichen. Dans rohr wird also gleichzeitig leicht gegen den Gaumen ge- drückt gehalten und folgt trotzdem der fortwährend wechselnden Stellung der Lippen und des Mundes. e ist eine Olive, um den Zuleitungsschlauch n zu halten. Der um das
Rohr gebogene Streifen Metall j ; dessen Enden einen Einschnitt haben, dient zum Be- festigen der Vorrichtung am Instrument und zur Erleichterung der Einstellung.
Der mittlere Teil des Mundrohres b sowie der untere Teil o haben runden Querschnitt,'der obere Teil a hat stark elliptischen Querschnitt und ist derart gebogen, dass er ganz natürlich zwanglos durch die Lippen und Zähne unmittelbar am Gaumen, über der Zunge, die Luft entleeren kann.
Der eigentliche Mundrobrhalter (Fig. 3), der für jedes Instrument entsprechend ein-
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Nase l und das Gewinde von 9 fest um das Instrument nach der Einstellung geklemmt werden. Sobald man nun das Mundrohr benutzen will, wird der Einschnitt von f über die Schraube h geschoben und diese fest angezogen.
Der als besondere Luftquelle dienende Blasebalg (Fig. 7) ist mit einem Rückschlagventil versehen, um zu verhindern, dass beim Spielen Lungenluft in den Balg geblasen wird.
Der Balg wird gewöhnlich vor den Stuhl des Spielers gestellt und durch Fussdruck in Bewegung gesetzt. Der Spieler ist also imstande, die Menge und den Druck der Luft sowie die Dauer der Luftzufuhr genau bestimmen zu können. Hieraus ergeben sich die angegebenen Vorteile. Es kann auch bei Stellen, die besonders stark gespielt werden sollen oder wenn die Lungenluft nicht ausreicht, ausser der Lungenluft gleichzeitig Rohrluft in das Instrument geleitet werden.
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Statt durch den Blasebalg kann auch die Luft ununterbrochen, z. B. durch einen mit Luftregulierung versehenenen kleinen Motor zugeführt worden. Dann braucht der Spieler gar nicht selbst zu blasen, nur die Lippen richtig zu stellon. Das Atmen geschieht dann durch die Nase. Zweckmässig wird der Schlauch n in der Höhlung zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand gehalten ung geht am linken Arm entlang zu Boden. Er ist daher ganz unauffällig.
Es ist klar, dass die Erfindung nicht nur für eine Flöte, sondern in sinngemäss ent- sprechender Abänderung auch für andere Blasinstrumente, wie Trompete, Horn, Posaune, Tube, Oboe, Fagott, Klarinette, Saxaphone und dgl. Verwendung finden kann, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen, indem man Luft aus einer besonderen Luftquelle in die Mundhöhle einführt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Blasinstrumenten, dadurch gekennzeichnet, dass ausser der gewöhnlichen Atemluft Luft aus einer besondern Luftquelle in die Mundhöhle eingeführt wird, um während des Atemholens eine Unterbrechung in der Tongebung zu vermeiden und während des Spielens eine grössere Menge Luft in das Instrument nach Bedarf einführen zu können.