AT60964B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung arsen- und eisenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung arsen- und eisenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip.

Info

Publication number
AT60964B
AT60964B AT60964DA AT60964B AT 60964 B AT60964 B AT 60964B AT 60964D A AT60964D A AT 60964DA AT 60964 B AT60964 B AT 60964B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
arsenic
filter material
gases
denitration
sulfuric acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Graeflich Von Landsberg Velen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Graeflich Von Landsberg Velen filed Critical Graeflich Von Landsberg Velen
Application granted granted Critical
Publication of AT60964B publication Critical patent/AT60964B/de

Links

Landscapes

  • Treating Waste Gases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung arsen- und elsenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip. 
 EMI1.1 
 200  abzukühlen, so dass man sie dann in diesem kalten Zustande nicht mehr zur Denitrierung benutzen kann. Man ist vielmehr dann genötigt, bei der Denitrierung auch noch Dampf'zu Hilfe 
 EMI1.2 
 hat die Stellng des durch seie Denitrierwirkung den Rest der arsenigen Säure oxydierenden Glovers dicht vor den Kammenrn den Nachtei, dass durch den starken Zug im System, der bei dem sogenannten Internsivbetrieb, besonders wenn man die Gase durch mehrere mechanische
Reinigungsapparate hindurchleitet, noch besonders verstärkt werden muss. ein Teil der arsenigen
Säure auch der Oxydation durch die Denitrierwirkung diese Glovers entgeht und durch den starken 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Staub zerfällt.

   Wendet man   dagegen Asbest als Mtennatenal an, so zeigt sich   wieder der Ubelstand, dass diese Masse sich äusserst leicht zusammenballt und dadurch noch viel leichter als die anderen Stoffe Verstopfungen herbeiführt. Um den beabsichtigten Erfolg zu erreichen, erfordern ausserdem alle diese Filter weitgehendst Kühlung der Gase, die vermieden werden muss, wenn man nicht besondere Konzentrationsapparate für die denitrierte Säure anwenden will. 



   Man erreicht nun in einfacher Weise unter Ausschluss von Verstopfungen, Verschlammungen, Zugbehinderungen und ohne die Notwendigkeit der Abkühlung der Gase und ohne Behinderung der   Konzentrationswirkung   der Gloverapparatur eine vollständige Reinigung der Gase zwecks Herstellung technisch vollkommen arsen-und eisenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip direkt aus den Röstgasen, indem man durch geeignete Wahl des etwa benutzten Filtermaterials Mitreissen von Filterteilchen durch den Zug, sowie Verstopfungen verhindert und die in den Gasen als arsenige Säure bzw.

   als Sublimat vorhandene flüchtige, der Wirkung des Zuges 
 EMI2.1 
 
Gloverturms zur   Ases-autre   oxydiert, welche nicht flüchtig ist und nicht mehr der Wirkung des
Zuges unterliegt und auch mit den Wasserdämpfen, welche bei der Denitrierung entstehen, nicht übergehen kann, sondern sich in der beim   Denitriervorgang   durch die Einwirkung der   Röstgase   auf die Nitrose entstehenden Säure auflöst bzw. von dieser aufgenommen wird.

   Zur Sicherheit lässt man auf diesen, am Anfang des Systems befindlichen Glover, in welchem die Oxydations- wirkung durch die bei der Denitrierung erfolgende gegenseitige Einwirkung der arsenhaltigen
Röstgase und der   nitrosehaltigen   Berieselungsflüssigkeit des Glovers vor sich geht, noch ein oder mehrere, die Denitrierung vervollständigende Glover und Waschtürme folgen, um etwa wirklich noch Spuren von Verunreinigungen enthaltende   Flüssigkeitsbläschen   mit Sicherheit zurückzuhalten und die oxydierende Wirkung der Nitrose auf die arsenige Säure unter Berück- sichtigung des Zuges auf möglichst langem Wege auszuüben. Die Waschtürme, welche zweck- mässigerweise hintereinandergeschaltet sind, werden übrigens nur bei sehr staubhaltigen Gasen erforderlich sein.

   Sie werden mit Kondensat aus   der Schwfelsäurekonzentration oder   mit sonstiger arsenfreier schwacher Säure von etwa 30 bis   400   Be in zerstäubter Form gespeist. 



   Die durch die Berieselung dieser Waschtürme erfolgende plötzliche Abkühlung der Gase trägt ebenfalls wesentlich zum Niederschlagen des Arsens bei. In dem Glover, in welchem die Gase zuerst eintreten, wird die Denitrierung, welche in der beschriebenen Weise zugleich zur Oxydation der arsenigen Säure dient, bei der Höchsttemperatur, also unter den   günstigsten Bedingungen     ausgeführt.   Die Berieselung der Waschtürme geschieht   zweckmässigerweise   im Gegenstrom. Sobald sich die   Berieselungssäure   dieser   Waschtürme   zu sehr an Arsen angereichert hat, kann man sie schliesslich dazu benutzen, um die Berieselungssäure des ersten oder des letzten Glovers in der üblichen Weise auf den zur Denitrierung günstigsten Grad zu verdünnen.

   Die in der Flüssigkeit vorhandene Arsensäure wird durch die durchströmenden Röstgase, angesichts des Überschusses an Nitrose bzw. höheren Stickstoffoxyden   nicht   wieder reduziert und daher von ihnen nicht aufgenommen. Man kann statt der   Waschtürme natürlich   auch   Berieselungstürme irgend welcher  
Art anwenden, wofern sich keine   wirtschafthchen   oder technischen Schwierigkeiten der Verwendung einer Füllung in den auf den Glover folgenden Türmen entgegenstellen.

   Diese Wasch- oder Berieselungstürme können, besonders wenn keine Füllung angewandt wird, auch erheblich 
 EMI2.2 
 
Bei der Verwendung von   grobstiickigem, wenig dekripitierendem Kies,   bei welchem die Gefahr des mechanischen   Mitreissens   grober Staubteilchen natürlich sehr gering ist, kann man die Gase direkt in den Denitrierglover eintreten lassen, in welchem die arsenige Säure zum grössten Teil oxydiert wird, da die hier auftretenden geringen Mengen von Flugstaub in den Waschern ohne Gefahr der Verschlammung unbedingt niedergeschlagen werden.

   Bei staubhaltigen Röstgasen, für welche man in bekannter Weise eine mechanische Vorreinigung durch Trockenfilter   anwenden muss, welche   sowohl hintereinander als auch nebeneinander geschaltet sein können, werden diese nach Art der bekannten Steinfilter mit solchem Material gefüllt, welches durch die Röstgase selbst nicht angegriffen wird bzw. auf diese nicht einwirkt, wie Granit, Syenit, VolvicLava, Schotter und dgl. Um Überhitzung zu verhüten und eine gleichmässige Temperatur in dem Filter zu erhalten, wird das Gas gemäss vorliegender Erfindung möglichst von unten und von der Seite in das Filter eingeführt, so dass es das ganze Filtermaterial durchstreichen muss und sich dabei nur soweit abkühlt, dass es in der üblichen Weise die günstigste Temperatur für die damit bei hoher Temperatur vorzunehmende Denitrierung erhält.

   Der dem Gaseintritt abgewendete Teil der Filtermasse bleibt   verhältnismässig kühl,   so dass sich die Temperatur ausgleichen kann und es ist hiebei auch möglich, die heissesten Teile des Filtermaterials abzuziehen und durch neues Material zu ersetzen, und man kann dabei auch das unten abgezogene Filtermaterial nach dem Reinigen oben wieder aufgeben. 



   Die Zeichnung verdeutlicht eine Einrichtung zur Ausführung des beschriebenen Reinigungverfahrens, und zwar zeigt Fig. 1 eine beispielsweise Ausführungsform des hier benutzten Stein- 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 Rohr. Das Filter n selbst ist durch eine von der Decke ausgehende Wand in zwei unten miteinander in Verbindung stehende Kammern geteilt und ist am   zweckmässigste   ähnlich den älteren Kalk- öfen derart angeordnet, dass die Innenwandungen sich nach unten zu verjüngen, so dass das Material immer von oben her bis zu einem bestimmten Böschungswinkel   nachfällt.   Das Filter-   material füllt die eine vom Gasaustritt abgewendete Hälfte der Kammer an und die Gase durchstreichen es von a nach b von unten nach oben.

   Da das Filtermaterial auf einer schrägen Fläche   aufruht und   unten   am heissesten wird, so sondern sich immer die heissesten Anteile selbsttätig von den weniger heissen Anteilen ab und können durch Nachschub von oben ergänzt werden. 



  Dadurch, dass das Filtermatenal an diesen schrägen Flächen herunterzugleiten gezwungen ist, sondert es sich ausserdem in einfacher Weise nach seiner Korngrösse, indem die feineren Anteile nach unten gleiten und die gröberen Anteile seitlich zu Boden fallen. Bei dieser selbsttätigen Sonderung des Materials kann weder eine Verstopfung, noch eine übermässige Belastung der Unterlage, noch eine Behinderung desGasein-oder, Gasaustrittes erfolgen. Die beschriebene Wirkung des Filters macht es auch möglich, die Gase gerade auf derjenigen Temperatur ständig zu erhalten, welche einesteils der Denitrierung und der dadurch bewirkten Oxydation der arsenigen Säure am günstigsten ist und andererseits den vorgeschalteten Ventilator c nicht angreift. Im Filter wird das Eisen zum grössten Teil zurückgehalten. 



   Die bei der vorliegenden Einrichtung erzielte Reinheit der Gase ist so gross, dass höchstens   Tausendstel von   Prozenten von Arsen in die Kammern gelangen können, die die verschiedenen Verwendungszwecke der technisch reinen Säure nicht beeinträchtigen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur   Herstellung arsen-und eiaenfreier Schwefelsäure   nach dem Kammerprinzip und unter Verwendung von indifferentem Filtermaterial und mehreren Waschtürmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gase zunächst auf die günstigste Denitriertemperatur gebracht werden, indem sie in bekannter Weise ein   Trockenfilter   durchströmen, von dem sie dann unmittelbar in den Denitrierturm geleitet werden, in dem sie verhältnismässig warm die Denitrierung bewirken, worauf sie noch durch andere Glover, sowie durch eine Reihe von Wasch-oder   Beriesetungstürmen   weiter abgekühlt bzw. gereinigt werden, deren Speisung mit möglichst arsenfreier Säure geschieht, welch letztere schliesslich, nachdem sie genügend Verunreinigungen auf-   genommen   hat. auf den Denitrierglover gegeben wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit längs einer schrägen Fläche entlanggleitendem, beliebig zu erneuerndem, körmigem Filtermatenal, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Gase von unten und von der Seite her in das Filtermaterial eintreten.
    3. Eine Ausführungsform der Einrichtung gemäss Anspruch 2 zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem aus zwei Kammern bestehenden Trockenfilter. von denen die eine nur dem Gasemtritt dient, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kammer einen gegen denjenigen der anderen Kfmuner geneigten Boden besitzt, so dass die unmittelbar dem Gaseintritt zugekehrten unteren Teile des Filtermaterials selbsttätig herabgleiten und sich von den frischeren, kühleren Teilen des Filtermaterials trennen können.
AT60964D 1910-08-13 1911-08-07 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung arsen- und eisenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip. AT60964B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE60964X 1910-08-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT60964B true AT60964B (de) 1913-09-10

Family

ID=5630707

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT60964D AT60964B (de) 1910-08-13 1911-08-07 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung arsen- und eisenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT60964B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2321881A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefeloxyden aus verbrennungsabgasen
DE2159219A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von Metallen aus einem Sulfid-Konzentrat
EP0214126A1 (de) Reinigungsanlage und verfahren zum entzug von schadstoffen aus heissen gasen.
AT60964B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung arsen- und eisenfreier Schwefelsäure nach dem Kammerprinzip.
DE3831385A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum betreiben eines rohrbuendel-apparates
DE2503637A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von prills
DE3729192C2 (de) Vorrichtung zur Rückgewinnung der Wärme und zum Reinigen der Abgase bei Nichteisen-Metallbehandlungsanlagen
DE4236761A1 (de)
DE60108589T2 (de) Regenerator eines glasschmelzofens
DE2510294A1 (de) Verfahren zum abtrennen von so tief 2 aus gasstroemen unter gewinnung von schwefelsaeure nach dem stickoxid-verfahren
CH461437A (de) Verfahren zur Entstaubung von Abgasen aus einer Anlage für Zementfabrikation
DE383319C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von arsen-, selen- und eisenfreier Schwefelsaeure
DE2726083A1 (de) Nassreinigungsvorrichtung
AT29704B (de) Gasreiniger und -kühler, besonders für Sauggasanlagen mit mehreren mit Filtermaterial gefüllten und mit Wasser berieselten Kammern.
DE256237C (de)
DE918428C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Auskristallisation eines wasserarmen Eisensulfates (Fe SO1HO) aus schwefelsaeurehaltigen Beizbaedern
DE253078C (de)
DE3403737A1 (de) Verfahren und anlage zum behandeln von abgasen und ablueften aus einem metallbad
AT48537B (de) Verfahren zur Darstellung von Stickstoffoxyden.
DE3229494C2 (de) Verfahren zur Reinigung von SO&amp;darr;2&amp;darr;-haltigen Gasen
DE430365C (de) Stehender Schwelofen
AT64631B (de) Vorrichtung zum Reinigen von Gasen, hauptsächlich von Gichtgasen.
AT395682B (de) Vorrichtung zur feststoffseitigen kopplung von wanderbettadsorptionsvorrichtungen
AT147011B (de) Verfahren zum Rösten sulfidischer Erze und Hüttenprodukte.
DE46889C (de) Neuerung an Condensations- und Kühlapparaten