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Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung eines bestimmten wasserdicht machenden Stoffes beschränkt, doch wird vorteilhaft eine Lösung von Pech und Fett benutzt, da dieses Mittel im erstarrten Zustande elastisch und einigermassen geschmeidig ist. Würde ein Mittel verwendet werden, das im festen Zustande spröde ist, so würde es beim Biegen des Schuhes brechen, wodurch die Wasserdichtheit verloren ginge.
Zweckmässig werden rasch erstarrende Imprägniermittel verwendet, damit, sobald die Lösung rings auf dem Vorderteil und mittleren Teil der Sohle aufgetragen ist, und die gebräuchliche Einlage zwischen Brandsohle und Aussensohle (in der Zeichnung nicht dargestellt) an ihren Platz gelegt wurde, letztere durch die in der Stichriefe c befindliche Lösung i festgehalten wird. Diese Art der Befestigung macht die Anwendung der bisher zu diesem Zwecke benutzten Stifte oder Klammern überflüssig.
In den Fig. 2 bis 5 der Zeichnung ist eine Ausführungsform der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigen die Fig. 2,3 und 4 die Vorrichtung in Draufsicht, Seitenansicht und im Längsschnitt, während Fig. 5 den Vorderteil der Vorrichtung in schaubildlicher Darstellungsweise veranschaulicht.
Die Vorrichtung besteht aus einem Behälter 1, der auf geeignete Weise erhitzt werden kann, um das Imprägniermittel zum Schmelzen zu bringen. Beispielsweise kann im Behälter eine schraubenartig gewundenes Dampfheizungsrohr 2 angeordnet sein. An der Oberseite des Behälters ist ein Trichter 3 zum Einfüllen des Imprägniermittels vorgesehen, an welchen sich ein mit seitlichen Öffnungen versehenes Rohr anschliesst. Durch oder um den Trichter können ebenfalls Dampfrohre gelegt sein. Im Behälter selbst sind vorteilhaft Rühreinrichtungen vorgesehen, welche die Imprägnierflüssigkeit ständig in Bewegung erhalten.
Vom Behälter 1 führt ein Kanal 6 durch einp Kammer 5, welche durch das Dampfrohr 2 oder eine andere geeignete Einrichtung geheizt wird, um das Imprägniermittel bis zum Augenblick der Abgabe in flüssigem und warmen Zustande zu erhalten. Als Absperrorgan des Kanales 6 dient ein in Führungen 8 bewegbarer Schieber 7. Der Schieber wird durch eine Druckplatte 9, die unter dem Einflusse einer Feder 10 steht, fest an die Wand der Kammer 5 gedruckt und um die Dichtheit des Kanalabschlusses zu sichern. Die Feder 10 ist eine rohrförmige Ausbuchtung 11 einer Platte 12 eingelegt, die an der Aussenwand der Büchse 5 befestigt ist.
Der Schieber besitzt eine Üffnung 13, welche bei dessen oberer Stellung in die Achse des
Kanales 6'zu liegen kommt und dadurch den Weg für das Imprägniermittel freigibt. Die Abwärts- bewegung des Schiebers ist durch einen Anschlag 14 begrenzt, während die Grenze der Bewegung
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Schraube 7. die von einem Arm 17 des Behälters 1 getragen wird, trifft. Zwischen den Arm li und den Anschlag 77 ist eine Feder 18 eingeschaltet, welche das Bestreben hat. den Schieber abwärts zu drücken so dass der Kanal 6, wenn die Vorrichtung ausser Betrieb ist, verschlossen !) leiht. Demnach ist es, um den Kanal 6 zu öffnen, erforderlich, den Schieber 7 unter Überwindung d'-i Federe irkung zu heben.
An ziel in der Wand der Kammer < 3 verschiebbaren Führungsstangen 19 ist unter dem Schieber 7 ein Träger 20 befestigt, der an einer Seite eine Rolle 21 trägt. Wenn sich der Träger 20
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Abwärtsbewegung des Schiebers kommt der Träger 20 mit der Unterfläche des Schiebers in Hcruhrunn. so dass beim Anheben des Trägers 20 auch der Schieber gehoben wird.
Zur Benutzung der Einrichtung wird die Fläche h des Schuhes gegen die Rolle 21 gedrückt, wodurch diese samt dem Träger 20 und dem Schieber 7 gehoben und der Kanal 6 freigegeben
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'fuhrt. dass sich die Rolle 21 auf der Fläche h abwälzt, wodurch das Imprägniermittel auf diese . mfgetragen und zwischen die einzelnen Teile des Nahtrandes eingepresst wird. Beim Entfernen des
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Die Oberfläche der Rolle 21 ist gerieft oder auf andere Weise rauh gemacht, so dass die Rolle bei der Bewegung des Werkstückes infolge Reibung zur Drehung gezwungen ist. Die Bewegung der Werkstückes kann ein ständig vorschreitende oder eine hin und her gehende sein und wird so lange fortgesetzt, bis die Imprägnierung eine genügende ist.
Eine Vereinfachung der Vorrichtung ergibt sich, wenn die Befestigung der Roile 21 nicht an einem eigenen Träger, sondern direkt an dem Schieber erfolgen würde. Der Schieber könnte auch durch ein beliebig anderes Absperrorgan ersetzt werden, dessen Betätigung direkt oder indirekt mittels des beweglichen Rollenträgers erfolgt. Auch die Führung des Rollenträgers könnte geändert werden, indem sie nicht an dem Gehäuse 5 sondern an dem Schieber 7 angeordnet wird.
Der Behälter für das Imprägniermittel ist mit einem Entlüftungsrohr 29 versehen und besitzt eine verschliessbare Öffnung 30, um eine Reinigung zu ermöglichen. Die Lagerung des Behälters erfolgt auf einem Gestell oder dgl. in solcher Höhe, dass sie die Führung des Werk Stückes unter der Rolle durch den Arbeiter ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung wasserdichten Schuh werkes, dadurch gekennzeichnet, dass das auf die a. neinanderliegenden Ränder der Brandsohle und des Oberleders, gegebenen Falles auch des Futters und der Einfassung, aufgetragene Imprägnierungsmittel in die Hohlräume zwischen den genannten Teilen des Schuhes eingepresst und die Stichriefe der Brandsohle ebenfalls mit dem Imprägnierungsmittel ausgefüllt wird.