AT59480B - Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen.

Info

Publication number
AT59480B
AT59480B AT59480DA AT59480B AT 59480 B AT59480 B AT 59480B AT 59480D A AT59480D A AT 59480DA AT 59480 B AT59480 B AT 59480B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rotary kiln
ore
nozzle
fuel
treating cement
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Polysius Fa G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Polysius Fa G filed Critical Polysius Fa G
Application granted granted Critical
Publication of AT59480B publication Critical patent/AT59480B/de

Links

Landscapes

  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausbildung des Verfahrens zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen nach dem Patent Nr. 41181. Es ist bekannt, die Lage und Ausdehnung der Flamme im Drehrohrofen durch geeignete Wahl des Druckes, unter dem die Zuführung des Brennstoffes erfolgt, zu regeln. Diese Massnahme beschränkt sich bei den bisher bekannt gewordenen Verfahren jedoch darauf, eine   möglichst gunstige Verbrennung   zu erzielen. Die Flamme war hiebei stets nur wenige Meter vom Ende des Ofens entfernt und die Klinker verliessen daher den Drehrohrofen im glühenden Zustande, so dass sie ausserhalb des Ofens abgekühlt werden mussten. 



   Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird nun die Eigengeschwindigkeit des   Brennston-Luftgomisches   grösser als die Fortpflanzunsgeschwindigkeit der Entssammung ge-   wii. htt,   und zwar derart, dass der Verbrennungsvorgang im Ofen weit genug von der Mündung der Düse verschoben wird, um das Brennen, Vor- und Fertigkühlen des Materials im Drehofenrohr auch dann zu ermöglichen, wenn eine verkürzte Düse benutzt wird. 



  Wie die Eigengeschwindigkeit des Brennstoff-Luftgemisches gegenüber der Fortpfanzungsgeschwindigkeit der Entflammung bemessen wird, richtet sich nach der Zusammensetzung des Gemisches. Die Eigengeschwindigkeit kann z.   B.   geringer sein, wenn der Brennstoff feucht ist oder wenn dem Brennstoff-Luftgemisch nicht von vornherein die zu seiner Ent-   nammung   notwendige Luft beigemengt ist. 



   Der Vorteil, der durch dieses neue Verfahren erreicht wird, besteht darin, dass die
Düse. gegenüber jener, welche bei dem Patente Nr. 41181 verwendet wird, wesentlich ver- kürzt werden kann. Es gelingt dabei trotzdem, dass die   Sinterzone   weit genug in das
Innere des Drehrohrofens verlegt werden kann, um eine hinreichende Abkühlung des   (iutes zu   bewirken. Eine besondere Kühltrommel ist daher trotz Verkürzung des Düse nicht erforderlich. Wenn der Druck, unter dem der Brennstoff zugeführt wird, sehr hoch   wuhlt wird, so   kann die Düse ganz in der Nähe der Mündung des Ofens sich befinden.
Nach der Erfindung wird somit eine sehr günstige Ausnutzung des Innenraumes der
Trommel erzielt.

   Durch das neue Verfahren wird, wie nach Angabe der Erfinderin in der   PraxIs   festgestellt ist. eine wesentliche Brennstoffersparnis erzielt. Weiter kann infolge   dr grossen   Entfernung der Flamme von der Düse die Wandstärke dieser erheblich ge-   i-inger ais   bisher gehalten werden, ohne dass ein Durchbrennen der Düse zu befürchten ist. 



     Trotx (inm   ist die Haltbarkeit der   I) üse wesentlich   grösser wie bei den alten Verfahren. 



     ! n der Zeichnung   wird der Gegenstand der vorliegenden Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Das zu behandelnde Gut wird durch ein Rohr b in den Drehrohrofen a eingeführt. Die Länge und Breite des Ofens richten sich naturgemäss wie   hui den bekannten   Verfahren nach der verlangten Leistung, nur kann beim Erfindungsgegenstande die Länge des Ofens um jenes Stück verlängert werden, das der Flammen-   vprschiehung   entspricht.   Hei der Wah !   des Durchmessers des Ofens ist naturgemäss darauf Rücksicht zu nehmen, dass die den Ofen durchziehenden Gase einen entsprechend bemessenen Querschnitt vorfinden, damit sie eine nicht zu grosse Geschwindigkeit annehmen und   hicdurch unnötig Hitze   verloren geht.

   Der Brennstoff wird durch die Düse c unter Druck eingeführt. 



   Während bei den älteren Verfahren der Druck, unter dem der Brennstoff eingeführt   wurd, ungefähr   einer Wassersäule von 180 mm entsprach, findet bei dem vorliegenden Vorfahren eine wesentliche Drucksteigerung statt. Diese richtet sich naturgemäss nach den jeweiligen Betriebsverhältnissen und der zur Anwendung gelangende Druck dürfte zweckmässig etwas über das Dreifache des früher   gel) rauchten Dreckes   betragen. Hieraus folgt naturgemäss, dass die Flamme, die sich früher je nach dem Gasgehalt etwa   0#5   bis 1 m nach Düsenaustritt, oft aber näher an der Düsenmündung entzündete, nunmehr erst in einer Entfernung von etwa 5   m   nach. Düsenaustritt zur Entzündung gelangt. Dieser Erfolg der Erfindung beruht darauf, dass jeder Brennvorgang eben eine gewisse Zeit erfordert.

   Diese Zeit dauert z. B. bei feuchtem Holz länger wie bei leicht entflammbaren Stoffen, wie Kohlestauh, explosiblen Gasgemengen und dgl. Immerhin ist natürlich auch bei leicht ent-   flammbaren   Stoffen eine gewisse, wenn auch nur kurze Zeit zur Einleitung des Ver-   hrcnnnngavorgangea   erforderlich. Um nun der Flamme die entsprechende, in der Regel mehrere Meter betragende Länge zu geben, wird also der den Betrieb überwachende Fachmann die einzelnen Faktoren entsprechend seinen Betriebsverhältnissen zu wählen haben.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehofen nach Patent Nr. 41181, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigengeschwindigkeit des Brennstoff-Luftgemisches die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Entflammung übertrifft, J) is der Verbrennungsvorgang im Ofen soweit von der Mündung der Düse abHegt, dass das Brennen, Vor-und Fertigkühlen des Materiales im Drehofenrohr auch dann möglich ist, wenn eine verkürzte Düse verwendet wird. EMI2.1
AT59480D 1909-04-09 1910-04-06 Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen. AT59480B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE59480X 1909-04-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT59480B true AT59480B (de) 1913-06-10

Family

ID=3845186

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT59480D AT59480B (de) 1909-04-09 1910-04-06 Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT59480B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT59480B (de) Verfahren zur Behandlung von Zement, Erz und dgl. im Drehrohrofen.
DE2610015A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum brennen von kalkstein
DE861451C (de) Dampfkesselfeuerung mit dem Rost vorgeschaltetem Brennstoff-schwelschacht
DE1671339A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Verkoken und Kalzinieren von Erdoel-Kohlenwasserstoffen
DE3725559C1 (de)
DE1153312B (de) Verfahren zur Herstellung von Zement oder aehnlich gearteten Stoffen in einem Drehrohrofen
DE627327C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Abfallschwefelsaeuren
AT250235B (de) Ölbrennersystem, insbesondere für Öfen der keramischen Industrie
DE1137989B (de) Verfahren zur Herstellung eines poroesen, tonerde- und kieselsaeurehaltigen Gutes
DE477212C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Zement
DE919731C (de) Zyklonmuffel, insbesondere Zuendmuffel fuer Kohlenstaubfeuerungen
DE740511C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verkoken bituminoeser Stoffe wie Pech, Teer, Kohle u. dgl.
DE575339C (de) Schachtofen zum Brennen von Zement mit gegenueber der Vorwaerm- und Kuehlzone verengter Brennzone
DE487934C (de) Verfahren zum Beheizen von Ringoefen unter Einblasung des Brennstoffes in Form eines Schleiers und Vorrichtung dazu
AT99077B (de) Feuerung für staubförmige Brennstoffe.
DE915486C (de) Verfahren zum anfaenglichen Entzuenden von Kohlenstaub in Kohlenstaubfeuerungen fuer Dampfkesselanlagen oder in sonstigen mit einer Kohlenstaubfeuerung betriebenen Einrichtungen
DE3500810A1 (de) Verfahren zum verbrennen eines staubfoermigen brennstoffes
DE258065C (de)
SU966062A1 (ru) Способ обжига цементного клинкера во вращающейс печи
AT307300B (de) Lepolofen zum Erhitzen von festem Gut
DE503355C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beheizen von Tunneloefen
DE347993C (de) Kohlenstaubfeuerung, bei der mehrere Duesen mit dem Kohlenstaubluftgemenge beschickt werden
DE266133C (de)
DE1451463A1 (de) Brenner fuer OEfen der keramischen Industrie
AT61818B (de) Verfahren zur Herstellung von als Zünder bei der Zinkdestillation dienendem Koks.