AT59848B - Darrverfahren zur Herstellung von Charaktermalzen. - Google Patents

Darrverfahren zur Herstellung von Charaktermalzen.

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AT59848B
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Conrad Bruene
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Conrad Bruene
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Darrverfahren zur Herstellung von Charaktermalzen. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Darrverfahren zur Herstellung von Charaktermalzen, dessen   Wesen darin besteht, dass man   das Malz, während es sich auf derselben Horde befindet oder   während   es von einer Horde zur anderen gelangt, sprunghaft auf die zur Erzeugung des gewünschten Charakters nötigen höheren Temperaturen bringt. Unter sprunghaft soll hierbei verstanden werden, dass eine   verhältnismässig sehr   schnelle Temperaturerhöhung in den Horden stattfindet, so dass auch die Temperatur des   Malzes   möglichst schnell von einer niederen Temperatur auf eine höhere Temperature steigt. 



  Wird also beispielsweise angenommen, das Malz habe zu einer   bestimmten Zeit und   bei einem bestimmten Wassergehalt eine Temperatur von 50  und man will es auf eine 
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 Malz der niederen   Temperatur   von beispielsweise 500 und in   weicher es   der höheren Temperatur von beispielsweise   700   ausgesetzt wird. 
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 zweiten Darrperiode, wo ein Temperaturspruch nicht stattfindet, möglichst konstant ge-   ltalten wird.   



     Die bisherigen Darr@erfahren beruhen darauf, dass   man den Darrprozess mit niedrigen Temperaturen beginnt und diese je nach der Dauer innerhalb 12, 18 oder 24 Stunden 
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   und     untersten Horde eingehalten werden,   sind zumeist niedriger als die, welche das Malz schon   während   der Abdarrung in   der darüborliegenden Vordarrhorde hatte.   Die Abdarrtcmperaturon   werden je nach dem Charakter des   Malzes und der   Konstruktion   der Darre höher oder niedriger sein, längere oder kürzere Zeit eingehalten.

   Die Temperaturen bei den bisherigen Darrverfahren sind also stets wechselnde. d. h. während des   Darrprozesses     bis zum Ab'larren   stets allmählich steigende und nach erfolgter Abdarrung und vor Beginn einer neuen   Darrperiode stets stark fallende. Die auf   diese Weise gedarrten Malze haben noch zirka 3 bis 4% Wassergehalt, ein solcher wird von den Darrfahrikanten und Malzfabrikanten als normal bezeichnet. 

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 darunterliegeuden ebenfalls eine sprunghafte Erhöhung der Temperatur vornimmt,   also   das Malz plötzlich in höhere Temperatur bringt, wirken diese verschiedenen Temperaturen ebenfalls charakterverändernd auf das Malz ein, und zwar in bezug auf Vergärung und geschmack   des Bieres.

   Da die Zufuhrung   von warmer und kalter Luft zu jeder Horde zweckentsprechend geregelt werden kann, so hat es der   Mälzer   oder praktische Brauleiter in der Hand, diejenigen Temperaturen zu erwählen, welche er für den Charakter seiner Biere für die günstigsten hält. 



   Auf der untersten Horde werden vorteilhaft während der ganzen zwölfstundigen Darrzeit die Abdarrtemperaturen permanent   gleich hoch gehalten, wodurch   ein viel besseres Ausdarren des   Malzes   erfolgt. 



   Der Wassergehalt sinkt hierbei bis auf etwa 1.5% Dieser niedrige Wassergehalt gestattet wiederum, mit viel höheren Temperaturen abdarren zu können. Es kann auch so verfahren werden, dass man in der untersten Horde die Temperatur sprungsweise erboht, jedenfalls aber vor und nach   Erhöhung   die Temperaturen auf der   gewünschten HÖhe   konstant hält. 



   Das Verfahren kann man vorzugsweise auf solchen Darren ausüben, hei denen unter der untersten Horde, zwischen dem Heizapparat und dieser eine   Mischkammer   für warme und kalte Luft angeordnet ist. wodurch diese Horde von der Heizung durch entsprechende   Verschlässe vollkommen luftdicht abgetrennt bzw. vom Darrprozess ausgeschalter werden   kann. Die oben erwahnte Anordnung einer Luftmischkammer unter der untersten Horde 
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   höhlung   der Temperatur, sei es wahrend das Malz auf ein und derselben Horde bleibt oder wahrend as auf eine tieferliegende Horde ab- bzw. umgestossen wird, werden naturgemass andere Einflüsse auf die Zusammensetzung des Malzes ausgeübt als bei den bisher bekannten verfabren und hiedurch sind die Vorzüge bedingt, welche das nach dem VerfahrenhergestellteMalzbietet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 man   das Ma !/, während   es sich auf derselben Horde befindet oder während es von einer Horde zur anderen   gniangt. sprunghaft   auf   die zur Hrzeugung   des gewünschten Charakters   nötigen höheren Temperaturen bringt.  

Claims (1)

  1. 2. Darrverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Horden, EMI2.4
AT59848D 1910-12-27 1911-08-17 Darrverfahren zur Herstellung von Charaktermalzen. AT59848B (de)

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